Party im Gloria: „Sweet Fastelovend“ (Daisy)

So ziemlich jeder Kölner kennt das Gloria Theater, vor allem die lange Schlange im Eingangsbereich. So auch ich. Allerdings ist kennen wohl der falsche Begriff. Vielmehr bin ich bereits unendlich oft am Gloria vorbei gegangen, ohne je die Location von innen betrachtet zu haben. Sicherlich bin ich nicht die einzige, der das so ging.

Als ich von der Party „Sweet Fastelovend“ der Große Kölner Karnevalsgesellschaft hörte, war sofort klar, dass ich daran teilnehmen möchte. Selbstverständlich nicht nur aufgrund der Location, sondern vor allem wegen des Programms, denn das ist kurz und knapp und mit meinen Lieblingsbands versehen.

Ich war bereits auf vielen unterschiedlichen Karnevalspartys, ob von einer Gesellschaft veranstaltet oder privat, jede war auf ihre eigene Art und Weise ein gelungener Abend.

Gloria: „Die Naach is nit zum schlofe do“

Als ich also am Samstagabend auf der Party im Gloria war, kam mir dann folgender Gedanke: Was genau macht eigentlich eine gute Party aus? Karnevalspartys gibt es schließlich wie Sand am Meer. Wie soll man sich dann für die richtige entscheiden? Und wie ist die Sweet Fastelovend Party, lohnt es sich dorthin zu gehen?

Ganz gleich mit wem ich darüber gesprochen hatte, beinahe alle waren derselben Meinung. Es gibt ein paar grundlegende Punkte, die für eine gelungene Party zu beachten sind wie:

Die Anbindung
Die Location
Das Programm
Die Preise
Die Stimmung

Das Gloria Theater befindet sich in der Kölner Innenstadt auf der Apostelstraße. Die Verbindung ist mehr als gut, fünf Minuten zum Neumarkt, Rudolfplatz oder Appellhofplatz. Selbst für diejenigen, die außerhalb Kölns wohnen, ist der Kölner Hauptbahnhof fußläufig erreichbar. Am Wochenende fahren die Straßenbahnen durch, Taxis findet man im Umkreis reichlich.

Die Location

Das ehemalige Kino bzw. Theater. wird zwar als solches nicht mehr genutzt, aber ein paar Überbleibsel erinnern noch an die Vergangenheit, wie die Schaukästen im Eingangsbereich, das Kassenhäuschen und der rote Samt im Zuschauerraum. Eindrücke, die unsere Vorstellungen vom alten Hollywood beleben. Für mich versprüht diese Location einen ganzen besonderes Charme.

Wer bereits einmal im Gloria war, wird wissen, was ich meine. Es ist ein ganz besonderer Ort. Man fühlt sich einfach sofort wohl. Die Räumlichkeiten sind groß genug , um sich nicht auf die Füße zu treten, aber nicht so weitläufig, um die restliche Clique aus den Augen zu verlieren. Problemlos kann man jederzeit nach draußen, um frische Luft zu schnappen, die Gläser kann man dann im Eingangsbereich auf ein „Nümmerchen“ stellen und es beim Reingehen wieder mitnehmen. Praktische Lösung.

Das Programm

Das Programm begann mit Kasalla. Die Jungs legten sofort los, sodass gleich von Beginn an eine fröhliche Stimmung herrschte. Etwa eine Stunde später ging´s weiter mit Miljö und als Schlussakt der Liveauftritte kam Cat Ballou. Mein persönliches Highlight. Jede Band war etwa eine halbe Stunde auf der Bühne, in der Zwischenzeit legte der DJ bekannte Songs auf. Das mag nach nicht viel klingen, mehr braucht es aber auch nicht. Es ist schließlich eine Party und keine Sitzungist eine Karnevalsveranstaltung zwischen der Proklamation und Karnevalsdienstag mit einem bunt gemischten Bühnenprogramm: Tanzgruppen und Korpsgesellschaften ziehen in den Saal und präsentieren ihre Tanzkünste, Büttenredner widmen sich mit Witz und Ironie den großen und kleinen Themen der Welt und kölsche Musiker reißen das Publikum von den Stühlen. Highlights sind der Einzug des Dreigestirns und die Ansprache des Prinzen an sein „Narrenvolk“.. Die Bandauswahl war wunderbar. Die jungen, frischen neuen kölschen Bands waren für die Art von Party genau das richtige. Ein junges Publikum, das gerne kölsche Musik hört und dazu feiert. Man könnte es mit einer bekannten Schlagerdiskothek auf den Ringen vergleichen, aber mit mehr Anspruch und Niveau.

Moderate Preise

Die Karnevalszeit ist generell kostspielig. Dennoch waren die Preise auf der „Sweet Fastelovend“ in Ordnung. Das Ticket kostete elfDie Zahl 11 hat für Köln und den Karneval eine besondere Bedeutung. Als Gründe dafür werden mehrere vermutet: Zum einen gibt es einen Zusammenhang mit der französischen Besatzung Kölns, ist doch die ELF eine Abkürzung für die Ideale der Französischen Revolution: E = Égalité, L = Liberté, F = Fraternité. Zugleich ist die Elf aber auch ein närrisches Symbol, das für die Gleichheit aller Jecken – die Eins neben der Eins – steht. Und da der 11.11. ebenfalls der Martinstag ist, denken einige an ein religiöses Symbol, da die Elf für die Christen eine Zahl der Sünde ist. Euro. Ein Kölsch für zwei Euro ist auch tragbar. Im vorderen Teil der Gloria gibt es ein Cafe mit kleinen Snacks wie belegte Brötchen oder ein kleines Süppchen, die auch bezahlbar sind. Ansonsten findet man im Umkreis massig andere Imbissbuden, falls der Hunger doch zu groß wird. Die „Sweet Fastelovend Party“ ist weder sehr teuer noch super günstig. Für mich als Studentin war das Preis- Leistungs-Verhältnis völlig angemessen.

Super Stimmung im Gloria

Die Stimmung war von Beginn an sehr gut. Die Leute waren alle sehr fröhlich, lachten viel und der ein oder andere begann schon recht früh mit dem Flirten. Je später der Abend, desto besser die Stimmung, allerdings könnte das auch an der Reihenfolge der Band gelegen haben.


Alles in allem war es ein wirklich schöner Abend, mit toller Musik, guter Stimmung und vielen fröhlichen, glücklichen Gesichtern.

Bis nächstes Jahr Große Kölner, ich komme wieder, dann aber mit meinen Mädels!

Infos über das weitere Programm der Großen Kölner hier!

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