Ne wat wor dat schön … 11.11. am Eigelstein! (Red.)
11.11.Am 11.11. geht es wieder los und die Jecken feiern den Start in die neue Session! Im ansonsten meist eher tristen Monat November ziehen Tausende von bunt verkleideten Jecken in Richtung Altstadt zur großen Straßensitzung der Willi-Ostermann-Gesellschaft auf dem Heumarkt, auf die Schäl Sick zum Große Kölsche Countdown, der familienfreundlichen Sessionseröffnung der Grosse von 1823 in den Tanzbrunnen, auf die Zülpicher Straße, dem Hotspot für junge Jecken, oder in ihr Veedel wie zur Open Air Sessionseröffnung der Nippeser Bürgerwehr auf dem Wilhelmplatz in Nippes. Auch vor und nach dem 11.11. gibt es zahlreiche Veransta... More am Eigelstein: Dat Trömmelsche jeht un mer stonn all parat! Seit einigen Jahren eröffnen die Appelsinefunke dort die Session. Letztes Jahr fiel die Veranstaltung coronabedigt aus, dieses Jahr, noch immer unter Coronabedingungen, fand sie wieder statt. Aber, wie soll das gehen, ein fröhliches Fest ungezwungen zu feiern und trotzdem der Pandemie Rechnung zu tragen?
Fröhlich war das Fest, ungezwungen auch und auch die Corona-Beschränkungen wurden eingehalten. Der Vorplatz zu Torburg war abgesperrt und der Einlass wurde kontrolliert. Pünktlich 17 Uhr ging es los. Die ganzen nervigen Diskussionen über das notwendige oder unsägliche Impfen fanden einfach nicht statt. 2G war angesagt und ohne gültigen Impfnachweis gab’s keinen Platz im Geviert. Manchmal gehen einfache Sachen auch ganz einfach. Ansonsten aber war alles, wie in den Jahren zuvor.


Die Menschen kamen in Kostümen, mal mehr, mal weniger phantasievoll, immer aber mit guter Laune und der Vorfreude auf einen stimmungsvollen Auftakt zum Fastelovend. Der ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Michael Gerhold, Präsident der Appelsinefunke, begrüßte das Publikum, entschuldigte das diesmal abwesende DreigestirnDreigestirn, auch Trifolium genannt, besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind die obersten Repräsentanten des Kölner Karnevals und bekommen bei der Proklamation die Macht über die Stadt bis Aschermittwoch übertragen. Seit 1883 bilden sie eine feste Einheit, seit 1938 werden sie als Dreigestirn bezeichnet. More (Der PrinzDer Prinz Karneval ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. und wird vom Bauer und der Jungfrau begleitet. Sein Ornat ähnelt der Robe früherer hoch gestellter Adeligen. Der Prinz trägt ein weißes Unterkleid, darüber einen prächtigen mit Mantel mit Hermelinbesatz, Pluderhosen, weiße Strumpfhosen und rote Schuhe, wie sie früher die Könige und Päpste trugen. Auf dem Kopf hat er einen Hut mit vier Fasanenfedern. Die Farben haben eine besondere Bedeutung: Die weiße und die rote Feder stehen für die Stadt Köln, die gelbe für die Kirche und die grüne für die Menschen. Als Insignie erhält er eine Pritsche. Si... More ist in Quarantäne) und los ging’s mit Musik und Stimmung.

Ob Kölsche Adler, Rabaue oder Domstürmer, alle Bands waren offensichtlich froh, endlich wieder eine Bühne zu haben und das Publikum sang begeistert mit.






Und so blieb es dann bis zum Ende als die Appelsinefunke ihren traditionellen Fackelzug nach Nippes antraten.

Das Sicherheitskonzept der Bürgerwehr hat sich für den Abend bewährt. Ob es auch nächste Woche noch so gesehen werden kann, wird sich zeigen. Zu hoffen wäre es aber schon.
Bildnachweis: Alle Fotos © BKB Verlag











