Der Kölner Rosenmontagszug 2019

Einleitung: Motto der Session 2019

Einleitung: Der Zugleiter

Wenn Zugleiter Alexander Dieper um 10 Uhr nach den Fanfaren der Ratsbläser vom Balkon der festlich geschmückten Severinstorburg den Zoch eröffnet, hofft er ganz sicher auf einen unfallfreien Tag. Alle Jecken drücken dabei ganz fest die Daumen und hoffen, dass der päpstliche Segen seinen Teil dazu beiträgt. Die Fahrt mit seiner Familie und Freunden im schönen Lokomotiv-Wagen ist eine Belohnung für das höchst aufwändige Ehrenamt im Vorstand des Festkomitees. Denn er hat über ein Jahr lang zusammen mit einem großen Stab an Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern, mit Künstlern, Architekten, Wagenbauern und Handwerker die Abläufe organisiert. Schon in der letzten Session hatten die Planungen für den nächsten Rosenmontagszug begonnen. Nach der Mottofindung folgten in den nächsten Monaten die Abstimmungen von Streckenführung und Sicherheitsmaßnahmen, wurden aus den vielen Vorschlägen die Themen und Entwürfe für die Festwagen ausgewählt, musste der rund sieben Kilometer lange Zug zusammengestellt und organisiert werden.

 

In Absprache mit den Karnevalsgesellschaften ist die Personenzahl so reduziert worden, dass das Dreigestirn vor Einbruch der Dunkelheit im Ziel ankommen kann. Pferde und Kutschen fahren auch in diesem Jahr mit. Nach dem Unfall in der vergangenen Session hat das Festkomitee den Vorfall durch Polizei und externe Gutachter untersuchen lassen und ein  Bündel an Maßnahmen ergriffen, um den Stressfaktor für die Pferde zu reduzieren. Darüber hinaus wird das Beschallungskonzept ausgebaut, so dass die Zuschauer über die Anlagen der Tribünen und eigens aufgestellte Lautsprechertürme stets über alles Wichtige rund um dem Zug informiert werden können.

Einleitung

Kölsche Funkentöter von 1932 e.V.

Dr Zoch kütt, wenn die Männer und Frauen in den historischen Uniformen und Pickelhauben nahen. Die jecken Wehrleute der Kölner Berufsfeuerwehr gehen mit ihrer historischen Spritze nämlich traditionell an der Spitze des Rosenmontagszuges und geben dessen Geschwindigkeit vor. Seit mehr als 85 Jahren feiern sie mit ihren Familien gemeinsam Karneval, veranstalten dazu eine Familien-Kostüm-Sitzung und pflegen das ganze Jahr über die Geschichte und Tradition der Feuerwehr. Neben der Teilnahme an historischen Spritzenwettbewerben gehört dazu die Ernennung einer Kölner Persönlichkeit zum Ehrenbrandmeister – in dieser Session erhielt Wolfgang Bosbach diese Auszeichnung.

Gegründet: 1932 ·  Präsident: Michael Sport ·  koelsche-funkentoeter.de

Kölner Funken Artillerie „blau-weiss“ von 1870 e.V.

Die Tradition zu bewahren und für neue Herausforderungen bereit sein lautet das Motto des Traditionskorps, dass traditionell an der Spitze des Rosenmontagszuges geht. Den Auftakt für die große Gruppe der Funken in Uniform, Helfer und Wagenengel bilden wie immer die Blaue Funke Pänz, Kölns älteste aktive Kinder- und Jugendtanzgruppe. Besonders aufregend wird der Rosenmontagszug in diesem Jahr für Björn Griesemann sein, der nach einem höchst emotionalen Abschied seinen Vater Peter als Präsident und Kommandant an der Spitze des Vorstands abgelöst hat. Pressesprecher Dr. Armin Hoffmann unterstützt ihn in der Funktion des Vizepräsidenten, Heinrich Straetmans ist neuer Schatzmeister. Den Dreien ist der Funkenspirit besonders wichtig, nach dem es egal ist, woher man kommt oder was man ist, im Funkenornat sind alle gleich! Ihre erste Session als neuer Vorstand geht mit dem Zoch erfolgreich zu Ende, alle  Veranstaltungen vom Ball Kristall bis zum Fest in Blau an Weiberfastnacht erfreuten sich größter Beliebtheit. Zudem hat das Traditionskorps durch die Jugendveranstaltung „blu|white – Karneval meets  Clubbing“ im Deutzer Bootshaus viele neue junge Mitglieder gewinnen können. Trotz der Erfolge möchten die Blauen Funken ihre Veranstaltungen nicht erweitern, um so einen Verdrängungswettbewerb mit den Angeboten der kleineren Gesellschaften und Vereine zu vermeiden. Nach der Session stehen neue große Herausforderungen an, denn der Spatenstich für den Erweiterungsbau in Richtung Ulrepforte soll im Jubiläumsjahr 2020 mit vielen Veranstaltungen erfolgen.

Gegründet: 1870 ·  Präsident und Kommandant: Björn Griesemann · www.blaue-funken.de

2. Gruppe: K.K.G. Blau-Weiß 1956 e.V.

Eine richtige Familiengesellschaft ist die vor über 60 Jahren von Eisenbahnern gegründete KG, in der es keine besonderen Sponsoren gibt und niemand große Sprünge machen will. Unter dem Motto „De Hauptsach es, et Hätz es jot“ treffen sich die Mitglieder das ganze Jahr über beim monatlichen Stammtisch und auf der jährlichen Schiffstour. Der Spass an d’r Freud steht im Vordergrund und so feiern die Blau-Weißen auch Fastelovend, sei es auf der Feier zum Elften im Elften, auf der Kostümsitzung in der  Wolkenburg oder beim Rosenmontagszug

Gegründet: 1956 ·  Präsident und 1. Vorsitzender: Manfred Dorschler · www.kkg-blauweiss.de

3. Gruppe: KKG „Fidele Fordler“ vun 2001 e.V.

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Der Name verweist auf die Ursprünge dieser noch jungen Karnevalsgesellschaft. 2001 von Willi Rothenbücher als jecke Erweiterung der Ford Freizeit Organisation FFO gegründet, hat die KG schnell den kölschen Fastelovend erobert. Mit ihrer bunten Mischung von Männern und Frauen aus verschiedenen Generationen und zwölf Nationen, den aktiven Jungen FiFo Jecken und dem vereinseigenen Tanzcorps Fidele Fordler zieht sie längst nicht mehr nur Fordmitarbeiter in den Bann. Bei all dem Spaß denkt die Frackgesellschaft aber auch immer an die Menschen, denen es nicht so gut geht. So hat sie zu allen Sitzungen und zum Rosenmontagszug Menschen mit Behinderung aus der GWK-Köln eingeladen. 

Gegründet: 2001 ·  Präsident und 1- Vorsitzender: Willi Rothenbücher ·  www.fidelefordler.jimdo.com

4. Gruppe: Rosen-Montags-Divertissementchen von 1861 e.V.

Die Familiengesellschaft mit dem ungewöhnlichen Namen ist die viertälteste Kölner Karnevalsgesellschaft. 1861 wurde sie von einer Gruppe junger Kaufleute gegründet, um den Mitgliedern der Gesellschaft und ihren Angehörigen an allen Sonntagen zwischen Neujahr und Karneval eine „angenehme, saubere und humoristische Unterhaltung“ zu bieten. Ihr Name erklärt sich aus der Zeitepoche, als die Veranstaltungen noch von den Mitgliedern selbst gestaltet wurden. Wichtiger Bestandteil waren die Divertissementchen, der kölsche Ausdruck für Divertimenti, heitere, parodistisch angelegte Theaterstücke, die nach altem Kölner Brauch auf die Themen  rund um den Fasteleer ausgerichtet wurden. Geführt wird die KG von Rex Udo Marx, dem König“ des „Närrisches Bohnenreichs“. Das stammt vom uralten Brauch des Bohnenballs, bei dem man in einen Kuchen eine Bohne einbuk und den Finder zum König ernannte.

Gegründet: 1861 · Präsident: Udo Marx · www.rmd-ev.de

5. Gruppe: Rote Funken – Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V.

Einen historischen Moment durfte Kölns ältestes Traditionskorps am 23.9.2018 erleben, als genau 63 Jahre nach der Entschuttung der Ülepooz die historische Pforte wieder geöffnet und damit der erste Spatenstich für den Entlastungsbau gesetzt wurde. Aufregende, spannende Momente und ganz viel Spaß gab es auf der Manöverfahrt „CUSA“, wo die Roten Funken zusammen mit den Höhnern und Bürgermeisterin Scho-Antwerpes als Botschafter des Kölner Karnevals unterwegs waren. Standen in Havanna/Kuba kölsche Lebensfreude und Musik im Mittelpunkt, wurde dann der Karneval zum Germany Day in die USA importiert und die Reise ging von Wickenburg bei Phoenix/Arizona über die Route 66 zum Finale nach Las Vegas. Die Roten Funken haben eigens einen Film über diese große Reise produzieren lassen, der die immense Kraft des Karnevals anschaulich und auch anderen Gesellschaften Mut machen soll, Freunde in der Welt zu besuchen. Das war sozusagen der frühe Start in eine lange Session, in der die Roten Funken mit der „Kötterbüchs“ erfolgreich eine alte Spendenaktion haben wiederaufleben lassen. Bis 1955 zogen Funken durch die Stadt und erhoben für wohlige Zwecke eine Passgebühr: „Hätt de Funkenwaach passeet un für de Ärme jet jespendet“. An Rosenmontag freuen sich alle Funken über eine gelungene Session, in der es eine zweite Echt Kölsch-Sitzung gab und mit der Funke un Fründe-Party im Alten Wartesaal ein neues Format begründet worden ist, das mit nur einem Live Act Musik und Talk in den Mittelpunkt stellt. Für einen im Zoch heißt es Abschied nehmen: Pascal Solscheid beendet nach 13 Jahren und fünf Mariechen seine Karriere als Tanzoffizier!

Gegründet: 1823 · Präsident und Kommandant: Heinz-Günther Hunold · www.rote-funken.de

6. Gruppe: Preisträger Fußgruppen der Schull- und Veedelszöch

Diese Jecken sind ganz besonders stolz, denn eine 30-köpfige Jury um Zugleiter Alexander Dieper hat sie am Vortag zur besten Fußgruppe der Schull- un Veedelszöch gekürt. Und es ist ein schöner Brauch, dass sie noch einmal im Rosenmontagszug mitgehen dürfen. Das Wurfmaterial wird bei allen drei Gewinnern vom Festkomitee Kölner Karneval gestiftet.

7. Gruppe: KG UHU von 1924 e.V. Köln-Dellbrück

Es war wohl tatsächlich „weise Voraussicht“, als die Gründerväter der neuen Dellbrücker Karnevalsgesellschaft im Jahr 1924 den Namen KG UHU gaben. Der Uhu als Wappenvogel steht für die schelmische Weisheit, wie sie schon Till Eulenspiegel innewohnte, und dieser besondere Witz prägt auch nach mehr als 90 Jahren die Gesellschaft und ihre Veranstaltungen. Bis heute ist die KG eng mit dem heimatlichen Vorort Dellbrück verbunden, dem noch ein wenig bergisch-bäuerliches Flair anhaftet, obwohl er schon seit 1914 zur Großstadt Köln gehört. Es ist die beständige Selbstironie, die „dem UHU“ so viele Freunde in ganz Köln und Umgebung gebracht hat. Um Karten für eine Sitzung zu bekommen, sollte man schon frühzeitig online buchen, denn die sind stets Mangelware. Das liegt nicht nur an dem berühmten „Dellbröcker Boore-Schnäuzer Ballett“ oder der Kindertanzgruppe „Schnäuzer-Pänz“, sondern auch an dem gewissen Augenzwinkern, das unter den Narrenkappen stets erkennbar ist und bisweilen milden Spott in Richtung des Festkomitees Kölner Karneval einschließt. 

Gegründet: 1924 · Präsident: Rainer Ott ·  www.kguhu.de

8. Gruppe: Schlenderhaner Lumpe e.V. 1963

„Wir sind Prinz“ heißt es in diesem Jahr bei der Familiengesellschaft aus dem Kölner Norden. Denn Prinz Marc I. (Michelske) ist Sitzungspräsident, Vizepräsident und Justitiar der Gesellschaft. Als kleine KG im Vorort Niehl in der Schlenderhaner Straße gegründet, ist sie heute eine große Familiengesellschaft mit einem eigenem Tanzkorps. „Colonia Rut Wiess“ gehört zu den besten im Kölner Karneval und ist auf den Bühnen im gesamten Rheinland unterwegs. In den Farben unserer Stadt, Rut und Wiess, präsentieren sie Tänze mit Akrobatik, Figuren, Hebungen und einer eindrucksvollen Choreographie. Im Rosenmontagszug wie im Nippeser Dienstagszug sind die Schlenderhaner Lumpe traditionell in ihren Lumpenkostümen dabei!

Gegründet: 1963 · Präsident: Hellmut Schramm · www.colonia-rutwiess.de

9. Gruppe: Tanzgruppe De Heinzelmänncher zo Kölle e.V.

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Seit 20 Jahren tanzen die Jungs und Mädels der Tanzgruppe über die Bühnen Kölns. Mit ihren Tänzen zu Potpourris aus Ostermannliedern und anderen kölschen Evergreens und in ihren Kostümen lassen sie eine alte kölsche Sage, nämlich die der Heinzelmännchen, wieder lebendig werden. Und das Schöne ist, auch wenn man nicht perfekt tanzen kann, darf man aktives Vereinsmitglied werden und in einer Statistenrolle auf der Bühne dabei sein. Inzwischen sind die Heinzelmänncher ein fester Bestandteil des kölschen Fasteleers und kooperieren mit der KKG „Mer han uns jefunge“. Echte Nachwuchsarbeit leisten sie mit ihren Heinzelpänz, der Kindertanzgruppe, die stets die Herzen der Zuschauer erobern.

Gegründet: 1999 · Präsident: Frank Sulkowski · www.heinzelmaenncher.de

10. Gruppe: Große Kölner K.G. e.V. 1882

Jeck und jung sind die U30-jährigen in der Großen Kölner und dürfen in der Familiengesellschaft den Karneval aktiv mitgestalten. So zählt die Organisation der Karnevalsparty „Sweet Fastelovend“ im Gloria-Theater zu ihren Aufgaben und unterstützen sie als Ratsdiener, Herolde oder Pagen die Sitzungen der KG. Auch in den anderen vier Jahreszeiten wird einiges geboten: Vom Drachenbootrennen über eine Teilnahme bei den GAG-Hammerspielen oder dem gemeinsamen Lauferlebnis beim RheinEnergieMarathon – Action und Spaß wird bei der Großen Kölner großgeschrieben. Das Schönste aber ist der Rosenmontag: Hier können die Jungen als Wagenbegleiter Zochluft schnuppern und mit den anderen Großen Kölnern im traditionsreichen roten Frack und dem stolzen Reiterkorps zur Musik durch die Straßen ziehen. Besonders beliebt ist der zweite Festwagen, weil auf seinen LED-Wänden die neuesten Videos der Kölner Musikgruppen mit ihren aktuellen Hits zu sehen und zu hören sind.

Gegründet: 1882 · Präsident: Stefan Bescheid · www.grossekoelner.de

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11. Gruppe: Große K.G. Närrische Insulaner Köln e.V. 1927

Das grün-weiße Schalksnarrenkostüm ist das Markenzeichen der sympathischen Familiengesellschaft, die vor über 70 Jahren von ein paar jecken jungen Männern in Mauenheim gegründet wurde. Seitdem feiern sie miteinander und für andere Fastelovend unter dem Motto: „Maach d’r Freud su lang et geiht, denn et doht kein Iwigkeit!“ Neben Mädchen- und Kostümsitzung haben sie in dieser Session auch einen Rheinischen Nachmittag für die Bewohner des Elternheims der Synagogen-Gemeinde Köln veranstaltet, die größtenteils aus der ehemaligen Sowjetunion stammen und nur Russisch sprechen, und wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, dass Karneval ein Fest für alle – unabhängig von Alter, Nationalität und Konfession – ist!

Gegründet: 1927 · Präsident: Wolfgang Pauker  · www.närrische-insulaner.de

12. Gruppe: Altstädter Köln 1922 e.V.

Zu den schönsten Plätzen in Köln gehört der Alter Markt, auf dem die Menschen im Sommer draußen vor den Kneipen sitzen, einer der stimmungsvollsten Weihnachtsmärkte im Dezember ein Publikumsmagnet ist, an Weiberfastnacht von den Altstädtern der Straßenkarneval eröffnet wird und über den der Rosenmontagszug zieht. Und hier am „Aldermaat“ gegenüber vom Rathaus ist das Traditionskorps der Altstädter auch zu Hause: Geschäftsstelle, Kleiderkammer, Archiv und das Casino sind hier beheimatet, sodass die Mitglieder gemäß ihrem Leitspruch „En Fründschaff zesamme“ dort regelmäßig bei Korpstreffen und Stammtischen zusammenkommen. An Rosenmontag tauchen Pferdegespanne, große Festwagen, Standarten und Fahnen und eine schier nicht enden wollende Zahl von gut gelaunten und teils musizierenden Altstädtern diesen Streckenabschnitt des Zuges mit ihren Farben Grün und Rot in ein eigenes Licht. Ihr Publikum begeistern sie bei ihrem grün-roten Heimspiel mit großen Mengen an Wurfmaterial. „Die Hüsjer bunt om Aldermaat“, das bekannte Lied des Komponisten Gerd Jussenhoven und des Textschreibers Jupp Schlösser ist bis heute fester Bestandteil des Altstädter-Mariechen-Tanzes und wird im Zoch vom eigenen Regimentsspielmannszug gespielt.

Gegründet: 1922 · Präsident: Hans Kölschbach  · www.altstaedter.de

13. Gruppe: „Lyskircher Junge“, Gesellschaft zur Pflege Kölner Mund- und Eigenart gegr. 1930 e.V.

Für die Gesellschaft zur Pflege der Kölner Mund- und Eigenart hat die Kinder und Jugendarbeit seit Langem einen hohen Stellenwert. Seit über 65 Jahren stellen die Lyskircher die Zugbegleiter bei den Schullzöch, unterstützen die teilnehmenden Schulen und engagieren sich darüber hinaus bei der Sitzung der Kölner Schulen. In der KG selbst wird bei vielen Kindern die Liebe zum Fastelovend mit der Kindertanzgruppe, den Hellige Pänz, geweckt. Im Jugendalter können sie dann nahtlos bei den Goldenen Lyskircher Hellige Knäächte un Mägde weitertanzen und aktive Mitglieder bei den Lyskircher Junge werden. 

Gegründet: 1930 · Präsident und 1. Kommandant: Ewald Kappes · www.lyskircher-junge.de

14. Gruppe: Große Mülheimer K.G. e.V. gegr. 1903

Unter dem Motto „Spaß haben, das ganze Jahr!“ trifft sich die Familiengesellschaft nicht nur in der fünften Jahreszeit, sondern auch über das Jahr hinweg. Ob beim monatlichen Stammtisch, bei den Golf Open, der Herrentour, dem Winzerfest oder dem Schützenschie.en, bei der G.M.K.G., wie die rechtsrheinische KG kurz genannt wird, verbringen Jung und Alt ihre Freizeit gemeinsam. Zur G.M.K.G.-Familie gehören die kleinen und großen Rheinmatrosen, die mit eindrucksvollen akrobatischen Einlagen und besonderen Wurffiguren die Sitzungsbesucher in Köln und im Kölner Umland immer wieder begeistern.

Gegründet: 1903 · Präsident und 1. Vorsitzender: Hans Wirtz · www.gmkg.de

15. Gruppe: Kölnische Karnevals-Gesellschaft von 1945 e.V.

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Seit mehr als sieben Jahrzehnten ist die große Familiengesellschaft mit dem lebensfrohen und übermütigen Harlekin als Symbolfigur ein Stück Kölner Geschichte: Inmitten der Kriegstrümmer 1945 entstanden,  dokumentierte sie damals mit dem Motto „Et muss widder jet ze laache jevve!“ den Überlebenswillen und die unerschütterliche Lebensfreude der Kölner. Damit war der Grundstein zu dem gelegt, was die Jecken heute noch verbindet – Familie, Freundschaft und Freude am Feiern. Bei allem „Spaß an d’r Freud“ lässt die Kölnische stets auch andere Menschen daran teilhaben. So lädt sie jedes Jahr Kinder und ihr alleinerziehendes Elternteil ein, den Sitzungskarneval auf ihrer Familije-Sitzung kennenzulernen. Zur Musik der Guggemusig Seifesüder tanzt im Zoch ihre charmante Tanzgruppe, die Cheerleader des 1. FC Köln.

Gegründet: 1945  · Präsident: Dr. Johannes Kaußen · www.koelnische.de

16. Gruppe: Traditionstanzgruppe Hellige Knäächte un Mägde e.V. (rote)

Von Anfang an im Rosenmontagszug mitzugehen, können sich nur wenige rühmen. Die Traditionstanzgruppe der Hellige Knäächte un Mägde mit den historischen Trachten in den Farben Rot, Weiß und Schwarz ist seit 1823 dabei. Nachwuchssorgen gibt es hier keine, denn die Kinder- und Jugendtanzgruppe wie auch die großen Knäächte und Mägde sind sehr beliebt. Mit ihrem Programm aus Evergreens, kölschklassischen und Musicalmelodien und der Verbindung von traditionellen und modernen Elementen aus Tanz, Folklore, Theater, Gesang und Show sind sie auf allen Bühnen gern gesehene Gäste. Höhepunkte in jeder Session sind der Kostümball Hellig Jeck im Wartesaal am Dom und natürlich der Rosenmontagszug.

Gegründet: 1823  · 1. Vorsitzender: Thomas Andersson 

www.hkm-ev.de

17. Gruppe: Kölner Husaren-Korps von 1972 e.V.

„Kölsche Fastelovendssitzung för ärm Lück“ feiert in dieser Session ein echt kölsches Jubiläum. Seit  11 Jahre gibt es die bundesweit einmalige Karnevalssitzung in der Wolkenburg für Obdachlose und sozial schwache Mitbürger, die das Damenkorps der Husaren – übrigens das einzige uniformierte innerhalb der Kölner Korpsgesellschaften – inzwischen zum 8. Mal organisiert. Das ist eine besondere Form der Inklusion, denn so können auch Menschen, die es sich sonst nicht leisten können, eine echt kölsche Karnevalssitzung besuchen und bekommen dazu noch ein kostenfreies warmes Mittagessen, Kaffee und Softgetränke. Die Damen feiern gleich mit, denn das Damenkorps besteht seit 20 Jahren! Jecker Höhepunkt ist der Rosenmontagszug.  

Hier begrüßt Bernd Lindemeyer, der neue Präsident von Kölns kleinstem Korps, Jupp Menth „Ne kölsche Schutzmann“, der den Husaren in ganz besonderer Weise zugetan ist und deren soziales Engagement unterstützt.

Gegründet: 1972 · Präsident: Peter Neukirchen ·  www.koelnerhusaren.de

18. Gruppe: KKG Alt-Lindenthal e.V. 1967

1967 aus einem Sparverein entstanden, feiert die KKG Alt-Lindenthal in dieser Session ihr 50-jähriges Bestehen. Begonnen hat diese besondere Session mit einem Dankgottesdienst in St. Stephan und einer Feier im Gründungslokal der Gesellschaft sowie einem Abend auf der MS Rhein-Energie, bei dem der Geschichte der Gesellschaft gedacht wurde. „Pänz“ stehen bei den Lindenthaler Jecken auch in dieser Session wieder im Mittelpunkt, so feiern sie inzwischen das 47. Kinderkostümfest und arbeiten eng mit den Lucky Kids, dem Kinderchor der Rheinischen Musikschule, zusammen. Nach über 50 Jahren, einem Dreigestirn und unzähligen Rosenmontagszügen schaut die KKG Alt-Lindenthal mit Freude und Zuversicht in die Zukunft.

Gegründet: 1976 · Präsident: Carl Hagemann · www.koelner-karnevalalt-lindenthal.de

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19. Gruppe: Kölner K.G. „Fidele Zunftbrüder“ von 1919 e.V.

An den Schusterjungenkostümen werden die Fidelen Zunftbrüder im Rosenmontagszug sofort erkannt. Damit erinnert die KG, die aus einem Stammtisch von Handwerkern und Kaufleuten hervorgegangen ist, an ihre erste Tanzgruppe, die Schusterjunge, die nur aus Männern bestand. Das ist lange Vergangenheit, bei den Zunft-Müüs sind rund 40 Tänzerinnen und Tänzer dabei und sie faszinieren jedes Publikum mit ihren akrobatischen Hebungen und Würfen.

Gegründet: 1919 · 1. Vorsitzender: Theo Schäfges · www.fidelezunftbrueder.de

20. Gruppe: Große K.G. „Frohsinn“ Köln vun 1919 e.V.

Kurz nach dem Ersten Weltkrieg entschlossen sich die Mitglieder eines Wandervereins namens „Frohsinn“, in den Karneval zu wandern, und gründeten eine Karnevalsgesellschaft. Ihr erster Präsident, Rudolf Jacquemin, hat voller Optimismus und mit einem echt kölschen Herz die Gesellschaft aufgebaut, über den Zweiten Weltkrieg gerettet und war 42 Jahre lang einer der kölschesten Präsidenten im Fastelovend. Um Frohsinn auch Bürgern mit einem geringen Einkommen zu vermitteln, hat er die Rentner- oder später Volkssitzungen und die Sitzungen für Erwerbslose eingeführt. Dies wurde zum Vorbild für die Altensitzungen vieler Kölner Gesellschaften. Im Rosenmontagszug sind die Jecken alle zwei Jahre dabei, die Musik dazu spielt die Stadtkapelle Glückstadt.

Gegründet: 1919 · 1. Vorsitzender: Michael Schmitz · www.kgfrohsinn.de

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21. Gruppe: Große Dünnwalder K.G. 1927 e.V. (Fidele Jonge)

Beim Orden der Dünnwälder KG steht sogar der Hoppeditz „op demKopp“ – das ist ihr Maskottchen, ein Funk mit goldenen Sporen und Kölner Stadtwappen auf einem geflügelten Steckenpferd. Damit hat der Orden einen Platz sicher im „Hoppeditz-Hüsje“, dem ältesten Kölner Karnevalsmuseum. Im Fastelovend ihres Veedel ist die KG fest verankert und organisiert für die Schulen, Vereine, Stammtische und Straßengemeinschaften den dortigen Veedelszoch und viele Veranstaltungen. Am Rosenmontag aber kommt die Herrengesellschaft zusammen mit ihrer Jugendgruppe, den „Fidelen Wildwützjer“, die in dieser Session ihr Elfjähriges feiern, über den Rhein.

Gegründet: 1927 · Präsident: Wilfried Wingensiefen ·  www.fidele-jonge.de

22. Gruppe: K.G. Sr. Tollität Luftflotte e.V. 1926

Als Persiflage auf den militärischen Flugverkehr am früheren Flugplatz Butzweilerhof gegründet, ist das Markenzeichen der KG die „Do-Jeck“, eine Nachbildung des legendären Flugbootes Do-X, die bei allen Sitzungen von der Decke herabhängt und die Propeller anschmeißt und sämtliche Orden, Pins sowie den Bus des Tanzkorps ziert. Zum Fliegen hat auch das Tanzkorps einen Bezug, wenn man an die atemberaubenden akrobatischen Einlagen der Stewardessen und Stewards – wie die Tänzer genannt werden – denkt.

Gegründet: 1926 ·  Präsident und 1. Vorsitzender: Harald Kloiber · www.luftflotte.de

23. Gruppe: 1. Kleine K. G. „Löstige Innenstädter“ von 1980 e.V

Hier ist nichts von Griesgram und Muckertum zu spüren! Von Anfang an wollte man eine fröhliche Karnevalsgesellschaft und augenzwinkernde Verballhornung der großen Gesellschaften sein und das ist bis heute so geblieben. Deshalb haben die Löstigen Innenstädter zwar einen Senatspräsidenten, aber keinen Senat, einen Präsidenten des großen Rats, aber keinen großen Rat, und ist hier jedes Mitglied Ratsherr und Senator. Als die großen KGs 1980 noch in Smoking und Abendkleid feierten, kamen damals die knatschverdötschten Gäste zur Familien- Prunksitzung schon im Kostüm. Zu den Höhepunkten der jährlichen Familiensitzung zählt der Auftritt der Cremeschnittchen, des wunderbaren Männerballetts, das von Biggi Fahnenschreiber, der „Mutter der Mariechen“, trainiert wird.

Gegründet: 1980 ·  Präsident und 1. Vorsitzender: Michael Jung · www.schael-sick.de

24. Gruppe: Deutzer K.G. „Schäl Sick“ vun 1952 e.V.

Die blau-roten Clownskostüme sind das Markenzeichen der Familiengesellschaft von der Schäl Sick. Für sie steht „gemeinsam Karneval feiern und das ganze Jahr zusammen Spaß haben“ an vorderster Stelle. Dabei wird keiner vergessen: Im Veedel eröffnet die KG jedes Jahr an Weiberfastnacht mit der IG Deutzer Dienstagszug vor dem Düxer Dom den Straßenkarneval, feiert mit den Pänz auf der Kindersitzung im Deutzer Bürgerzentrum, mit den Senioren im städtischen Seniorenzentrum und mit allen anderen Jecken auf ihren Sitzungen und der legendären Karnevalsparty „Rocking Pappnas.

Gegründet: 1952 · Präsident: Dr. Heinz Peter Schnepf · www.schael-sick.de

25. Gruppe: KG Original Kölsche Domputzer von 1979 e.V.

Gegründet: 1979 ·  1. Vorsitzender: Franz Theißen ·  www.domputzer.de

26. Gruppe: Grosse Braunsfelder Karnevalsgesellschaft von 1976 e.V.

Mitglieder von Jung bis Alt und das über die Stadtgrenzen hinaus, ausverkaufte Veranstaltungen, 8.000 Gäste – da kann die Braunsfelder Frackgesellschaft, die aus einem Sparverein entstanden ist und gerade ihr 40-jähriges Jubiläum gefeiert hat, stolz sein. „Raderdoll“ ist sie nicht nur an Weiberfastnacht beim „Ball der Bälle“, sondern das ganze Jahr über. Mit zahlreichen Veranstaltungen in allen fünf Jahreszeiten bietet sie ihren Mitgliedern viele Möglichkeiten des Zusammentreffens. Darüber hinaus bereichern auch die Gruppierungen innerhalb der KG wie der Senat, der Große Rat oder die Jugend „als Verein im Verein“ mit eigenen Aktivitäten das Gesellschaftsleben. Aushängeschild der Gesellschaft sind die Kölner Rheinveilchen, die sich mit ihrer Kinder- und Jugendtanzgruppe „De Pänz vum Rhing“ als eine Tanzgruppe für die ganze Familie verstehen.

Gegründet: 1976 ·  Präsident und 1. Vorsitzender: Rainer Tuchscherer · www.grossebraunsfelder.de

27. Gruppe: Treuer Husar Blau-Gelb von 1924 e.V. Köln

„Es war einmal ein treuer Husar …“ und vieles mehr spielt der vereinseigene Musikzug, den die „Gele Rijders“ aus Maastricht musikalisch unterstützen. Dass dieser Evergreen des Kölner Karnevals eigens von Heinrich Franzen für das stolze Traditionskorps in den traditionsreichen blau-gelben Husarenuniformen komponiert worden ist (sein Sohn Jupp schrieb später den heute geläufigen Text dazu), weiß heute kaum einer. 1925 von Veteranen eines Husarenregiments aus dem Ersten Weltkrieg gegründet, haben sie wieder eine erfolgreiche Session gehabt. Bei „Loss se kumme – neue Lück op de Bühn“ konnten sie erneut viele Nachwuchskünstler begrüßen und bei der Nostalgiesitzung „Karneval Anno dazomal“ präsentieren! Im Rosenmontagszug zeigt sich das Korps mit einer großen Gruppe. Besonders stolz sind sie auf ihren Festwagen der eine Hommage an all die Funken, Gardisten und Stadtsoldaten, die zu jener Zeit die Traditionen des Kölner Karnevals pflegen und die Stadtgesellschaft tragen. 

Gegründet: 1925 ·  Präsident: Markus Simonian · www.treuerhusar.de

28. a Gruppe: Kölner Ratsbläser

Musikalisch begleitet wird der Präsident des Festkomitees von den Kölner Ratsbläsern. Diese kölschen Jungs führen die Tradition der historischen Ratsbläser fort, die früher zu Messen vor der Ratssitzung und Veranstaltungen des Rats musizierten. Die Bläser in den historischen Kostümen haben schon vom Balkon der Severinstorburg den Zoch eröffnet und begeistern nun mit schmissiger Blasmusik.

Gegründet: 1954 · www.ratsblaeser.de

28. b. Gruppe: Standartenreiter

Mit ihren bunten Standarten bilden die Reiter eine eindrucksvolle Vorhut für den Wagen des obersten Repräsentanten im Kölner Karneval. Den Festkomitee-Präsidenten kündigen stets die Vertreter der verschiedenen Reitergruppen im Kölner Karneval an, die an anderen Stellen im Zoch mitziehen.

29. Gruppe: KKG „Mer Blieve Zesamme“ e.V. von 1937

Wenn Familien auf mehrere Generationen bei einer Karnevalsgesellschaft zurückblicken können, muss diese eine erfolgreiche Vereinsarbeit machen. Das ist bei der Familiengesellschaft so, deren Name seit über 80 Jahren Programm ist. Als sich nämlich 1937 nach einem „Knatsch“ in der Mutter aller Karnevalsgesellschaften einige Mitglieder aus dieser verabschiedeten, versprachen sie einander „Mer blieve zesamme“. Damit war zugleich der Name für eine neue KG gefunden. Diese hält bis heute eng zusammen, feiert mit jungen wie alten Jecken gemeinsam Karneval und trifft sich auch das ganze Jahr über zu gemeinsamen Aktivitäten. In jeder Session stehen eine Prunk und eine Mädchersitzung im närrischen Festkalender, bei denen stets De Pänz us dem ahle Kölle ihre fröhlichen und spielerischen Tänze zeigen. Für diese Jugendtanzgruppe, die ihr Bühnenprogramm eigenständig in urkölscher Ton und Mundart moderiert, hat die KG die Schirmherrschaft übernommen.

Gegründet: 1937 ·  Präsident: Dr. Veit Wasserfuhr · www.karnevalsgesellschaft-mbz.de

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30. Gruppe: Wagenpreisträger der Schull- un Veedelszöch

Man darf gespannt sein, wen die Jury als Gruppe mit dem besten Wagen prämiert. Der Gewinner darf jedenfalls zur Belohnung ein zweites Mal im Rosenmontagszug mitgehen. Gruno‘s Postharmonie Groningen gratuliert mit Musik zum 1. Preis!

31. Gruppe: K.G. Müllemer Junge Alt Mülheim e.V. 1951

Angefangen hat alles mit den Juniörchen, die 1988 für die heranwachsenden Pänz gegründet wurden. Deren Megasitzung Jnadenlos Jeck mit bis zu 2.000 Gästen ist allerdings schon lange keine reine Jugendsitzung mehr, weil die Gäste der ersten Stunde angesichts des einzigartigen Sitzungsformats immer noch gerne kommen. Aus vielen Juniörchen sind inzwischen gestandene jecke Funktionäre geworden, die sich in den KG-Vorständen und für das kölsche Brauchtum engagieren. Deshalb gibt es jetzt noch eine neue Abteilung: Für die 30 Pänz zwischen wenigen Wochen und 16 Jahren (Kinder können seit über zehn Jahren von ihrer Geburt an Mitglieder in der KG werden) wurden die „MJ-Pänz“ gegründet. Auch sie sind schon aktiv: Die Größeren von ihnen werden auf der KinderSitzung vor rund 1.200 Pänz kölsche Lieder singen und sind im übergroßen Kinderelferrat mit besonderer Mötz und jeckem Outfit vertreten. Eingeladen werden dank der langjährigen Kooperation mit der Cöllnischen Stiftung „einfach ein Lächeln schenken …“ wieder Pänz mit Behinderung und aus benachteiligten Familien. Auch im Rosenmontagszug sind junge Menschen mit Handicap dabei.  

Gegründet: 1951 · Präsident: Siegfried Schaarschmidt · www.muellemerjunge.de

32. Gruppe: Kölner Karnevalsverein „UNGER UNS“ von 1948 e.V.

Damit der Dom uns bleibt braucht es viele Spender und einer davon ist der Familienverein mit der Symbolfigur Till auf der Plagge (Fahne). Seit sieben Jahren setzt sich UNGER UNS für den Erhalt des Doms ein und eröffnet die Session traditionell mit einer Party zugunsten des Zentral-Dombau-Vereins. Derzeit übernehmen sie die Patenschaft für die Restaurierung einer über 10,5 m hohen Fiale des Südquerhauses. Der Karnevals-Verein ist dem Zentral-Dombau-Vereins seit langem eng verbunden.  So wurde unter anderem die Wiederherstellung und Restaurierung einer der vier Bahnen des Adamfensters und die Restaurierung der großen Gewändefigur des hl. Papstes Leo d. Großen von dem Verein finanziert. In der Familiengesellschaft feiern bis heute echte Kölsche und Imis, Jung und Alt gemeinsam Fastelovend und legen dabei viel Wert auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. So dürfen die Mitglieder der „JU UNGER UNS“ im JU-Elferrat auf der Kostümsitzung, als Herolde auf den „UNGER UNS“-Sitzungen dabei sein und ziehen im Zoch als Kamellemädche bzw. -junge mit.

Gegründet: 1948 · Präsident und Vorsitzender: Udo Beyers ·  www.ungeruns.de

33. Gruppe: Große K.G. Greesberger e.V. Köln von 1852

1852 wurde sie von Kappesboore aus dem Norden Kölns, den Eigelsteiner „Greesbergern“, gegründet. Das war damals die einflussreichste der fünf Bauernbänke im alten Köln, die nach dem Griesberg, den sandig-kiesigen Stellen auf den Äckern vor den Stadttoren, benannt war. Als drittälteste Karnevalsgesellschaft haben die Greesberger immer wieder neue Elemente in den Fasteleer eingeführt, die von den klassischen Formaten abweichen: So durften im 19. Jahrhundert an ihren Sitzungen Damen teilnehmen, organisierten sie 1949 den ersten „kölschen Hausfrauen-Nachmittag“, der Ursprung aller Damen- und Mädchensitzungen, und verlegten den Luna-Ball auf’s Rheinschiff. Im Zoch werden die Fußgruppe, die beiden Tanzgruppen und das Reiterkorps mitgehen.

Gegründet: 1852 ·  Präsident: Markus Otrzonsek · www.greesberger.de

34. Gruppe: Kölner K.G. Blomekörfge 1867 e.V.

Kölns fünft Älteste Karnevalsgesellschaft und eine der ältesten Familiengesellschaften erfreut sich nach 150 Jahren noch immer großer Beliebtheit. Das liegt nicht nur an den moderaten Mitgliedsbeiträgen und der erfolgreichen Aktion „(Junge) Jecke gesucht“, bei der man die Aufnahmegebühr spart und drei Jahre lang nur den halben Beitrag zahlt, sondern auch an der angenehmen familiären Atmosphäre. Schon immer hat man beim Blomekörfge Tradition und Zeitgeist vereint, auf die Interessen von Jung und Alt geachtet und viel für den Zusammenhalt der Mitglieder auch außerhalb der fünften Jahreszeit getan. Aus einem Gesangsverein mit karnevalistischen Aktivitäten entstanden sie 1867 als Karnevalsgesellschaft urkundlich eingetragen, war für die KG von Anfang an die Gleichberechtigung von Frauen eine Selbstverständlichkeit. Als noch keiner den Begriff „Gender-Mainstreaming“ kannte und Frauen in den Karnevalsgesellschaften allenfalls schmückendes Beiwerk waren, hat „Et Blomekörfge” Frauen als Mitglieder aufgenommen und ihnen das gleiche Wahlrecht wie den Männern zugesprochen. Krönender Abschluss ist der Rosenmontagszug, an dem „Et Blomekörfge” mit Festwagen und einer großen farbenprächtigen Fußgruppe teilnimmt. Mit dabei wird wieder Hannelore Kraft sein, die Ministerpräsidentin von NRW, die seit 2014 Ehrenmitglied ist.

Gegründet: 1867 ·  Präsident: Reinhold Masson · www.blomekoerfge.de

35. Gruppe: KG „Die Isenburger“ Köln-Holweide 1974 e.V.

4 x 11 Jahre hat es gedauert, bis die Holweider Familiengesellschaft zum ersten Mal am Rosenmontagszug teilnahm. In der alten Wasserburg feiern sie ein Kinderkostümfest und mit anderen ortsansässigen Vereinen wird am Sonntag vor Weiberfastnacht einen „Joddesdeens op Kölsch“ mit anschließendem musikalischen Frühschoppen im Vorhof der Kirche veranstaltet. Und sie gehen auch im Veedelszoch mit. Aushängeschild der jung gebliebenen Familiengesellschaft ist ihre Tanzgruppe „Isenburger Mädcher un Junge“, die jetzt schon in der fünften Session im Fastelovend tanzt.

Gegründet: 1974 ·  Präsident und 1. Vorsitzender: Werner Friedmann · www.kg-die-isenburger.de

36. Gruppe: Kölner K.G. „Nippeser Bürgerwehr“ 1903 e.V.

Inmitten des Meers in Orange-Weiß fährt hdoch auf dem Wagen Michael Gerhold mit, der sich die Devise seines Traditionskorps „Wir leben Karneval“ sehr zu Herzen genommen hat. Nach seiner aufregenden Dreigestirnssession hat er jetzt direkt die nächste große Aufgabe übernommen und ist neuer Präsident der Nippeser Bürgerwehr. Ihm zur Seite stehen Dr. Tim Lopez als Geschäftsführer und Martin Rosner als Schatzmeister. Wie alle Appelsinefunke sind sie stolz darauf, als einziges Traditionskorps ihr Veedel im Namen zu tragen. Mit diesem ist man eng verbunden:  Von der Sessionseröffnung am Eigenstein mit anschließendem Fackelzug zum Golde Kappes über die Straßensitzung an Weiberfastnacht und den großen Dienstagszug bis hin zum Bürgerfest im Mai wird mit den Nippeser Bürgerinnen und Bürgern gefeiert. Diese Verbundenheit wird auch im Rosenmontagszug zu hören sein, wenn der vereinseigene Stabsmusikzug – der Allgemeine Schützentambourcorps Köln-Stammheim und die Musikfreunde Köln-Nippes – den Appelsinefunkemarsch „Loss mer jet no Neppes jon!“ spielen.

Gegründet: 1903 ·  Präsident: Michael Gerhold · www.nippeserbuergerwehr.de

37. Gruppe: Große Allgemeine KG von 1900 Köln e.V.

Die Große Allgemeine KG ist eine der großen Familiengesellschaften im Kölner Karneval mit mehr als 300 Mitgliedern im Alter zwischen einem und 90 Jahren. Schon  drei- bis fünfjährige Mädchen begeistern in der Kinder- und Jugendtanzgruppe „Flöhe“ das Publikum und sind die Jugendlichen über die Gemeinschaft der GA Tills verbunden, wo sie im Karneval die Sitzungen als lebendes Bühnenbild bereichern und das ganze Jahr über in der Freizeit viel zusammen unternehmen. Über zehn Jahre ist der „Ambulante Karnevals-Dienst“, kurz AKD genannt, unterwegs, der unter dem Motto „Wir sind Jeck für’n guten Zweck“ mit einem eigenen Programm zu Alten, Kranken, vor allem auch Demenzkranken, in Altersheime, Hospize und sogenannte geschlossene  Abteilungen geht und den Karneval ins Haus bringt.

Gegründet: 1900 · Präsident und 1. Vorsitzender: Kurt Niehaus · www.grosseallgemeine.de

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38. Gruppe: KG Kölsche Narren Gilde von 1967 e.V.

„Et Levve es schön, kölsch et Hätz un kölsch de Tön“, unter diesem Motto feiern die Mitglieder der Familiengesellschaft seit über 50 Jahren gemeinsam Karneval. Dabei ist es ihnen ein wichtiges Anliegen, ältere und kranke Menschen an ihrer Freude am Karneval teilhaben zu lassen, weshalb sie neben Herrenkommers, Mädchen- und Kostümsitzung auch traditionell eine Seniorensitzung in den Riehler Heimstätten veranstalten. Besonders stolz ist die KG auf ihre neue Tanzgruppe „Kölsche Stäänefleejer“. Wie sehr der Kölschen Narren Gilde Pänz und Jugend am Herzen liegen, zeigt ihr Engagement gemeinsam mit drei weiteren Gesellschaften für die Organisation und Durchführung der Jugendsitzung „Tärää“ am Karnevalssonntag im Tanzbrunnen. Im Rosenmontagszug ziehen alle mit und so gehört die Kölsche Narren Gilde zu den größten Gruppen im Zoch. 

Gegründet: 1967 ·  Präsident: Helmut Kopp · www.koelschenarrengilde.de

39. Gruppe: Goldene Jungs e.V.

Mit 19 Jahren gehört die Gruppe mit den Jungs in den auffallend goldenen Kostümen noch eher zur jungen Generation im Karneval. Schnell haben sich die Geschäftsleute und Medienschaffenden durch ihr großes soziales Engagement für Pänz aus sozial schwachen Verhältnissen in allen fünf Jahreszeiten einen Namen gemacht. So haben sie im vergangenen Jahr im Rahmen der Aktion „Ranzen für Pänz“ Paten für 1.111 Ranzen für benachteiligte Kinder im Raum Köln gefunden und das Lindgrenhaus der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim unterstützt, das Kindern und Jugendlichen, die einer akuten Gefährdung ausgesetzt sind, einen sicheren Ort bietet. Zur jecken Jahreszeit heißt es jedoch „Wir sind nur ein Karnevalsverein!“ und es wird gefeiert – sei es bei den eigenen Partys wie der „Kamellebud“ an Wieverfastelovend, dem legendären „Joldfever“ am Karnevalssamstag oder auf der eigenen Joldbühne direkt am Zochweg an der IHK am Rosenmontag.

Gegründet: 2000 ·  Vorstandsvorsitzender: Marco Pütz · www.goldenejungs.de

40. Gruppe: Kölsche Huhadel e.V.

Die Jecken dieses kölschen Veedelsvereins aus der Südstadt haben in der letzten Session vor Freude ganz viel getanzt, denn sie sind ein ordentliches Mitglied beim Festkomitee Kölner Karneval. Ob Sternmarsch oder Schull- un Veedelszöch, stets begeistern die vereinseigenen Musiker mit ihren kölschen Medleys das Publikum. Im Rosenmontagszug tanzt dazu die Tanzgruppe „Flamme vom Rhing“.

Gegründet: 1956 ·  Präsident: Franz Gärtner · www.koelschehuhadel.de

41. Gruppe: Pänz vun d’r Päädsbahn 1956e.V

Die alte Pferdebahn (kölsch: Päädsbahn) ist Namensgeber für die Jecken, die in historischen blau-roten Schaffneruniformen und einem Festwagen in Form der alten Päädsbahn im Rosenmontagszug mitgehen. 1956 haben sie sich aus Betriebssportgemeinschaft, Orchester und Männerchor der KVB zusammengeschlossen, um den KVB-Karneval zu organisieren. Gemeinsam feiern alle auf der jährlichen Sitzung und im Zoch, in dem auch Bewohner des Behindertenzentrums Dr. Dormagen- Guffanti die Kamellebüggel mitziehen. Mit dem Longericher Haus ist die KG seit vielen Jahren in Freundschaft verbunden, hier werden u. a. die Kamellebüggel gepackt.

Gegründet: 1956 ·  Präsident: Franz Gärtner · www.Paenz1956.de

42. Gruppe: Tanzcorps Agrippina Colonia

Mit dem Tanz „Kölsche Jeföhl“ sind sie in ihre dritte Session gestartet und zwar als Ehrentanzkorps der K.G. Kölsche Figaros e. V. von 1950. Für die Familiengesellschaft war das eine Premiere, ist die Agrippina Colonia doch nach über 65 Jahren ihr erstes Tanzkorps. Das aber kann sich sehen lassen. Fliegende Beine, tolle Würfe und spektakuläre Hebungen gehören zum Programm, denn hier wirbeln erfahrene Tänzerinnen und Tänzer, die bereits in anderen Vereinen Bühnen und Tanzerfahrung sammeln konnten, über die Bühne.

Gegründet: 1927 · Präsident: Rudi Schetzke · www.koelschegrielaecher.de

43. Gruppe: K.G. Kölsche Grielächer vun 1927 e.V.

Ihre „blau-grönen“ Uniformen und die Marketenderin, das Schmuckstück des Elferrates, erinnern noch an die Herkunft der Gesellschaft: 1927 wurden die „Kölsche Grenadeere blau-grön“  gegründet, um in den Zeiten der Wirtschaftskrise ein wenig Freude und Fröhlichkeit zu bringen, musste sich aber nach dem Zweiten Weltkrieg auf Wunsch der Besatzungsmächte einen weniger militärisch klingenden Namen suchen. So entstand die staatse Herrengesellschaft mit dem schönen kölschen Namen „Grielächer“, was man mit „verschmitzt lächender Spötter“ übersetzen kann. Wie bei einer echten Familiengesellschaft sind die Damen in fast alle Veranstaltungen mit einbezogen – einzige Ausnahme ist der Herrenfrühschoppen. Musikalisch wird die KG im Zug von den Neppeser Naaksühlen begleitet.

Gegründet: 1927 · Präsident: Rudi Schetzke · www.koelschegrielaecher.de

44. a Gruppe: Das Kölner Kinderdreigestirn

Kinderprinz Linus I. (Bayartz), Kinderbauer Adrian (Franke) und Kinderjungfrau Philippa (Holtmann) regieren in dieser Session als Kölner Kinderdreigestirn den Karneval der kölschen Pänz. Sie haben sich das Sessionsmotto zu Herzen genommen und schon bei der Proklamation verkündet: „Bei uns Pänz spillt Sproch überhaupt keine Rolle. Jeder darf mitspille …!“  An Rosenmontag geht für die Drei eine wunderbare Session zu Ende, wo sie alleine oder mit dem großen Dreigestirn viele schöne Sachen erlebt haben. Ein letztes Mal ziehen sie an Karnevalsdienstag im Ehrenfelder Veedelszoch mit. Für Bauer Adrian ist das nichts Neues, er hat in der Gruppe der „K.G. BarbarAnniter“ (sein Opa ist hier Präsident) bereits mehrfach daran teilgenommen. Selbst ist er Mitglied der Bürgergarde blau-gold von 1904 e.V. und hatte bei deren Tanzmäusen das Kommando. Nach der Session werden auch Prinz Linus und Jungfrau Philippa wieder mehr Zeit für ihre sportlichen Hobbys haben.

44. b Gruppe: Bürgergarde „blau-gold“ von 1904 e.V.

„Blau-gold“, die Stadtfarben Ehrenfelds, verweisen auf die Anfänge des Traditionskorps, das aus dem Zusammenschluss einiger Ehrenfelder Komiteegesellschaften hervorgegangen ist und heute aus dem kölschen Fastelovend nicht mehr wegzudenken ist. Mit dabei sind natürlich auch die „Tanzmäuse“, die Kindertanzgruppe der Bürgergarde. Sie sind wie die kleinen Pagen und Gardisten in „blau-goldenen“ Uniformen die jungen Botschafter der KG: Letztere begleiten seit vielen Jahren während der gesamten Session das Kölner Kinderdreigestirn, das 1965 vom Ehrenfelder Festausschuss, dem die Bürgergarde angehört, ins Leben gerufen wurde. Und im Zoch fahren Prinz, Bauer und Jungfrau des Kindertrifoliums deshalb im eigenen Wagen bei der Bürgergarde mit. Musikalisch werden alle vom Spielmannszug Tambourcorps „blau-gold“ Köln e. V., dem Regimentsmusikzug Jugend-Musikzug Köln- Holweide 1967 e. V. und den beiden Regimentsblaskapellen, dem Kölner Musikcorps Blau-Weiß Alt Lunke 1956 e. V. und dem Musikverein Jünkerath 1952, begleitet.

Gegründet: 1904 ·  Präsident und 1. Vorsitzender: Markus Wallpott · www.buergergarde.de

45. Gruppe: Colombina Colonia, 1. Kölner Damen K.G. „De kölsche Düvjer“

Kölns erste Damen Karnevalsgesellschaft in den farbenfrohen Kostümen mit bunten Federn, begleitet vom Amazonenkorps mit schwarzen Zylindern und Gehröcken auf Schimmeln und dem edlen Prunkwagen in Form einer venezianischen Gondel, bietet immer ein prachtvolles Bild im Rosenmontagszug. Die Colombina Colonia, benannt nach der bekannten Zofe und dem Sinnbild für weibliche Pfiffigkeit aus der Comedia dell’arte, haben sich der sozialen Integration und aktiven Mitarbeit von Frauen im Karneval verschrieben. Das ist längst gelungen, denn bei den „kölschen Düvjer“ gibt es einen Aufnahmestop und der Weg für weitere Damengesellschaften in der einstigen Männerdomäne Karneval ist bereitet. Nachwuchssorgen haben die Damen keine, ihre „Krabbelgruppe“ – die liebevolle Bezeichnung für die Jungcolombinen der Generation 18+ – hat in der letzten Session erfolgreich eine neue Veranstaltung, den „Venezianischen Maskenball“, ins Leben gerufen. Aber die Colombinen sind mehr als nur ein Karnevalsverein, fröhliches Feiern und soziales Engagement gehören für sie  untrennbar zusammen. So unterstützen sie mit zahlreichen Charity Aktivitäten wie Sommerfest, Benefizgala oder Weihnachtsmarkt hilfsbedürftige Frauen und Kinder in Köln.

Gegründet: 1999 · Präsidentin: Ursula Brauckmann · www.colombina-colonia-ev.de

46. Gruppe: Originalitäts-Preisträger Schull- un Veedelszöch

Hier kommt der dritte Gewinner aus den Schull- un Veedelszöch, den der Vorstand des Festkomitees auswählt: Nach der besten Fußgruppe und dem besten Wagen wird die Gruppe mit der originellsten Idee gekürt! Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um das Kostüm oder einen Wagen handelt, ausschlaggebend sind die Kreativität und die originellen Ideen.

47. Gruppe: Rheinisches Tanzcorps „Echte Fründe“

Aus einer anfänglich kleinen Gruppe ist heute ein stattliches Tanzkorps mit rund 40 aktiven und 20 passiven Mitgliedern erwachsen, dessen Tänze zu Klassikern und Medleys moderner Karnevalslieder choreografiert sind. Für den Nachwuchs ist dank des eigenen Kindertanzkorps bestens gesorgt. Eines ist bei den Großen und Kleinen auf jeder Bühne gleich und das ist auch ihr Motto: Einmarschiert wird mit dem Stück „Echte Fründe“ von den Höhnern.

Gegründet: 1997 ·  Präsident: Udo Jansen · www.echtefruende.de

48. Gruppe: K.K.G. Alt-Severin e.V. 1951

Seit über 65 Jahren feiert die Familiengesellschaft in den traditionellen Winzerkostümen echt kölschen Fastelovend. 1951 aus einer Stammtischidee im Vringsveedel entstanden, ist die KG auch in Sülz aktiv, wo sie sich zum monatlichen Stammtisch trifft und im Dienstagszug mitgeht. Begleitet wird sie stets von der Tanzgruppe „Winzer und Winzerinnen vun d‘r Bottmüll“.

Gegründet: 1951 ·  Präsident: Udo Jansen · www.altseverin.de

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49. Gruppe: Große Ehrenfelder K.G. „Rheinflotte“ e.V. 1951

Mit ihrem Tanzkorps „Rheinflotte“, das in Köln und Umgebung mit tänzerischer Hochleistung und bestechender Akrobatik das Publikum begeistert, und den „Kajüt-Müüs“, dem Kindertanzkorps für Kinder ab fünf Jahren, „danzt“ die Ehrenfelder Familiengesellschaft durch die Session. Der Rosenmontagszug ist der große Höhepunkt, nachdem man an Wieverfastelovend den Straßenkarneval in Ehrenfeld zusammen mit dem Festausschuss Ehrenfelder Karneval und anderen Gesellschaften eröffnet und die Patienten im St. Franziskus  Hospital am Karnevalsfreitag besucht hat. Beim Zoch geht es mit Schiffen, Besatzung und Musik an den Start, die gleichfalls alle beim Ehrenfelder Dienstagszug dabei sind.

Gegründet: 1951 · Präsident: Friedhelm Altenbeck · www.kg-rheinflotte.de

50. Gruppe: Löstige Paulaner Kölner K.G. von 1949 e.V.

Traditionell ziehen die Löstigen Paulaner – der Name erklärt sich aus dem Ursprung in der katholischen Pfarrgemeinde St. Paul gegenüber der Ülepooz – als Hänneschen und Bärbelchen mit der Bimmelbahn als Baggagewagen im Zoch fuhren. Seit bald sieben Jahrzehnten pflegt die Familiengesellschaft mit viel Herz die Traditionen  des Fastelovends, ist aber auch offen für Neues.

Gegründet: 1949 ·  Präsident: Thomas Heinen · www.loestige-paulaner.de

51. Gruppe: K.G. Lövenicher Neustädter

Aus dem Westen von Köln kommt die Familiengesellschaft. Sie hat sich nach einer Straßenbahnlinie benannt, welche damals die Neustädter in Lövenich mit der Stadt Köln verbinden sollte. Heute organisiert die KG vom Casino im Odemshof aus das karnevalistische Leben im Stadtteil mit und ist aus dem Fasteleer des Kölner Westens nicht mehr wegzudenken. Ob Sitzungen, Kinderfest, Kostümball oder Veedelszug mit Afterzoch-Party, alle Veranstaltungen gehören für die Jecken hier zum Karneval wie Kölsch und Alaaf. Aushängeschild der KG sind neben den „Kajüte Müsjer“,  der Kinder- und Jugendtanzgruppe, ihre „Blauen Jungs“ (und Mädels), die Tanzgruppe, die auf den Karnevalsbühnen durch flotte Tänze, tolle Hebefiguren und halsbrecherische Würfe begeistert.

Gegründet: 1903 ·  Präsident und 1. Vorsitzender: Alexander Ommer · www.loevenicher-neustaedter.de

52. Gruppe: K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V.

Zum 100-Jährigen stellten sie nicht nur ein Dreigestirn, das von Papst Johannes Paul II. in vollem Ornat zu einer Privataudienz empfangen wurde, sondern bauten auch ein großes Festzelt auf den Neumarkt und veranstalteten dort eine Volkssitzung. Das ist jetzt über 35 Jahre her und seitdem feste Tradition geworden. Während rundherum der Verkehr tobt, schunkeln, singen und feiern an zwei Tagen hintereinander jeweils 2.000 Jecken gemeinsam und erwarten traditionell am Tag nach der Prinzenproklamation das neue Dreigestirn. Seit einigen Sessionen gibt es montags eine zusätzliche Veranstaltung nur für „Wiever“ und das alles mit einem Spitzenprogramm zu moderaten Preisen, wobei die Überschüsse an die Kinderkrebsstation der Kölner Universitätsklinik gespendet werden. Brauchtum ist inzwischen die Fastelovends Matinee im Filmtheater Odeon, bei der sich Mitglieder der KG und Gäste gemeinsam einen Film anschauen und danach „schwade un verzälle“. Stets dabei sind die kleinen und großen Kölschen Harlequins.

Gegründet: 1883 ·  Präsident: Prof. Dr. Rolf-Rainer Riedel · www.alt-koellen.de

53. Gruppe: Die Grosse von 1823 K.G. e.V.

In Begleitung ihrer Tanzgruppe „Fidele Sandhasen“und ihres Musikkorps „Schwarz-Rot“ Köln zieht die „Mutter aller Karnevalsgesellschaften“ – aus ihr sind im Laufe der Zeit die anderen Gesellschaften durch Trennungen und Abspaltungen hervorgegangen – am Rosenmontag durch die Stadt. Mit bald 200 Jahren Karnevalserfahrung sieht sich die Frackgesellschaft in der Pflicht als „Leuchtturmgesellschaft“, die Traditionen bewahrt, Ideen und Fortschritte aufgreift und das engagierte Ehrenamt unterstützt. Das spiegelt der Sessionskalender: So ist die Sessionseröffnung im Tanzbrunnen, der „Grosse Kölsche Countdown“, ein Fest für Familien, sind auf der „Grosse Nostalgiesitzung“, die mit der befreundeten Gesellschaft „Die Große Kölner“ in der Flora veranstaltet wird, Redner sowie leise und nachdenkliche Töne zu hören.

Gegründet: 1823 · Präsident: Prof. Dr. Dr. Joachim Zöller ·  www.dgv-1823.de

54. Gruppe: Alte Kölner K.G. „Schnüsse Tring“ 1901 e.V.

„Nachwuchsarbeit im kölschen Fasteleer ist unabdingbar für die Zukunft jeder Gesellschaft“, davon ist die Ossendorfer Familiengesellschaft fest überzeugt. Deshalb ist sie seit drei Jahren gemeinsam mit drei anderen KGs für die „Tärää“-Sitzung im Tanzbrunnen verantwortlich, bei der rund 2.000 jugendliche Jecken am Karnevalssonntag feiern. Einige Frauen der KG engagieren sich in der Kindertagesstätte „Am Bilderstöckchen“ und alle unterstützen mit viel Herzblut die Tanz- und Jugendtanzgruppe, die „Kammerkätzchen und Kammerdiener“. In den kölschen Farben Rot und Weiß sind sie das Aushängeschild der Gesellschaft und begeistern die Zuschauer mit tollen Tänzen, anspruchsvollen Choreografien und akrobatischen Elementen zu kölscher Musik. Natürlich ziehen sie auch im Zoch mit und das zur Musik vom Musikverein Reulbach-Brand.

Gegründet: 1901 · Präsident: Achim Kaschny · www.schnuesse-tring.de

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55. Gruppe: Reiter-Korps Jan von Werth e.V. 1925

Beim Traditionskorps mit den wohl schönsten Uniformen im kölschen Fasteleer schlagen die Herzen jrönwieß. Mit ihrem Vorsitzenden Frank Breuer ziehen die vier Schwadrone, der Senat, das Corps à la suite, „Jan und Griet“, das Tanzpaar und natürlich die Kinder- und Jugendtanzgruppe durch die Straßen. Immer mit dabei sind Menschen mit Handicap, für die vor einigen Jahren das 4. Schwadron einen behindertengerechten Wagen gebaut hat. Ihr soziales Engagement hat die Gesellschaft zuletzt mit einer Spende an die Gold- Kraemer-Stiftung unterstrichen, mit der ein neues Schulpferd namens Jan für das Zentrum für Pferdesport und Reittherapie finanziert wurde. Für schwungvolle musikalische Begleitung sorgt u. a. die Korpskapelle „Jan von Werth“.

Gegründet: 1925 ·  Präsident: Jörg Mangen · www.janvonwerth.de

56. Gruppe: 1. Fußball-Club Köln 01/07e.V.

Rut-wieß ist das diesjährige Karnevalstrikot des FC. Damit dürfte der FC wohl der einzige Fußballklub in der Bundesliga sein, der ein Trikot für die fünfte Jahreszeit hat. Aber er ist ja auch ein echter Karnevalsverein! Denn „der FC, die Stadt und der Karneval sind eng verbunden, sie bilden eine echte Einheit für das Lebensgefühl der ganzen Region. Am Rosenmontag freuen sich die Fans, den FC-Spielern und den neuen Trainer Markus Anfang auf dem Doppeldecker zuzujubeln.

Gegründet: 1948 · Präsident: Werner Spinner · www.fc-koeln.de

57. Gruppe: Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V.

Diese schöne Bezeichnung Bannerhär für den Präsidenten der Familiengesellschaft rührt daher, dass diese bis heute die Traditionen der alten Zünfte im Handwerk pflegt und alte Begriffe wie auch Säckelmeister oder Gaffelschriever für den Vorstand verwendet. Dazu zählt auch Kölns älteste Sitzung, die Blaue Montagssitzung, die seit 137 Jahren an den ehemals freien Montag der Handwerker erinnert

Gegründet: 1880 ·  Präsident: Thomas Brauckmann (Bannerhär) · www.koelnernarrenzunft.de

58. Gruppe: K.G. „Schwazze Kääls“ e.V. von 1956

Ein ganzes Handwerk deutschlandweit als Karnevalsgesellschaft tragen. Das passt, denn die meisten Mitglieder sind Schornsteinfeger aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Seit mehr als 60 Jahren feiern die Männer und Frauen gemeinsam Karneval und haben ihre KG gerade durch einen Generationenwechsel neu aufgestellt. 

Gegründet: 1956 ·  Präsident: Oliver Dinslaken ·  www.kg-sk.de

59. Gruppe: K.G. Blau-Rot 1969 e.V. Köln

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Die blau-roten Spanierkostüme sind das Markenzeichen der Familiengesellschaft, die aus einem jecken Stammtisch-Schmölzje im Stadtteil Dellbrück entstanden und aus dem dortigen Dienstagszug nicht mehr wegzudenken ist. Mit viel Hätzblot veranstalten sie seit vielen Jahren eine Mädchersitzung, gemeinsam mit der KKG Stromlose Ader eine Kostümsitzung. 

Gegründet: 1969 ·  Präsident und 1. Vorsitzender: Frank Klever ·  www.kg-blau-rot.de

60. Gruppe: K.G. Kölsche Lotterbove e.V. 1957

Seit mehr als 60 Jahren ist die Familiengesellschaft im Fastelovend unterwegs, deren Namen man für Im(m)is schon übersetzen muss: „Lotterbove“ sind „Schlingel“ oder „Jungs, die stets zu Streichen aufgelegt sind“. Das kann man von diesen Jecken allerdings nicht sagen, denn sie feiern nicht nur in ihrem Viertel rund um die Thieboldsgasse, sondern engagieren sich auch im sozialen Bereich. Zu ihrem Kinder Kostümfest laden sie jedes Jahr Kinder aus den Waisenhäusern, dem Elternhaus der Kinderkrebsstation der Uniklinik und aus Familien ein, die finanziell nicht gut dastehen, und lassen sie einen Tag ihre Sorgen vergessen. Für den Nachwuchs sorgen die Lotterbövje, die Jugendgruppe der KG, die u.a. verschiedene Veranstaltungen wie die Stadtrallye für alle Mitglieder organisiert.

Gegründet: 1957 · Präsident und 1. Vorsitzender: Hans-Günter Mies · www.lotterbove.de

61. Gruppe: K.G. Fidele Burggrafen Gegründet: 192 e.V.1927

Seit 1927 ist die Gesellschaft, die sich damals nach der Zigarrenmarke eines Vaters benannt hatte, im Kölner Karneval aktiv und hat ihre Mitgliederzahl in den letzten drei Jahren mit nun mehr über 220 fast verzehnfacht. Ein Grund dafür ist die Familienmitgliedschaft, durch die auch Familien mit geringerem Budget gemeinsam den Karneval erleben und mitgestalten können. Soziales Engagement ist den Mitgliedern wichtig, wie die Unterstützung von Projekten des Mathias Scherz e. V. und Helping Hands Cologne e. V. zeigt. Im Rosenmontagszug.

Gegründet: 1927 · Präsident: Marcus Schneider · www.fideleburggrafen.de

62. Gruppe: Große Sülz- Klettenberger K.G.e.V. von 1928

Zwei Viertel, ein Karneval – seit fast 90 Jahren feiert die Familiengesellschaft mit Jecken beidseits der Luxemburger Straße Fastelovend unter dem Motto: „Immer lustig und laache, alle Minsche Freud mache!“ Nach der Sessioneröffnung mit einer Feier im kleinen Kreis im Geißbockheim stehen Damen- und Kostümsitzung auf dem Programm, Weiberfastnacht wird auf der Vitalis-Party geschwoft und am Karnevalsdienstag zieht die KG im Veedelszoch durch Sülz. Am Rosenmontagszug nehmen die Sülz- Klettenberger regelmäßig teil und werden von ihrer Ehrentanzgruppe, der KG Rote Husaren 1975, und dem Jugendblasorchester Neuscharrel begleitet.

Gegründet: 1928 · Präsident: Hermann-Josef Billetter · www.grossesuelzklettenberger.de

63. Gruppe: K.G. Löstige Höhenhuuser 63. 1939 e.V.

Wenn man gemeinsam eine Siedlung baut und Freundschaften entstehen, möchte man hinterher auch zusammen feiern. Das ist die Kurzfassung der Entstehungsgeschichte der Höhenhauser KG, die im Jahr 1939 gegründet wurde. Bis heute sind die Jecken in Höhenhaus fest verwurzelt, feiern alle ihre Veranstaltungen in der Aula der dortigen Gesamtschule oder im Schützenheim und gehen am Karnevalssonntag im Veedelszoch mit. Oft werden sie dabei von den Jecken des Domerslebener Carnevals Club aus der Nähe von Magdeburg unterstützt, mit denen die KG seit der Wende 1989 eine enge Freundschaft verbindet. 

Gegründet: 1939 ·  Präsident: Manfred Schmitz · www.loestige-hoehenhuuser.de

64. Gruppe: Original Tanzgruppe Kölsch Hännes’chen 1955 e.V.

Ein Unikat unter den Kölner Tanzgruppen ist die Original Tanzgruppe Kölsch Hänneschen: Hier wird kölsche Tradition gelebt und getanzt und das in Anlehnung an das Hänneschen-Theater. Denn die Tänzerinnen und Tänzer wirbeln in den Kostümen kölscher Originale wie Hänneschen und Bärbelchen, Tünnes und Schäl zu live gesungenen Potpourris kölscher Lieder über die Bühnen. 1955 aus einem Stammtisch in Sülz entstanden haben sie mit ihrem einmaligen Tanztheater, das sich jedes Jahr durch neue ausgefallene Choreografien und schauspielerische Elemente auszeichnet, die Herzen der Zuschauer erobert. Ihr erster Tanz hieß „Met Hätz un Gemöth“ und das ist bis heute das Motto der Tanzgruppe geblieben. Ihren Nachwuchs bilden sie selbst aus, denn seit bald 20 Jahren werden sie oft von ihrer Kinder- und Jugendtanzgruppe in den Kostümen von Hänneschen und Bärbelchen begleitet.

Gegründet: 1955 · Präsidentin: Laura Herr  · www.koelschhaenneschen.de

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65. Gruppe: Willi Ostermann Gesellschaft Köln e.V., gegr. 1967

Willi Ostermann

Schon seit über 50 Jahren feiert die Willi Ostermann Gesellschaft gemäß dem Motto „Freunde finden – Heimat fühlen“ Fastelovend. Wie jedes Jahr ist die KG am 11.11. mit der traditionellen Sessionseröffnung auf dem Heumarkt gestartet. Wer wissen möchte, wo die Gesellschaft entstanden ist, muss in den Keller des heutigen „Gilden im Zims“ hinabsteigen. Eine Schaufensterfigur in Ostermann-Litewka und -Mütze erinnert an den Ort, wo die Männer auf der Suche nach einem passenden Namen für die neue KG zusammensaßen und sich für den großen Heimat- und Liederdichter Willi Ostermann entschieden. Bis heute pflegt und wahrt die KG sein Andenken: Sie hat sein Grab auf dem Melaten-Friedhof restauriert, den Ostermann- Brunnen in der Altstadt und das Ostermann-Bleiglasfenster für das Karnevalsmuseum gestiftet und den Ostermann-Wanderweg eröffnet. Auch im Jugendkarneval sind die Ostermänner aktiv, sie richten gemeinsam mit drei anderen Gesellschaften die Jugendfete „Tärää“ am Karnevalssonntag im Tanzbrunnen aus, die gezielt junge Menschen an den Kölner Karneval heranführen möchte.

Gegründet: 1967 · Präsident: Ralf Schlegelmilch · www.willi-ostermann.de

66. Gruppe: 1. Damengarde Coeln 2014 e.V.

Gegründet: 2014 · Präsidentin:  Elena Navarini · www.damengarde-coeln.de

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67. Gruppe: KG De Kölsche Madämcher e.V: gegr. 2011

Aus einer Idee heraus sind ehemals 16 Damen angetreten, das kölsche karnevalistische Brauchtum getreu dem Motto zu pflegen: „Kölsche Madämcher sin jeck und bunt.“ So sind die Madämcher mit der Ladies Night in die Session gestartet und haben mit ihren Männer ausgiebig auf dem traditionellen Madämcher Schoppen gefeiert. Zugleich haben sie mit dem Herrenschoppen eine neue Veranstaltung für die männlichen Jecken ins Leben gerufen. Doch das absolute Highlight ist alle Jahre wieder die Kinderkostümsitzung für bedürftige Pänz und Pänz mit Handicap, für die es keine Karten zu kaufen gibt. Die Madämcher sorgen für alles und lassen auf dem „Mitsingovend“ im Oktober dafür die Spendenbüchse herumgehen

Gegründet: 2011 · Präsidentin und 1. Vorsitzende: Gabriele P. Gérard- Post · www.koelsche-madaemcher.de

68. Gruppe: Kölner Klutengarde von 1908 e.V.

Einen urkölschen Namen hat dieser  Veedelsverein. Als 1908 die Jungs des Jünglingsvereins aus dem Ursulaviertel eine eigene Karnevalsgesellschaft aus der Taufe heben wollten, war die Frage: „Wie sollen wir uns verkleiden?“ Die „Kluten“ wurden das Vorbild. Für Imis: Das waren Menschen, die in der Stadt die schwerste Arbeit verrichteten wie das Be- und Entladen der Schiffe im Hafen oder Kisten und Säcke schleppen. Das war die Geburtsstunde der Klutengarde und seitdem tragen die Jecken eine schwarze Hose, ein blau-weiß gestreiftes Hemd (jetzt weißes Hemd) mit Halstuch und Weltholzschachtel- Döschen sowie den hohen Klutenhut. St. Ursula sind die Kluten bis heute treu geblieben und treffen sich dort, im Viertel, jeden Monat zum Stammtisch. Nachdem Kölns ältester Veedelsverein 2018 nicht mitgehen durfte, hoffen die Jecken in dieser Session auf die Teilnahme am Rosenmontagszug. Das große Jubiläum wird auf jeden Fall richtig gefeiert mit der Jubiläumssitzung am 12.1.2019 im Mülheimer Liebfrauenhaus.

Gegründet: 1908 · Präsident und 1. Vorsitzender: Gerd Orts · www.klutengarde.de

69. Gruppe: K.G. Rocholomäus e.V.

Wenn etwas im Kölner Karneval wahrhaft Kult besitzt, dann ist das die Rocholomäussitzung am Donnerstag vor Weiberfastnacht im Sartory. Hier Karten zu bekommen, ist für Außenstehende schwer möglich denn die werden eigentlich nur vererbt. Angefangen hat alles als kleine Pfarrsitzung der beiden Bickendorfer und Ossendorfer Pfarreien St. Rochus und St. Bartholomäus. Bis heute feiern die Rocholomäer immer für einen guten Zweck: Alle Überschüsse der Großen Sitzung kommen sozialen Aufgaben der Pfarreien zugute, die darüber hinaus noch vom Freundeskreis der Gesellschaft unterstützt werden. Daneben gibt es einen Kinderfastelovend und eine Seniorensitzung zu äußerst günstigen Preisen sowie ein kölsches Mitsingkonzert zur Sessionseröffnung. Und alle zwei Jahre trifft sich die „Rocholomäus- Famillich“ im Rosenmontagszug.

Gegründet: 1949 · Präsident: Norbert Haumann · www.rocholomaeus.de

70. Gruppe: Fidele Kölsche e.V

Äch kölsch un unverfälscht lautet der Leitspruch der Brauchtumsgruppe und daran hält sie seit bald 30 Jahren fest. Sind sie anfangs mit Quetsch, decker Trumm und Gesang durch die Kneipen gezogen, so begeistern die Jecken das Publikum stets aufs Neue mit einem Potpourri aus Melodien „vun domols bes hück“ und besinnlichen wie heiteren Tönen. Mit ihren schönen Kostümen in den Typen des Hänneschen- Theaters, der kölschen Originale, der Jahrhundertwende und in den Uniformen der Kölner Traditionskorps sind sie stets darauf bedacht, die Tradition zu wahren und das Brauchtum in seiner ursprünglichen Form zu pflegen

Gegründet: 1988 · Präsident: Peter Hörth · www.fidele-koelsche.de

71. Gruppe: Lesegesellschaft zu Köln von 1872

Ein Kreis von 33 angesehenen Bürgern der Stadt Köln gründete 1872 eine Gesellschaft, der sie den Namen “Lesegesellschaft zu Köln von 1872″ gaben. Die liebevoll genannten “Lese”, nimmt seit dem Tag ihrer Gründung am gesellschaftlichen Leben ihrer Heimatstadt Köln teil und gestaltet es aktiv mit. In diesem Jahr sind sie besonders stolz auf Jungfrau Catharina, denn sie stammt aus den eigenen Reihen. Gemeinsam mit den Schlenderhanerlumpe und der Große Allgemeine KG von 1900 stellen sie das diesjährliche Dreigestirn.  

 

Gegründet: 1872 · Präsident: Egon Michelske · www.lese-koeln.de

72. Gruppe: EhrenGarde der Stadt Köln 1902 e.V.

Eine der größten Abteilungen des Rosenmontagszuges nur mit berittenen Kameraden bildet seit 1902 das Geleit von Jungfrau und Bauer. Ihre gelb-grünen Uniformen gehen auf eine Schutz- und Ordnungstruppe aus der Zeit um 1800 zurück, die während der französischen Besatzungszeit das Verbrechertum hinter und vor den Toren Kölns bekämpft hatte. Erkämpft haben sie sich auch ihren Platz im Zoch und das mithilfe eines Husarenstreichs „op echt kölsche Aat“: Indem der Wagen von Jungfrau und Bauer eine Panne vortäuschte, konnte sich die Reitergruppe in den laufenden Zug eingliedern und im „Rubbedidupp“ ihren Platz erobern. Gemäß dem Motto „Dem Bauer zur Wehr, der Jungfrau zur Ehr!“ ist der Schlachtruf bis heute geblieben und das Markenzeichen des stolzen Traditionskorps.

Gegründet: 1902 ·  Präsident: Hans-Georg Haumann · www.ehrengardekoeln.de

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Das Kölner Dreigestirn 2019

Der Rosenmontagszug ist die Krönung einer wunderbaren Session für Prinz Marc I., Bauer Markus und Jungfrau Catharina. Das Trifolium hat eine lange und aufregende Zeit erlebt: Nach der Proklamation ging es zusammen mit Kardinal Woelki und Vorstandsmitgliedern des Festkomitees Kölner Karneval zu der Generalaudienz von Papst Franziskus nach Rom, wo sie den päpstlichen Segen für die Session und die vielen anstehenden Auftritte und Besuche erbeten haben. Das gibt es nicht so oft im jecken Leben eines Trifoliums! Überhaupt war in dieser Session einiges neu, wurde das Dreigestirn doch erstmals seit 1955 wieder von gleich drei Karnevalsgesellschaften gestellt. Die karnevalistische Heimat von Prinz Marc I. (Michelske) sind die Schlenderhaner Lumpe. Dort ist er Vizepräsident und Sitzungsleiter und trainiert einmal pro Woche bei der Tanzgruppe mit um fit zu bleiben. Bauer Markus (Meyer) ist zu Beginn der Session als Präsident der Großen Allgemeinen von 1900 vereidigt worden. Jungfrau Catharina (Michael Everwand) stellte bereits zweimal den Bellejeck in der Großen Allgemeinen dar und ist deren Geschäftsführer.

Jeder der Dreien hat das Sessionsmotto auf seine Weise gefüllt, denn sie sprechen – wie man so schön sagt –  alle Drei Kölsch mit Knubbeln. Prinz Marc I. sagt von sich, dass er im Klösterchen geboren wurde und ein astreines Hochdeutsch spricht, Bauer Markus kann seine Eifeler Heimat nicht verbergen und Jungfrau Catherina kann Kölsch zumindest singen! Das hat ihrem Charme aber keinen Abbruch getan, denn das jecke Trio begeistert mit Witz und einer sehr liebenswerten Art. 

Während der Session sammeln sie für ein tolles Spendenprojekt und unterstützen den Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser, mit dem todkranken Menschen unter medizinischer Aufsicht ein letzter Wunsch erfüllt werden kann. Nach Rosenmontag gibt es noch ein letztes Highlight, wenn die Drei im Nippeser Dienstagszug mitfahren. Danach ist die „Zick eröm“ und es heißt Abschied nehmen von einer unvergesslichen Session!

73. Gruppe: Prinzen-Garde Köln 1906 e.V.

Auf zum Finale! Wenn sich das Meer aus weiß-roten Prinzengardisten nähert, heißt es „Der Prinz kütt!!“. Seit über 100 Jahren begleitet und beschützt ein großes Aufgebot an Gardisten mit Gewehren und Degen, Strüßjer und Kamelle „bewaffnet“ am Rosenmontag zu Fuß, zu Pferde oder auf dem Wagen den Prinz Karneval sowie seinen Adjutanten und den Prinzenführer. Für Rüdiger Schlott heißt es Abschied nehmen, denn nach elf Jahren als Prinzenführer reiht er sich in die Gardistenreihen ein. Und noch einen Abschied wird es geben, Tina Mertens und Alexander Ritter hören nach acht gemeinsamen Sessionen als Tanzpaar auf. Alexander Ritter hat aber direkt eine neue Ausgabe übernommen und bereits mit Niklas Jüngling den Prinzenschwoof moderiert. Die Prinzen-Garde ist stolz darauf, bei ihren Sitzungen alle traditionellen Elemente wie den Aufzug eines befreundeten Korps, einer Tanzgruppe und Redner in der Bütt  dabei zu haben und gleichzeitig mit Jeck Marie ein Angebot für die jungen Jecken zu haben. Dino Massi kann am Rosenmontag auf eine erfolgreiche Session zurückblicken. Das gilt ganz besonders für ihn, wurde er doch per Akklamation von 100 Prozent seinen Prinzen-Gardisten als Präsident wiedergewählt!

Gegründet: 1906 ·  Präsident: Dino Massi · www.prinzen-garde.de

Das Motto 2020

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