„Gemeinsam etwas anstoßen“ – und dabei Gutes tun (Tina)

Wer sich hier angesprochen fühlt, hat noch bis zum 16. Mai Zeit den Weingarten der KG Ponyhof in der Südstadt zu besuchen, der in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal in den drei idyllischen Innenhöfen der Kartäuserkirche stattfindet.

Wer mich kennt, weiß dass ich ein besonderes Faible für das Kulinarische hege, im speziellen Wein, daher bin ich dieses Jahr besonders glücklich über die neue Getränkekarte: verschiedenste auserwählte Weine zum Durchprobieren, dazu ein kaltes Gaffel Kölsch für alle, die es lieber beim Heimischen belassen sowie Fassbrause von Gaffel oder Limo von Fritz und nicht zu vergessen: das wichtige Zwischenwasser.

Und wer zuvor nicht für eine gewisse Grundlage sorgen konnte, wird hier ebenfalls fündig: mit Knödeln von Knödelfei, die klassische Bratwurst, Laugengebäck oder passend zum Wein eine große Käseplatten.

Aber wie läuft dieses Projekt eigentlich ab, wieviel Ehrenamtler braucht es, um den Weingarten durchzuführen, wie sieht die Planung im Vorfeld aus?

Und vor allem wie läuft die Weinauswahl ab?

Je nach Wochentag befinden sich 30 oder mehr helfende Personen auf dem Markt somit kommen wir an 16 Tagen auf weit mehr als 800 Schichten, die ehrenamtlich  an verschiedenen Stationen wie den Wein- und Genussständen (die sogenannten Tränken), selbstverständlich der Tür und nicht zu vergessen dem Einsammeln und dem Spülen der zig Gläser, geleistet werden. Zusätzlich bedarf es viele weiterer Unterstützer im Hintergrund, wie etwa je 15 Personen für Auf- und Abbau, 13 Personen in der Orga-Gruppe sowie eine Person mit dem Gesamtüberblick (Marktleitung).

Die Weinauswahl übernehmen zwei Ponys mit guten Kontakten zu Winzern und Lieferanten. Jedes Jahr ist es eine Mischung aus sowohl bewährten „Bestseller“ wie z.B. dem Grauburgunder und dem Rosé, als auch neue Akzente zu setzen (etwa in diesem Jahr durch einen eher süßen Gewürztraminer, der so manchen Weinfreund überraschen dürfte. Mein persönlicher Favorit dabei ist der neue Sauvignon Blanc.

Wie kam es eigentlich zu der Idee des Weingartens?

Begonnen hat alles als Reaktion auf die verheerende Flutkatastrophe an Ahr und Erft im Sommer 2021. Damals richteten die „Ponys“ auf dem Gelände der Kartäuserkirche erstmals einen temporären Weingarten ein, um Spendengelder für die Flutopfer zu sammeln. So kamen im September 2021 Spendengelder von 92.000 Euro zusammen. Anschließend wurde aus der Notlösung eine feste Institution in der Kölner Südstadt.

Denn auch die Folgejahre können sich spendenmäßig sehen lassen, im Jahr 2023 kamen 68.600€ zusammen, 2024 stieg auf 74.427€ an und letztes Jahr waren es sogar 116.000 €, wir sind gespannt wieviel dieses Jahr zusammenkommt. Wer dieses Jahr die Begünstigen sind findet ihr hier https://kg-ponyhof.koeln/thema/spendenprojekte/weingarten-2026/

In diesem Sinne auf in den schönen Weingarten und Gut Schluck!

Fotos: ©Tina Klingen