„Morje es, wat do drus mähs!“ (Brigitte)
Mit Blick auf die Zukunft starten die Jecken in die Session 2027: „Morje es, wat do drus mähs!“ lautet das Motto der kommenden Session, das traditionell am Ende des Rosenmontagszuges vom Zugleiter enthüllt wird.
Das Karnevalsmotto auszusuchen ist das Privileg des Zugleiters, aktuell Marc Michelske, und seines Teams, und die Ergebnisse sind in der Community oft umstritten – zu lang, zu kompliziert und … und … und … Aber schon mit dem Focus auf das Ehrenamt – „Allaf – mer dun et för Kölle“ in dieser Sesion hatte das Festkomitee Kölner Karnevalvertritt die Interessen von mehr als hundert Karnevalsgesellschaften und Vereinen. Seine Aufgabenliste reicht von der Organisation des Rosenmontagszuges, der Wahl und Vorbereitung des Dreigestirns, der Durchführung der Proklamation, der Jugend- und Nachwuchsförderung über die Darstellung des Kölner Karnevals in der Presse, die Vermarktung des Sessionslogos, die Übertragungsrechte für Hörfunk- und Fernsehsitzungen, die Vertretung gegenüber Stadt und Öffentlichkeit bis hin zur Dokumentation der eigenen Geschichte im Kölner Karnevalsmuseum. More viel Zustimmung erfahren. Ähnlich dürfte es mit dem neuen Motto sein, das das Thema Zukunft in all seinen Facetten in den Mittelpunkt rückt. Denn „Morje es, wat do drus mähs!“ umschreibt vieles, wofür der Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More steht und stehen sollte – Initiative, Engagement, Gemeinschaft!
Was heißt das: „Morje es, wat do drus mähs!“?
„Wir alle verzweifeln manchmal an den ganz großen Themen unserer Zeit: ob kriegerische Auseinandersetzungen, weltweite Krisen, steigende Inflation oder Rentenlücke”, so der scheidender FK-Präsident Christoph Kuckelkorn: „Man verliert oft aus dem Blick, dass man selbst etwas tun kann. Vom wertschätzenden Umgang miteinander über Hilfsbereitschaft im Alltag bis zum Energiesparen und nachhaltigem Handeln ganz allgemein: Jeder von uns entscheidet mit, welchen Kurs wir steuern und wie das Morgen aussehen wird. Also: Arsch huh und anpacken!”
Das neue Motto fordert uns Jecken tatsächlich auf, nicht nur zu beklagen, was möglicherweise alles schlecht läuft. Vielmehr gelte es, selber mitanzupacken, nicht nur in den Sozialen Medien und anderswo zu meckern, sondern aktiv für Verbesserungen einzutreten und an positiven Veränderungen mitzuwirken.
„Nur, wer sich mit anderen austauscht und gemeinsam nach Lösungen sucht, wird am Ende erfolgreich sein…“ , gibt der Noch-FK-Präsident seinem künftigen Nachfolger mit auf den Weg. Gerade in einer Zeit der weltweit stärker werdenden Autokraten sei es wichtig, zu spüren, dass man selbst etwas bewegen kann. „Wir sind nicht ohnmächtig, so Kuckelkorn, weder in unserer kleinen Welt des Karnevals, noch in der Stadtgesellschaft, noch in der Gesellschaft insgesamt.”

Und es gibt viele Themen und Bereiche, in denen sich der Jeck engagieren kann, auch ohne sich fest in eine karnevalistische Institution einzubinden.
Thema „Nachhaltigkeit“:
Wie können Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More und Umwelt miteinander in Einklang gebracht werden? Kann man Kostüme wiederverwerten, müssen Unmengen an Kamellehochdeutsch Bonbons, werden im Zug geworfen. Dazu zählen nicht nur einfache Bonbons, sondern auch Waffeln, Weingummis, Schokolade, Pralinen und Ähnliches. More geworfen werden, kann man beim Wagenbau Teile recyceln … Ideen und Handlungsansätze gibt es genug!
Thema: Kölsche Sprache und kölsches Liedgut : Wie können diese weitergegeben werden? Durch eine Kölsch-AG, einen Kölsch-Chor, kölsches Theater …
Thema Brauchtum: Wie macht man Kinder mit dem Fastelovend vertraut, wenn sie den in ihrer Familie nicht kennenlernen? Durch Kindergruppen Kindertanzgruppen, Kinderveranstaltungen, Besuche in Kitas und Schulen, Vorlesen, Bastelaktionen …
Zukunftsprojekt „AlaafAlaaf ist das wichtigste Wort im Kölner Karneval, Schlachtruf aller kölschen Jecken und wird ständig und immer dreimal gerufen. 2040” – Das Festkomitee hinterfragt sich selbst und seine Rolle für den Fastelovend: Das breit angelegte und wissenschaftlich begleitete Zukunftsprojekt „AlaafAlaaf ist das wichtigste Wort im Kölner Karneval, Schlachtruf aller kölschen Jecken und wird ständig und immer dreimal gerufen. 2040” soll Schwerpunkte der karnevalistischen Arbeit von morgen definieren.
Am Ende zählt, welche schönen Gedanken sich in vernünftiges Handeln übertragen lassen. Oder um mit dem Schriftsteller Erich Kästner zu sprechen: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!
„Morje es, wat do drus mähs!“ – packen wir es an! Wir in der Redaktion von Appsolut Jeck sind jedenfalls gespannt, wie unser Fastelovend weiterentwickelt werden wird.

Bildnachweis: Fotos ©Festkomitee Kölner Karneval, AWB Köln













