Bellejeck

ist eine Figur aus dem Mittelalter.  Ihr Name kommt von bellen = rufen, schimpfen, Jeck = Narr, Spaßmacher. Schon damals durften die Spaßmacher an den Fürstenhöfen die Obrigkeit kritisieren, Missstände offenlegen und die Menschen zum Lachen, aber auch zum Nachdenken bringen. Der Bellejeck selbst zog vor allem an Weiberfastnacht von Haus zu Haus und prangerte mit Reimsprüchen an, was aus Sicht der Menschen nicht in Ordnung war. Mit seiner Belle (= Schelle) eröffnete er so den Karneval. 

Diese Tradition hat die Große Allgemeine vor einigen Jahren wiederaufleben lassen. Seitdem zieht der Bellejeck im grün-roten Narrenkleid an Weiberfastnacht frühmorgens mit Musikern und Vertretern vieler Karnevalsgesellschaften vom Vorplatz des Hauptbahnhofs zur Hofburg. Mit dem Ruf „Opston, opston“ weckt er die Jecken und das Kölner Dreigestirn zu wecken. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht!