Zwischen Merch-Cases und Lichtermeer: Mein Tag mit den Höhnern auf der 11+11 Tour (Franz)
Nachdem die Session vorbei ist, geht es für die Höhner direkt weiter. Die Band ist aktuell auf ihrer „11+11 Tour“ unterwegs, und ich wollte mir das „Heimspiel“ in der Stadthalle Troisdorf am 18. März natürlich nicht entgehen lassen. Da ich mit meinen Kollegen von LassMaMachen schon länger den Merch für die Band mache, bin ich ohnehin nah dran, aber so ein kompletter Tourtag ist dann doch noch mal eine andere Nummer.
Ankunft im „Labyrinth“ von Troisdorf
Gegen 17:30 Uhr kamen mein Kumpel Chris und ich an der Stadthalle an. Im Kofferraum: eine ordentliche Ladung Merch-Nachschub, denn die Fans greifen auf der Tour ordentlich zu. Drinnen trafen wir dann Yvonne vom Höhner-Team. Während wir die Kisten ausluden, plauderten wir ein bisschen darüber, wie die Tour bisher läuft und welche Teile am Stand die absoluten Renner sind. Unter anderem natürlich auch das Höhner-Freundebuch – was mich natürlich besonders freut 🙂
Da wir eh gerade da waren, haben wir direkt mit angepackt und die Fotowand aufgebaut. Das ist nach dem Konzert dann der Place-to-be für alle Fans, die ein Erinnerungsfoto mit der Band ergattern wollen.

Danach ging es dann in den Backstage-Bereich, wo wir herzlich von der Band, Pedro vom Management und der ganzen Crew empfangen wurden. Das Buffet war schon angerichtet: Von Schokoriegeln bis zur veganen Lasagne war für jeden Geschmack was dabei. Man braucht einfach den richtigen #Jecksnack, bevor es dann losgeht.

Technik-Talk und Kicker-Duelle
Bevor die Türen für das Publikum aufgingen, habe ich mich mal kurz in die Halle geschlichen. Ich war vorher noch nie in der Stadthalle Troisdorf und muss gestehen: Die Wege hinter den Kulissen sind nicht direkt zu durchschauen – ich hab mich gefühlt wie in einem Labyrinth. Den Saal und die Halle an sich fand ich richtig klasse.

Um 19:00 Uhr war Einlass. Während im Foyer das erste Kölsch floss und der Merch-Stand belagert wurde, herrschte Backstage eine entspannte, aber fokussierte Stimmung. Die einen zockten eine Runde Tischkicker, andere waren am Handy oder chillten auf der Couch. 30 Minuten vor dem Start waren alle in Schale geschmissen und bereit.
In der Zeit hab ich mich noch kurz mit Pedro unterhalten. Er erzählte mir, dass die Höhner in keiner Halle halbe Sachen machen. Sie sind auf der gesamten Tour mit einem 13-köpfigen Team unterwegs und die 10-Mann starke Crew baut in jeder Stadt das gleiche Set-up bestehend aus Ton-, Licht- und Videotechnik auf. So stellen die Höhner sicher, dass ihre Show überall die gleiche Qualität bietet und dem eigenen Anspruch der Band gerecht wird.
Gänsehaut-Momente vor der Show
Ein ganz besonderer Moment war eines meiner Highlights: Kurz vor der Show gab es ein Meet and Greet mit ein paar Kindern. Einer der kleinen Fans war total fixiert auf den Song „Gisela“ und hörte das Lied zu Hause wohl in Dauerschleife. Die Eltern hatten der Band einen Brief geschrieben, der wirklich jeden berührt hat. Die Band hat sich viel Zeit genommen, es wurden Stofftiere unterschrieben und Geschenke verteilt. Aber auch die Kids mussten der Band Autogramme auf ihren mitgebrachten Bildern als Erinnerung geben. Das zeigt, dass die Jungs das Herz am rechten Fleck haben.

Bevor es dann endlich auf die Bühne ging, gab es noch das obligatorische Ritual: Ein gemeinsames Anstoßen. Ohne das geht keiner raus!

Die Show: Von Vollgas bis Unplugged
Punkt 20:00 Uhr ging das Licht aus. Die Show startete direkt mit „He un jetzt“, „Jetzt geht’s los“ und „Au revoir“. Aber der Moment, auf den alle (und besonders unser kleiner Fan vom Meet and Greet) gewartet haben, war „Gisela“ als vierte Nummer.
Der Abend war eine perfekte Mischung. Auf Songs wie „Jlöcksmomente“ oder „Wenn nicht jetzt wann dann“ folgte zum Abschluss der ersten Hälfte ein echtes Highlight für die Augen: Bei „Schönste Stroß“ wurde es ganz ruhig, und die Stadthalle verwandelte sich in ein Lichtermeer aus Tausenden Handy-Lampen.

In der Pause wurde Backstage kurz durchgeatmet. Ich hab erfahren, dass die Stimmung auf der Tour bisher überall top war. In der ganzen Republik – von Stuttgart bis Berlin – gibt es eine riesige Höhner-Base, die überall total abgerissen hat.
In der zweiten Hälfte in Troisdorf ging es dann direkt steil weiter mit „Hück Naach“ und den „Festpiraten“. Besonders cool: Bassist Freddi hat unter anderem bei „Der liebe Gott“ mal das Mikro übernommen und gezeigt, was er gesanglich draufhat.

Danach wurde es musikalisch richtig fein: In einer kleinen Unplugged-Session gab es „Dat schönste Johr“, „Hey Kölle“ und „Hüsje am Rhing“. Diese reduzierten Versionen in einer solchen Location zu hören, hat echt nochmal eine ganz eigene Qualität.

Finale und Absacker
Ich hab mich während der Show auch mal ganz nach hinten zur Technik gestellt. Ich hab zwar keinen Plan, was die Profis an den ganzen Reglern da genau machen, aber es ist beeindruckend, wie viel Equipment nötig ist, um diesen Sound in die Halle zu zimmern.

Zum Schluss gab es dann kein Halten mehr. Bei „Viva Colonia“, „Prinzessin“ und einer Tanzeinlage der Band bei „Schenk mir dein Herz“ standen alle auf den Beinen und haben mitgesungen, bis die Stimme weg war. Nach den Zugaben „Steh auf“ und „E Levve lang“ war um 22:30 Uhr offiziell Ende, aber für die Band ging es weiter zur Fotowand im Foyer, wo sie noch lange Autogramme gegeben und Fotos gemacht haben.

Wir haben uns zum Abschluss auch noch einen letzten „Gisela Absacker“ gegönnt, kurz beim Merch Abbau geholfen und uns dann gegen 23:30 Uhr auf den Weg zurück nach Köln gemacht.

Was bleibt hängen?
Wer die Höhner nur aus dem Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More kennt, hat nur die halbe Wahrheit gesehen. Vergesst mal kurz den 25-Minuten-Slot im Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More. Wer ein richtiges Konzert der Höhner besucht, bekommt die volle Bandbreite: Neue Songs, starke Arrangements und eine Band, die spürbar Bock auf jeden einzelnen Abend hat. Ein langer Tag in Troisdorf ging zu Ende – danke an die Jungs und die Crew für die tollen Einblicke!
Fotos © Franz Schumann-Halder












