125 Jahre Schnüsse Tring (Wilfried)
Mit einem neuen Präsidenten und einem neuen Sitzungsformat begeisterte die Alte Kölner Karnevalsgesellschaft Schnüsse Tring von 1901 e.V. im 125. Jubiläumsjahr die Jecken im Theater am Tanzbrunnen. Namensgeber der Familiengesellschaft war die Schnüsse Tring, Katharina Mund, Bedienstete – „Vom Stande her niedrig, aber der Rücken gerade!“
Am 17.1.2026 fand im Theater am Tanzbrunnen die Mottositzung der Alten Karnevalsgesellschaft Schnüsse Tring von 1901 e.V. statt.
Was für eine wunderbare Familiengesellschaft. Jeder kennt jeden und immer noch beheimatet im Stadtteil Ossendorf, zu dem man immer noch eine innige Beziehung hegt.
Natürlich ausverkauft, Stimmung schon vor Beginn hervorragend.

Mottositzung am 17. Januar 2026 im Theater am Tanzbrunnen; Unser Ehrenmitglied, -senator und -gast Ludwig Sebus
Hauptakt zu Beginn war der Präsidentenwechsel und dessen Ernennung durch das Festkomitee. Achim Kaschny, der allgewaltige Präsident, gab nach 16 Jahren sein Amt ab.
Was hat dieser Mann für seine Karnevalsgesellschaft geleistet. Immer omnipräsent, aber doch im Hintergrund führte er seinen Verein durch alle Wirren der Pandemie und sicherte auch durch seinen Weitblick die finanzielle Basis durch diese Zeiten.
Er übergab Dirk Königs sein Amt und alle sind sicher, dass er die Tradition des Vereines gesund und weitblickend weiterführt.

Mottositzung am 17. Januar 2026 im Theater am Tanzbrunnen; Proklamationist die feierliche Amtseinführung des Kölner Dreigestirns und des Kölner Kinderdreigestirns: Der Prinz erhält die Narrenpritsche, mit der er das närrische Volk regiert und Griesgram, schlechte Laune und Sorgen vertreibt. Der Bauer bekommt als Zeichen für die Wehrhaftigkeit der Stadt die Stadtschlüssel übergeben, die Jungfrau erhält den Spiegel, in dem sie nicht nur ihre Schönheit bewundern, sondern zugleich dem Volk den Narrenspiegel vorhalten kann. More von Dirk Königs zum Präsidenten durch das Festkomitee Kölner Karnevalvertritt die Interessen von mehr als hundert Karnevalsgesellschaften und Vereinen. Seine Aufgabenliste reicht von der Organisation des Rosenmontagszuges, der Wahl und Vorbereitung des Dreigestirns, der Durchführung der Proklamation, der Jugend- und Nachwuchsförderung über die Darstellung des Kölner Karnevals in der Presse, die Vermarktung des Sessionslogos, die Übertragungsrechte für Hörfunk- und Fernsehsitzungen, die Vertretung gegenüber Stadt und Öffentlichkeit bis hin zur Dokumentation der eigenen Geschichte im Kölner Karnevalsmuseum. More
Lutz Schade, Udo Marx, Erich Ströbel und FK Vize Christine Flock waren extra angereist, um diesen Festakt zu gestalten. Sehr kurzweilig und mit stolzgeschwellter Brust ließ Dirk sich von seiner Ehegattin die Präsidentenkette umhängen, da sie nach nach Aussagen des Festkomitees das Können hätte einen Mann in Ketten zu legen.

Direkt im Anschluss startete das Programm mit der Kindertanzgruppe der Kammerdiener und der Kammerkätzchen. Da geht mir ja das Herz auf. 30 Kinder auf der Bühne und Tanzfreude vom Feinsten.
Etwas Besonderes änderte sich bei den Kindern und Erwachsenen der Tanzgruppe in diesem Jahr. Waren die Kammerkätzchen bisher dafür bekannt ohne Strumpfhosen zu tanzen, hatte die Mädchen und Frauen beschlossen, dies zu ändern und tanzen ab sofort mit Tanzstrumpfhosen.
Sie hatten abgestimmt und wie sich das in einer Familiengesellschaft gehört, wurde dies ohne wenn und aber genehmigt. Toll, keine Querelen, einfach beschlossen und akzeptiert.

Danach betrat ein alter Bekannter die Bühne. Willibert Pauels, Ne Bergische Jung. Diakon und Redner im Ruhestand sprühte vor Aktionismus und riss alle mit. Konsequenz: Standing Ovation.

Bei Mätropolis, der Band bestehend nur aus Frauen, rieb ich mir verwundert die Augen. Früher so Durchschnitt, haben sie sich super gemausert. Wow, was für eine Bühnenpräsensenz von der Sängerin Linda.

Volker Weiniger als Sitzungspräsident strapazierte die Bauchmuskeln vor Lachen bis an die Grenzen, genau wie Marc Metzger, der diese Session noch besser, aber auch bissiger geworden ist.

Der Jan von Werth marschierte mit gefühlten 500 Mann in den Saal. Tolles Jan und Griet-Paar dieses Jahr und ein Tanzpaar der Extraklasse.
Thomas Cüpper ließ das Publikum schunkeln und begeistert zuhören. Ich mag ihn sehr, er verkörpert so den alten Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More mit seinen Liedern. Höhner und Paveier rissen alle von den Stühlen, auch zur späten Stunde. Profis durch und durch, die wissen, welche Lieder das Publikum spät am Abend braucht
Zwischendurch die Fidelen Kölsche. Ich glaube, daß es keine Karnevalsgesellschaft in Köln gibt, die den Veedelskarneval auf der Bühne so verkörpert wie die Gruppe um Marcel Geipel und Peter Hörth. Extraklasse und Chapeau !

Es war eine wunderbare Sitzungist eine Karnevalsveranstaltung zwischen der Proklamation und Karnevalsdienstag mit einem bunt gemischten Bühnenprogramm: Tanzgruppen und Korpsgesellschaften ziehen in den Saal und präsentieren ihre Tanzkünste, Büttenredner widmen sich mit Witz und Ironie den großen und kleinen Themen der Welt und kölsche Musiker reißen das Publikum von den Stühlen. Highlights sind der Einzug des Dreigestirns und die Ansprache des Prinzen an sein „Narrenvolk“. More im ausverkauften Saal mit viel Flair und Familiensinn. Man wurde sofort, auch als nicht Vereinsmitglied, in die Reihen aufgenommen. Ich liebe diese Art von Sitzungen.
Diese ab jetzt besonders.
Wilfried Wiltschek













