Müllemer Junge – 75 Jahre Fastelovend im Veedel (Melanie)
Eine der bekanntesten Veedelsgesellschaften im Kölner Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More feiert in diesem Jahr ihren 75. Geburtstag: die KG Müllemer Junge – Alt-Mülheim e.V. von 1951. Sie kann auf eine beeindruckende Geschichte zurückblicken, die von Zusammenhalt, Frohsinn und tiefer Verbundenheit zu Mülheim geprägt ist.
Kamelleregen, Kölsche Tön & strahlende Pänz (Alex)
Kamelleregen von der Bühne, Tombola, Kinderschminken und sogar eine Fotobox – beim Kinderkostümfest der KG Kölsche Lotterbove e.V., der kölschen Familiengesellschaft seit 1957, gab es wirklich einiges zu erleben.
Am Samstag von 14 bis 18 Uhr wurde gefeiert, gelacht, getanzt und gesungen – und das mit ganz viel Herz.
Et es doch immer widder schön (Brigitte)
… wemmer all zosamme sin. So war es auch beim Regimentsappell der Blauen Funken. Obwohl es der letzte in der langen Reihe der Korpsappelle war und der Montag eigentlich der karnevalsfreie Tag für Karnevalisten ist. Aber zu den Blauen Funken kommen alle immer gerne und so waren die Präsidenten vieler Karnevalsgesellschaften sowie alles, was in der Stadt- und Karnevalsgesellschaft hat, vertreten.
Mer dun et för Kölle – Die Premiere des Hänneschen-Karnevalsstücks
Bunte Kostüme, bekannte Figuren und ein Publikum, das vom ersten kölschen Ton an mitgeht: Mit der Premiere des neuen Karnevalsstücks „Mer dun et för Kölle“ am 11. Januar 2026 zeigt das Hänneschen-Theater einmal mehr, dass hier nicht nur die Puppen tanzen. Sie singen, unterhalten und kritisieren – ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit viel Humor. Weiter…
Der Nubbel als Freund der Kinder (Melanie)
Die meisten von euch kennen den Nubbeloder Zacheies ist eine Strohpuppe, die von Altweiber an über der Eingangstür oder aus den Fenstern vieler Kneipen hängt. Der Nubbel hat im Kölner Karneval eine ganz besondere Funktion: Er ist nämlich der Sündenbock, der an allen Sünden schuld ist, die im Karneval begangen wurden. Ob leerer Geldbeutel, dicker Kopf, ein betrogener Partner oder das Vergessen des Alltags, der Nubbel muss dafür am Ende der Karnevalszeit büßen. Am Karnevalsdienstag um Mitternacht wird er unter lautem Geheule und Wehklagen verbrannt und damit werden nach dem Volksglauben auch die Schandtaten der letzten Tage symbolisch zu Grabe getragen. More als klassischen Sündenbock des rheinischen Karnevals. Zu Beginn der Session wird er gebastelt, hängt während der jecken Tage vor den Kneipen der Stadt und ist – ganz offiziell – an allem Schuld. Am Abend des Karnevalsdienstags findet das Spektakel dann seinen Höhepunkt: In einer feierlichen Zeremonie wird der Nubbeloder Zacheies ist eine Strohpuppe, die von Altweiber an über der Eingangstür oder aus den Fenstern vieler Kneipen hängt. Der Nubbel hat im Kölner Karneval eine ganz besondere Funktion: Er ist nämlich der Sündenbock, der an allen Sünden schuld ist, die im Karneval begangen wurden. Ob leerer Geldbeutel, dicker Kopf, ein betrogener Partner oder das Vergessen des Alltags, der Nubbel muss dafür am Ende der Karnevalszeit büßen. Am Karnevalsdienstag um Mitternacht wird er unter lautem Geheule und Wehklagen verbrannt und damit werden nach dem Volksglauben auch die Schandtaten der letzten Tage symbolisch zu Grabe getragen. More verbrannt und mit ihm alle Sünden des Karnevals.
Karneval – Aber nicht alleine! (Tina)
… Oder wie es ist, sich einer fremden Gruppe anzuschließen
Wer kennt es nicht? Du bist schon voll in Karnevalsstimmung, aber deine üblichen Verdächtigen noch nicht? Du weißt, die Session ist kurz? Dann hab ich einen Tipp: Such dir eine schöne Veranstaltung raus und schließ dich einer fremden Gruppe an, so trefft ihr auf mindestens einen gemeinsamen Nenner: Zusammen jeck feiern!
„Alles för de Pänz!“ (Ulla)
„Alles för de Pänznennen die Kölner ihre Kinder. More!“ – Ihr jährliches Kostümfest feierten die Neppeser Schlümpfe von 1980 auch in diesem Jahr wieder in der Scheune des Bürgerzentrums Altenberger Hof.
Prinzenproklamation in Niehl (Brigitte)
Prinzenproklamation in Niehl? Moment – die war doch am Freitag im Gürzenich. Stimmt auch: Dort wurde am Freitagabend das Kölner Dreigestirn proklamiert. Doch der Vorort Niehl ist weit vom jecken Geschehen der Innenstadt entfernt und tickt karnevalistisch anders. Der Stadtteil pflegt seit jeher seinen eigenen Fastelovend – und hat damit auch ein eigenes Dreigestirn: Prinz Greger I., Bauer Stefan und Jungfrau Tinni.
Echte Fründe, echtes Jeföhl (Franz)
oder wie aus einer Idee ein Freundebuch mit kölschem Herzen wurde.
Freundebücher – wer kennt sie nicht? Diese Bücher, die durch Kinderzimmer, Schulranzen und Freundeskreise wandern. In die man sich einträgt, etwas über sich preisgibt und die man Jahre später wiederfindet und denkt: Ach guck mal … Genau dieses Gefühl wollten wir einfangen. Nur eben auf kölsche Art.
Endlich PriPro (Vera)
Gestern Abend hieß es für mich: Premiere bei der Prinzenproklamation. Zum ersten Mal durfte ich diese besondere Veranstaltung des Festkomitees Kölner Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More nicht nur erleben, sondern auch als Blogger-Fotografin begleiten. Ein Abend, der ganz im Zeichen des kölschen Karnevals stand – festlich, laut, herzlich und voller Vorfreude auf das, was jetzt vor uns liegt.
Orange, wiess, rut – dreimal Korpsappell (Stefan)
Mitglieder eines Traditionskorpsist eine Ehrenbezeichnung. Zum Traditionskorps wird eine Gesellschaft vom Festkomitee-Praesidenten ernannt, weil sie sich mit ihrer Brauchtumsförderung in den historischen Uniformen um den Karneval verdient gemacht hat. Derzeit gibt es im Kölner Karneval neun Traditionskorps: die Roten und die Blauen Funken, die Ehrengarde, die Nippeser Bürgerwehr, die Bürgergarde blau-gold, die Prinzengarde, die Altstädter, der Treue Husar und das Reiterkorps Jan von Werth. More lieben Traditionen und leben sie (nicht nur) in der Session mit vollem Engagement. Und natürlich beginnt jede Session damit, dass sich das Korps versammelt und zeigt, dass es gut gerüstet ist für alles, was da so kommen mag. Korpsappelloder auch Regimentsappell ist eine jecke Persiflage auf die militärische Tradition der Appelle. Jedes Traditionskorps veranstaltet zu Beginn der Session einen solchen Appell mit geladenen Gästen, bei der die Mitglieder auf ihre Sessionstauglichkeit „geprüft", neue Mitglieder vereidigt, Beförderungen ausgesprochen und Ehrenmitglieder ernannt werden. Für das Tanzpaar, das Tanzkorps und die Musikkapelle ist es ein Art Generalprobe, denn sie haben hier mit ihrem Tanz bzw. ihrer Musik den ersten Auftritt in der Session. More heißt so eine Veranstaltung. Man trifft sich, man trinkt etwas zusammen, man feiert sich – „same procedure as every year! Warum sollte man sich das immer wieder antun?
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1. Schwestern-Appell von Agrippinas Töchtern (Ulla)
Die vier Damengesellschaften von Agrippinas Töchtern – Colombina Colonia e. V., Schmuckstückchen 2008 e. V., KG De Kölsche Madämcher e. V. und die 1. Damengarde Cöln 2014 e. V. – veranstalteten im Hotel Pullman ihren ersten Schwestern-Appell.
Domgottesdienst für Karnevalisten (Lissy)
Traditioneller Termin zu Beginn jeder Session ist der ökumenische Gottesdienst für Kölner Karnevalisten im Hohen Dom zu Köln. Gemeinsam bitten die Jecken um den Segen für die Session und läuten gemeinsam die Karnevalstage ein. Lissy von der KG Fidele Fortuna war das erste Mal dabei.
Der Einzug des designierten Dreigestirns in die Kölner Hofburg (Ulla)
Ein ganz normaler Dienstag in Köln – oder? Was haben wir denn jetzt, wird sich so mancher im Vringsveedel und am Heumarkt gedacht haben, als ein Zug von gut 600 Karnevalisten mit Musikcorps voraus durch die Straßen zog. Für die Kölner unter ihnen war sofort klar: Das designierte Dreigestirn wird in gebührender Form zu seiner Hofburgist die Residenz des Kölner Dreigestirns. Kurz vor der Proklamation ziehen das Dreigestirn und seine Adjutanten in Begleitung ihrer und befreundeter Gesellschaften mit großem Spektakel um 11.11 Uhr in die Hofburg ein, seit vielen Jahren das Hotel Pullman Cologne in der Helenenstraße. Dort überreicht ihnen der Hoteldirektor in einer jecken Feierstunde den goldenen Schlüssel. Bis Aschermittwoch residieren sie hier und können sich jeweils nachts ein paar Stunden von den Strapazen ihrer Auftritte erholen. More, dem Dorinthotel am Heumarkt, geleitet.
Wenn sich die Familich trifft (Brigitte)
Wenn das Pullman Cologne in den Farben Blau und Gelb erstrahlt, ist Korpsappell der KG Treuer Husar Blau-Gelb von 1925 e. V. Nach der Dreigestirnssession 2024 und der Jubiläumssession 2025 steht nun wieder eine „normale“ Session an. So kam die Husaren-Familich das erste Mal im Jahr zusammen und traf sich ganz entspannt mit ihren Gästen, Förderer und Freunden aus anderen Karnevalsgesellschaften.
Warum hast du nicht ja gesagt? (Brigitte)
„Warum hast du nicht ja gesagt?“, schmettert Horst-Peter Becker ins Mikrophon, während Melanie Becker lächend über die Bühne tanzt. Ein Musical in der Flora? Nein -es ist Korpsappelloder auch Regimentsappell ist eine jecke Persiflage auf die militärische Tradition der Appelle. Jedes Traditionskorps veranstaltet zu Beginn der Session einen solchen Appell mit geladenen Gästen, bei der die Mitglieder auf ihre Sessionstauglichkeit „geprüft", neue Mitglieder vereidigt, Beförderungen ausgesprochen und Ehrenmitglieder ernannt werden. Für das Tanzpaar, das Tanzkorps und die Musikkapelle ist es ein Art Generalprobe, denn sie haben hier mit ihrem Tanz bzw. ihrer Musik den ersten Auftritt in der Session. More des Reiter-Korps „Jan von Werth“ von 1925 e.V., bei dem zugleich das Jan und Griet Paar 2026 proklamiert wird.
WOG in der Flora 2026 – Die Ostermann Sitzung (Tina)
Zu den ersten Sitzungen der Session gehörte die Willi-Ostermann-Sitzung in der festlich geschmückten Flora – stilvoll gefeiert in Abendgarderobe. Die Verbindung aus klassischer Sitzungist eine Karnevalsveranstaltung zwischen der Proklamation und Karnevalsdienstag mit einem bunt gemischten Bühnenprogramm: Tanzgruppen und Korpsgesellschaften ziehen in den Saal und präsentieren ihre Tanzkünste, Büttenredner widmen sich mit Witz und Ironie den großen und kleinen Themen der Welt und kölsche Musiker reißen das Publikum von den Stühlen. Highlights sind der Einzug des Dreigestirns und die Ansprache des Prinzen an sein „Narrenvolk“. More, kölscher Musik und einer besonders emotionalen Atmosphäre begeisterte die Jecken so sehr, dass die Willi-Ostermann-Gesellschaft diese Form nun als neue Tradition begründet hat.
