Mer blieven, wo mer sin… (Fabian)

Mama war schockiert, als sie das hörte: Ihr Sohn wird Gastronom. Dabei liegt es doch gar nicht so fern, ist er doch in den Nippeser Kneipen groß geworden. Am Flipper im „Denkmal“, Effzeh gucken im „Alt Neppes“ oder beim Spielen auf dem Schillplatz vor dem „Morio“- die Gastronomie des Stadtteils Nippes war immer ein Teil seines Lebens.

Vor einiger Zeit in Thassos, Griechenland: Felix und Fabian sind mit ihren Familien im Urlaub. Es ist noch etwas kalt, doch die Familien der beiden sitzen am Abend beisammen, trinken griechischen Wein und Ouzo auf der Terrasse und genießen die freie Zeit. An einem dieser Abende kommen Felix, der gelernte Koch und selbständige Gastronom, und Fabian, der Sportwissenschaftler und Projektmanager auf die (im wahrsten Sinne des Wortes) Schnapsidee, eine Bar in Ihrem geliebten Stadtteil Nippes zu eröffnen. Kein anderer Stadtteil kam für sie in Frage. Beide kommen aus dem Viertel und haben ihr Leben unweit der U-Bahn Haltestelle „Florastraße“ verbracht.

Es fehlte nur die passende Location. Seit geraumer Zeit hatte die damals noch „Le Café – was sonst!?!“ heißende Gastronomie ihre Rollläden geschlossen. Also fassten die beiden Freunde den Plan, nach dem Urlaub sofort den Kontakt mit dem Vermieter aufzunehmen. Zurück in Köln, aber zu spät. Die beiden erfahren, dass die Kneipe am Nippeser Wilhelmplatz schon einen neuen Besitzer hat.
Aber manchmal ist Geduld eine Tugend. Kaum ein halbes Jahr nach ihrem Urlaub werden sie kontaktiert, ob das Interesse an der Kneipe immer noch bestehe. Und so war es.

Ort- und Zeitwechsel. Hier und jetzt in Nippes

Unzählige Dinge mussten in den letzten Monaten besprochen werden, Konzepte wurden verglichen und Einrichtungsdesigns ausgesucht, denn das Projekt: „Kneipe für Nippes“ läuft auf Hochtouren. Unterdessen wurde ein weiterer Freund mit ins Boot geholt. Martin ist gelernter Schreiner und hat das Know-how, die zahlreichen Umbauten umzusetzen.

Die drei Freunde planen zunächst eine Karnevals-Partyreihe, um sich zum einen schon ein wenig Gehör im Viertel zu verschaffen und zum anderen einen Haufen Erfahrungen zu sammeln. Auch ist so ein großer Umbau natürlich nicht umsonst, da hilft etwas zusätzliches Kleingeld ein wenig.

Das WilhelmsEck wird für die Karnevalstage kurzerhand in „WilhelmsJeck“ umbenannt. Ab Aschermittwochbeginnt die Fastenzeit. In den katholischen Kirchen wird am Morgen eine Messe gefeiert, in der die Palmzweige, die am letzten Palmsonntag gesegnet wurden, verbrannt werden und aus ihrer Asche ein Kreuz als Symbol der Buße und Reinigung auf die Stirn der Gläubigen vom Priester gezeichnet. Mittags steht traditionell Fisch auf dem Speiseplan, denn nach katholischer Liturgie ist der Aschermittwoch ein strenger Fastentag, an dem man sich nur einmal satt essen und auf Fleisch verzichten sollte., dann wenn alles vorbei ist, geht es im WilhelmsEck erst richtig los. Es wird renoviert, die komplette Einrichtung gewechselt und der Karte werden kulinarische Highlights hinzugefügt. Aber vorher wird Fastelovend gefeiert! Die Veranstaltungsreihe trägt das Motto „FIERE, DANZE, LEEDER SINGE“ und getreu diesen Slogan wird ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt. Musiker aus dem Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis der Inhaber liefern Musik für Jung und Alt, für Nippeser und „Im(m)is“, für erfahrene Karnevalsjecke und „Greenhorns“. Der gemeinsame Nenner soll die Freude am Feiern und Miteinander sein, damit das Veedel eine hoffentlich legendäre, sechstägige Party erleben wird, bei der sich jeder Jeck wohl fühlt!

Wilhelmsjeck Kneipe in Nippes  

Was bis Karneval noch so alles passiert, wie die Drei das Musikprogramm ganz festzurren, was nach Karneval mit den drei Jungs und aus dem „WilhelmsJeck“ wird und ob aus der Schnapsidee eine Geschäftsidee wird, könnt ihr auf appsolutjeck.de lesen.

Folgt dem „WilhelmsJeck“ auf Facebook und Instagram, um weitere Informationen und Berichterstattungen über die Entstehung und die weitere Planung zu erhalten!