Unterwegs mit – Guido Cantz (Nicci)

Der blonde Herr aus Porz namens Guido Cantz hatte mich eingeladen, ihn einen ganzen Abend in der Karnevalssession zu begleiten. Dies habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen. So zog ich denn gemeinsam mit ihm durch die großen Sitzungssäle Kölns.

Was war los?

An jenem Abend waren wir ein Quartett. Guido, sein Bekannter Rolf, der Fahrer Martin und ich – die Nicci. Es ging los bei den Mädels der Großen Braunsfelder im Pullman. Der Hofburgist die Residenz des Kölner Dreigestirns. Kurz vor der Proklamation ziehen das Dreigestirn und seine Adjutanten in Begleitung ihrer und befreundeter Gesellschaften mit großem Spektakel um 11.11 Uhr in die Hofburg ein, seit vielen Jahren das Hotel Pullman Cologne in der Helenenstraße. Dort überreicht ihnen der Hoteldirektor in einer jecken Feierstunde den goldenen Schlüssel. Bis Aschermittwoch residieren sie hier und können sich jeweils nachts ein paar Stunden von den Strapazen ihrer Auftritte erholen. unseres Dreigestirns. Dort waren wir zu Guido Cantz‘ erstem Auftritt des Tages verabredet.

Guido Cantz, Blondiläum, Gürzenich, Pullman, Maritim, Karneval 2018, Fasteloven, Büttenredner
„Moooorjeeen“ schallte es durch den Saal, als er die Damen begrüßte. Und wer Guido schon mal auf der Bühne erlebt hat, der kennt diese Begrüßung bereits. Das Publikum hatte er schnell im Griff und die Aufmerksamkeit der Mädels war ganz bei ihm. Sein Programm, welches aktuelle Themen der Politik, des Sports, des TV Programms und diverse Alltäglichkeiten beinhaltet, kam super an. Der Applaus am Ende war riesig und Guido verließ die Bühne mit Klatschmarsch.

Für uns ging es direkt weiter. Ab in den Gürzenich! Dort wartete etwas Besonderes auf uns, denn hier wurde eine Sitzungist eine Karnevalsveranstaltung zwischen der Proklamation und Karnevalsdienstag mit einem bunt gemischten Bühnenprogramm: Tanzgruppen und Korpsgesellschaften ziehen in den Saal und präsentieren ihre Tanzkünste, Büttenredner widmen sich mit Witz und Ironie den großen und kleinen Themen der Welt und kölsche Musiker reißen das Publikum von den Stühlen. Highlights sind der Einzug des Dreigestirns und die Ansprache des Prinzen an sein „Narrenvolk“. fürs Fernsehen aufgezeichnet. Ich suchte mir einen Platz im Backstage, wo man durch einen Bildschirm den Auftritt von Guido Cantz aus der Perspektive eines TV-Zuschauers sehen konnte. Ziemlich interessant so eine Aufzeichnung hinter den Kulissen.

Als dieser Auftritt erledigt war, ging es weiter Richtung Sartory. Und auch das sollte nicht der letzte Termin des Abends sein. Auf der Agenda standen noch die Flora und das Maritim Hotel in Köln. Zeitliche Enpässe gab es für uns an diesem Abend nicht. Guido erzählte, dass er dies bei seiner Auftrittplanung sehr berücksichtigt. „Immer genügend Zeit dazwischen lassen, dann bleibt auch alles entspannt.“ erklärte er mir. Und so war es wirklich. Bis zum letzten Auftritt um 23:30 bei den Blauen Funken war Guido bei bester Laune und es gab keinerlei hektische Situationen.

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Wie habe ich Guido Cantz erlebt?

Guido Cantz ist ja nicht nur in der 5. Jahreszeit aktiv. Wenn die Jecken in Köln nicht mehr unterwegs sind, um bespaßt zu werden, sieht man ihn oft in TV-Produktionen oder er ist in seiner Firma aktiv. Denn fern ab von der Bühne beschäftigt er sich ebenfalls mit dem Showbusiness. Hier vermittelt er Bands, andere Redner und hilft mit, Events zu organisieren und mit Programmpunkten zu bestücken. Die Entertainment-Branche verfolgt er also mit Leib und Seele. Und ja – genau so habe ich ihn an diesem Abend auch empfunden.

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Auf meine Späße mit dem Handy (Wer hat die Instastory gesehen?) ist er super eingegangen, er antwortete auf jede Ansprache so wie er sich auf jedes Publikum immer wieder neu freut. Dabei stellt er sich stets auf dieses ein. Natürlich werden die Menschen in seinem Arbeitsumfeld ebenfalls mit Respekt behandelt. Egal ob der Parkwächter vom Gürzenich, die Security im Sartory oder die Dame vom Catering in der Flora, jeder wird begrüßt und wenn es die Umstände zulassen, wird auch gerne mal ein kleines Schwätzchen gehalten. Am liebsten über den FC Köln oder ein bisschen Klatsch aus dem Nähkästchen. So erlebt man ihn, wie er sich mit einer Band unterhält, während er auf einem Hocker im kahlen Treppenhaus sitzt, oder wie er seine Tourgäste (Rolf und mich) mit Späßen und lecker Kölsch versorgt. Wir mussten ja nicht „arbeiten“. 😉  Apropos! Guido trinkt während der gesamten Karnevalssession keinen einzigen Tropfen Alkohol. Nur Wasser, und im Auto gab es frischen Ingwertee mit Apfelstückchen aus der Tupperdose. „Vitamine! Wir wollen ja nicht krank werden!“ Sagte er, als ich ihn darauf ansprach.

Als wir im Auto saßen ohne Trouble um uns herum, war er offen für alle meine Fragen und hatte auch keine Scheu, mich mal auf die Schippe zu nehmen. Unser Dauerrenner im Auto war allerdings die aktuelle Werbekampagne einer Singlebörse. „Stell dir mal vor, die tätowierte Nicci wäre da auf dem Plakat! Oder ICH!?“ Da war das Gelächter schon groß!

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Der Abend war jedenfalls sehr interessant, lustig und schön. Ich war mit super netten Leuten unterwegs. Habe tolle Einblicke gewonnen und erfreute Sitzungssäle erlebt! Guido Cantz ist wirklich ein super Typ, und wenn er zeitlich nicht unter Druck steht, nimmt er sich immer Zeit für ein Foto mit Fans. Danke, dass ich dabei sein durfte!

PS: Ich habe herausgefunden, dass von den roten Anzügen zwei Stück existieren. 😉