Karneval – Aber nicht alleine! (Tina)

… Oder wie es ist, sich einer fremden Gruppe anzuschließen

Wer kennt es nicht? Du bist schon voll in Karnevalsstimmung, aber deine üblichen Verdächtigen noch nicht? Du weißt, die Session ist kurz? Dann hab ich einen Tipp: Such dir eine schöne Veranstaltung raus und schließ dich einer fremden Gruppe an, so trefft ihr auf mindestens einen gemeinsamen Nenner: Zusammen jeck feiern!

 

So war es bei mir am vergangenen Samstag, eine Bekannte lud mich ein, sie und eine für mich fremde Truppe zur Franzosensitzung zu begleiten. Immer von Vorteil: sich vor Beginn der Veranstaltung vorab zu treffen, um sich gemeinsam auf einen schönen Abend einzustimmen, alle einmal namentlich kennenzulernen und diese Namen im Laufe des Abends auch zu behalten. Kein leichtes Unterfangen.

Sehr empfehlenswert, um sich direkt ein bisschen beliebt zu machen, wenn man den passenden #Jecksnacks mitbringt. In meinem Fall war dies ein alkoholisches Erfrischungsgetränk der „Spritzer“ und zwecks Grundlage eine Auswahl an Laugenbrezel, Käsestangen und den passende Dips, welche sich bestens in das restliche Buffett von Trauben sowie Käse- und Salamiwürfeln einreihen durften. Denn eine tolle Sache bei der Franzosensitzung ist u.a., dass man hier seine eigene Verpflegung in Form von kulinarischen Leckereien mitbringen darf.

Eine weitere Besonderheit ist ebenfalls, dass hier im Grunde das Motto schon vorgegeben ist, denn die meisten Gäste kommen als Franzosen kostümiert, dies sorgt ebenfalls für ein ganz einmaliges Gruppengefühl.

Aber warum ist das eigentlich so, an der Stelle verweise ich gerne auf einen Artikel der lieben Brigitte, nur so viel sei an dieser Stelle verraten, der Ursprung dieser schönen Sitzung liegt im einstigen Veranstaltungsort der ehemaligen Brasserie „Aller Kolör“ in der Südstadt. Welche im Jahr 2020 das erste Mal stattgefunden hat und aufgrund der wachsenden Begeisterung in der Stadthalle Mülheim 2022 wiederbelebt wurde.

Die Programm-Highlights des Abends:

Es begann schon am Einlass, zur Begrüßung gab es Kölsche Koks (ein Espresso Martini Shot) durch den Veranstalter Daniel Rabe selbst.

Zum Warm-up traten Vrings 5 auf, danach gab es was zu Lachen mit JP Weber, bis die erste Band Planschemalöör den Saal zum „Danze“ aufrief,

 

gefolgt von ausgelassener Stimmung bei Miljö,

Auerbach in ihren wunderschönen Pailettenglitzer-Jäckchen, darunter mottogetreu gestreifte Franzosenshirts.

Bauchmuskeltraining gab es mit Nici von Kempes Finest, die wie gewohnt ordentlich Gas auf der Bühne gab.

Auch eine wilde Saal-Polonaise während des Auftritts der Black Föös durfte genauso wenig fehlen wie „Mer losse d´r Dom en Kölle“ von 1973.

Fast zum Abschluss des Kölsch-französischen Abends kamen Druckluft auf die Bühne und brachten den Saal mit wahrscheinlich einem der absoluten Karnevalsbanger der diesjährigen Session, der „Karnevalsmaus“, zum Kochen!

Aber das war es noch nicht mit der wilden Tanzerei zu Ende, denn Kasalla wissen wie es geht, spätestens als sie mit uns in der Menge des Saals gemeinsam zu „Sing mich noh Hus“ schunkelnd den Abend beendeten.

Bunt durch den Abend führte übrigens Julie Voyage, wie auch schon die letzten Jahre zuvor.

Abgerundet wurde das Programm durch die tänzerische Darbietung des Tanzkorps Matrosen vum Müllemer Böötche und einem Auftritt von Aluis.

Mein Fazit:

Die Franzosensitzung mehr Stehung, Singung & Tanzung als Sitzung, so muss das sein in einem herrlich blau-weiß-rotem Ambiente mit bester Unterhaltung, Verpflegung und ausgelassener Stimmung. Und die fremde Truppe? Hier freue ich mich schon jetzt auf ein Wiedersehen an Rosenmontag, wenn es heißt „Der Zoch kütt“!

Fotos: @Tina Klingen