Ein Abend mit „De Familich“ im Kornbrenner (Vera)
Geschichten zum Mitsingen von der Südstadt bis Nippes! Manchmal geht man völlig unbedarft in einen Abend und kommt mit dem Gefühl heraus, etwas richtig Schönes erlebt zu haben. Genau so ging es mir beim Konzert von „De Familich“ im Kornbrenner in Nippes.

(c) by Vera Drewke
Die kölsche Band, die ihre Wurzeln in der Südstadt hat, wurde 2005 rund um den Sänger und Gitarristen Wolfgang Anton gegründet, der leider viel zu früh verstorben ist. Nach langer Pause haben sich die verbliebenen Musiker entschieden, das Projekt wieder zu beleben. Zu schade wären die Lieder gewesen, um sie einfach in Vergessenheit geraten zu lassen. Die ersten beiden Revival-Konzerte im Jahr 2025 zeigten dann auch, dass die alten Fans noch da sind: Man kannte sich teilweise noch von den frühen Auftritten, und die Resonanz war so groß, dass die Band beschlossen hat, weiterzumachen.

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Heute besteht „De Familich“ aus Josef Loup an der Gitarre und Gesang, Volker Becker an der Geige und Flitsch, Michael Tamme am Bass und Tanja Krämer an der Quetsch.

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Das Konzert im Kornbrenner war ein bestuhltes Mitsingkonzert im hinterem Raum. Es war urig, kuschelig und gesellig. Damit auch wirklich jeder mitsingen konnte, gab es ein Textheft mit 21 Songs, streng alphabetisch sortiert. Gesungen wurde in zwei Sets mit einer kurzen Pause dazwischen.

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Im Mittelpunkt standen die eigenen Songs der Band – Lieder, die man nicht zwingend im Ohr hat, aber genau dafür gab es ja die Texthefte. „De Familich“ steht für Lieder, die Geschichten erzählen, und das merkt man in jeder Zeile. Manchmal denkt man beim Blick ins Heft: “Ach, Kölsche Jung, das kenn ich doch.” Und dann ist es ein ganz anderer Text – einer, den man so noch nie gehört hat – und der einem trotzdem direkt ins Herz geht. Als Südstädterin, fand ich natürlich die Südstadt Anekdoten besonders schön. Zwischendurch gab es auch das ein oder andere vertraute Lied der Bläck Fööss, bei denen das Textheft getrost zur Seite gelegt werden konnte.

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Es wurde geschunkelt, viel gelacht, mitgesungen. Ein durch und durch geselliger Abend mit Freunden, ein paar Kölsch und Musik, die etwas zu erzählen hat. Ich bin völlig ohne Vorkenntnisse hingegangen und gehe mit dem festen Vorsatz raus: Das mache ich wieder.

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Fotos ©Vera Drewke












