Ein Wald für Köln – und ein kleines Stückchen Karneval darin (Vera)
Manchmal zeigt sich die Seele des Kölner Karnevals genau dort, wo man sie vielleicht gar nicht vermuten würde: auf einem riesigen Acker am Rand von Raderthal . Zwei Fußballfelder groß, kalt und heute ultra matschig – und gleichzeitig erfüllt von genau dem Zusammenhalt, der unsere Stadt ausmacht.

Rund 150 Menschen hatten sich heute angemeldet, um gemeinsam anzupacken und den ersten „KarneWALD“ zu pflanzen – ein nachhaltiges Projekt, das aus der Spendenaktion des Kölner Dreigestirns der vergangenen Session entstanden ist. Insgesamt 77.777 Euro gingen an die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V., damit hier, im äußeren Grüngürtel, ein grünes Zeichen des Karnevals entstehen kann: 10.000 junge Bäume und Sträucher, sorgfältig in die Erde gesetzt.


Auch die zweite Herzensangelegenheit des ehemaligen Dreigestirns fand hier Erwähnung: 25.555 Euro flossen an den Freundeskreis Marie-Luise Nikuta LEVVE UN LEVVE LOSSE e.V., zur Gestaltung des neuen Marie-Luise-Nikuta-Platzes am Rudolfplatz. Ein schöner Gedanke – zwei Projekte, die Köln zugleich bewahren und wachsen lassen.

Prominente Unterstützung zwischen Matsch und Setzlingen
Vom Festkomitee waren Michael Kramp, Lutz Schade und Christoph Kuckelkorn vor Ort; nahbar, helfend, mitten im matschigen Acker. Auch das designierte DreigestirnDreigestirn, auch Trifolium genannt, besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind die obersten Repräsentanten des Kölner Karnevals und bekommen bei der Proklamation die Macht über die Stadt bis Aschermittwoch übertragen. Seit 1883 bilden sie eine feste Einheit, seit 1938 werden sie als Dreigestirn bezeichnet. More griff beherzt zu Spaten und Handschuhen und zeigte, dass Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More nicht nur aus Reden und Ordenwerden auch im Karneval als Anerkennung für besondere Verdienste verliehen. Freunde und Förderer der Gesellschaften, Künstler, illustre Gäste und edle Spender werden mit Orden ausgezeichnet, aber auch jeder Jeck kann sich selber einen Sessionsorden kaufen. Sollten Orden in den Anfängen einmal die Ordensflut der preußischen Obrigkeit persiflieren, sind sie inzwischen zu begehrten Sammlerobjekten geworden. Denn die Karnevalsgesellschaften haben den Ehrgeiz, jedes Jahr künstlerisch wertvolle und aktuelle Exemplare zu entwickeln, und so gibt es in jeder Session eine Vielzahl an bunt schillernden Orden. Besonders begehrt ist die P... More besteht – sondern auch aus Einsatz.


Besonders charmant: Für PrinzDer Prinz Karneval ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. und wird vom Bauer und der Jungfrau begleitet. Sein Ornat ähnelt der Robe früherer hoch gestellter Adeligen. Der Prinz trägt ein weißes Unterkleid, darüber einen prächtigen mit Mantel mit Hermelinbesatz, Pluderhosen, weiße Strumpfhosen und rote Schuhe, wie sie früher die Könige und Päpste trugen. Auf dem Kopf hat er einen Hut mit vier Fasanenfedern. Die Farben haben eine besondere Bedeutung: Die weiße und die rote Feder stehen für die Stadt Köln, die gelbe für die Kirche und die grüne für die Menschen. Als Insignie erhält er eine Pritsche. Si... More, BauerDer Bauer ist teil des Kölner Dreiugestirns. „Seine Deftigkeit“ symbolisiert die Wehrhaftigkeit der alten Reichsstadt Köln. Der Bauer geht auf eine historische Figur zurück. 1288 besiegten die Kölner Bürger den Erzbischof in der Schlacht von Worringen und regierten von da an in Köln. Unter ihnen soll auch der Bauer gewesen sein, der mit dem Dreschflegel kämpfte und die Stadtschlüssel am Arm trug. Der Bauer ist immer der Stärkste im Dreigestirn und muss die Stadt beschützen. Deshalb trägt er einen Hut mit 125 Pfauenfedern auf dem Kopf. Der ist sehr schwer und wiegt 1,6 Kilogramm. Die Pfauenfedern stehen für die Unst... More und JungfrauDie Jungfrau, „Ihre Lieblichkeit“, ist als beschützende Mutter Colonia Teil des Kölner Dreigestirns. Sie trägt ein Gewand wie die römische Stadtgründerin Agrippina und eine Krone, die wie eine Mauerkrone aussieht. Sie steht als Zeichen dafür, dass die Kölner Stadtmauer nicht erobert werden kann. Bei der Proklamation erhält die Jungfrau einen Spiegel, den sie den Jecken vorhalten kann, wenn diese sich nicht an die Regeln halten. More der vergangenen Session (René Klöver, Michael Samm und Hendrik Ermen) wurden drei symbolische Bäume gesetzt – und jeder bekam seine eigene Art:
•PrinzDer Prinz Karneval ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. und wird vom Bauer und der Jungfrau begleitet. Sein Ornat ähnelt der Robe früherer hoch gestellter Adeligen. Der Prinz trägt ein weißes Unterkleid, darüber einen prächtigen mit Mantel mit Hermelinbesatz, Pluderhosen, weiße Strumpfhosen und rote Schuhe, wie sie früher die Könige und Päpste trugen. Auf dem Kopf hat er einen Hut mit vier Fasanenfedern. Die Farben haben eine besondere Bedeutung: Die weiße und die rote Feder stehen für die Stadt Köln, die gelbe für die Kirche und die grüne für die Menschen. Als Insignie erhält er eine Pritsche. Si... More: Blauglockenbaum
•BauerDer Bauer ist teil des Kölner Dreiugestirns. „Seine Deftigkeit“ symbolisiert die Wehrhaftigkeit der alten Reichsstadt Köln. Der Bauer geht auf eine historische Figur zurück. 1288 besiegten die Kölner Bürger den Erzbischof in der Schlacht von Worringen und regierten von da an in Köln. Unter ihnen soll auch der Bauer gewesen sein, der mit dem Dreschflegel kämpfte und die Stadtschlüssel am Arm trug. Der Bauer ist immer der Stärkste im Dreigestirn und muss die Stadt beschützen. Deshalb trägt er einen Hut mit 125 Pfauenfedern auf dem Kopf. Der ist sehr schwer und wiegt 1,6 Kilogramm. Die Pfauenfedern stehen für die Unst... More: Roteiche
•JungfrauDie Jungfrau, „Ihre Lieblichkeit“, ist als beschützende Mutter Colonia Teil des Kölner Dreigestirns. Sie trägt ein Gewand wie die römische Stadtgründerin Agrippina und eine Krone, die wie eine Mauerkrone aussieht. Sie steht als Zeichen dafür, dass die Kölner Stadtmauer nicht erobert werden kann. Bei der Proklamation erhält die Jungfrau einen Spiegel, den sie den Jecken vorhalten kann, wenn diese sich nicht an die Regeln halten. More: Walnuss



Auch ein Pfarrer war vor Ort und spendete den Segen.
Hendrik Ermen (JungfrauDie Jungfrau, „Ihre Lieblichkeit“, ist als beschützende Mutter Colonia Teil des Kölner Dreigestirns. Sie trägt ein Gewand wie die römische Stadtgründerin Agrippina und eine Krone, die wie eine Mauerkrone aussieht. Sie steht als Zeichen dafür, dass die Kölner Stadtmauer nicht erobert werden kann. Bei der Proklamation erhält die Jungfrau einen Spiegel, den sie den Jecken vorhalten kann, wenn diese sich nicht an die Regeln halten. More Marlis) bat darum den Bankräuber, der vor zwei Wochen eine Sitzbank entwendet hatte, ins Gebet einzuschließen und ihm einen gesegneten Durchfall zu wünschen. Köln wäre nicht Köln, wenn selbst ein Segen nicht ein bisschen Humor hätte.
Gepflanzt wurden heute nicht nur junge Buchen, Eichen, Fichten oder Kirschbäume – sondern auch Hoffnung. Und eine Blumenwiese, die im Sommer all das zum Blühen bringt, wofür der Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More steht: Lebensfreude, Gemeinschaft und das Gefühl, dass jeder von uns ein kleines bisschen dazu beitragen kann, diese Stadt bunter – und grüner – zu machen. MER DUN ET FÖR KÖLLE

Der „KarneWALD“ ist kein fertiges Projekt. Er ist ein Anfang. Einer, der zeigt, dass Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More viel mehr ist als nur eine kurze, laute Zeit im Jahr – er ist beständig.
Er ist auch Verantwortung.
Und heute hat man sie wachsen gesehen.

Ich für meinen Teil kann jetzt jedenfalls behaupten: Ich habe einen Wald gepflanzt. Kam zwar wie ein kleines Drecksschweinchen nach Hause, aber irgendwie fühlte sich dieser Mittag auf dem Acker verdammt gut an.
#Drewkeempfiehlt pflanzt Blumen und Bäume!













