Rosenmontagszug

ist der Höhepunkt der jecken Session, bei dem sich rund eine Million kostümierte Jecken am Straßenrand drängeln, um gemeinsam das „schönste Ereignis“ im ganzen Jahr – wie die Kölner meinen – zu feiern.

Ein besonderes Erlebnis ist es, am frühen Morgen in der Südstadt die Stimmung zu erleben, wenn die Persiflage-, Fest- und Bagagewagen eintreffen und allmählich die über 11.000 Zugteilnehmer in ihren bunten Kostümen und Uniformen eintreffen. Die Zuschauer haben sich schon lange ihre Plätze gesichert – wobei der echte Karnevalsjeck in der Regel seit Jahren seinen „Stammplatz“ hat – und für die Zeit bis zum Zoch Proviant, Kölsch und vielleicht sogar ein paar Campingstühle mitgebracht.  Aus allen Ecken sind Karnevalslieder zu hören und an vielen Stellen wird gesungen und getanzt. Wenn die Kölschen Funkentöter in ihren historischen Uniformen, mit Pickelhauben und einem alten Löschwagen erscheinen, kündigt ein Schild an, dass „D‘r Zoch kütt“, und es geht mit den Vorgruppen und dem Wagen des Zugleiters los. Ein besonderes Highlight sind die großen Persiflagewagen, die Köln, den FC und Themen aus Lokal-, Landes- und Weltpolitik aufs Korn nehmen. Tonnenweise Kamelle und Schokolädcher werden geworfen, Strüßje und Bützje verteilt. Der Höhepunkt kommt ganz am Schluss: Denn dann zeigt sich das Dreigestirn zum letzten Mal in der Session seinem Volk. In Begleitung der EhrenGarde kommen Jungfrau und Bauer gemeinsam auf einem Wagen gefahren, ihnen folgen Prinzen-Garde und der Prinz. Mit Spannung wird schließlich der allerletzte Wagen erwartet, auf dem das Sessionsmotto für das darauffolgende Jahr enthüllt wird.