Karnevalistisches Beer-Tasting in der Birreria (Nicci)
Ich habe zwar noch nie an einem Beer-Tasting teilgenommen, aber gehört darüber habe ich schon viel. Als ich dann zu einer karnevalistischen Version einer Bieprobe eingeladen wurde, war ich zunächst ein wenig verunsichert, was mich denn dort erwarten würde.
Die Birreria, was ist das? Auch wenn der Kölner sein Kölsch über alles liebt, so hat der Horizont des Brauens noch einiges mehr zu bieten. Das haben sich Biersommelier Michael Müller (ehem. BauerDer Bauer ist teil des Kölner Dreiugestirns. „Seine Deftigkeit“ symbolisiert die Wehrhaftigkeit der alten Reichsstadt Köln. Der Bauer geht auf eine historische Figur zurück. 1288 besiegten die Kölner Bürger den Erzbischof in der Schlacht von Worringen und regierten von da an in Köln. Unter ihnen soll auch der Bauer gewesen sein, der mit dem Dreschflegel kämpfte und die Stadtschlüssel am Arm trug. Der Bauer ist immer der Stärkste im Dreigestirn und muss die Stadt beschützen. Deshalb trägt er einen Hut mit 125 Pfauenfedern auf dem Kopf. Der ist sehr schwer und wiegt 1,6 Kilogramm. Die Pfauenfedern stehen für die Unst... More DreigestirnDreigestirn, auch Trifolium genannt, besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind die obersten Repräsentanten des Kölner Karnevals und bekommen bei der Proklamation die Macht über die Stadt bis Aschermittwoch übertragen. Seit 1883 bilden sie eine feste Einheit, seit 1938 werden sie als Dreigestirn bezeichnet. More) und Braumeister Ben Ott auch gedacht, als sie unter dem Namen „Duex“ selber anfingen zu brauen. Und wenn man neben dem Bier auch noch eine Leidenschaft für Pizza hat, dann ist man in der Birreria genau richtig. Das bedeutet nämlich auf Deutsch „Bierlokal“ und in jedem guten Lokal gibt es auch etwas zu essen. In diesem Falle eine große Auswahl der beliebten italienischen Mahlzeit.

Beer Tasting und Karneval?
Jawohl, denn so stand es im Programm! Gewünscht war die Teilnahme im Kostüm und es wurde eine kleine Reise in die Welt des Bieres versprochen. Zunächst dachte ich mir, dass der einzige Unterschied zu einem normalen Beer-Tasting die Verkleidung wäre, aber ich sollte mich über den Abend hinweg belehren lassen. Die Tastings finden immer in Gruppen von ca. 8 bis maximal 20 Leuten statt. Überschaubar – jedoch nicht ungemütlich. Begrüßt wurde man vom Biersommelier persönlich und konnte sich zwischen den anderen Jecken einen Platz an der Theke oder einem Bartisch suchen.

Und als es dann pünktlich mit einer allgemeinen Begrüßung losging, habe ich den karnevalistischen Aspekt verstanden. Das Tasting wurde nämlich von der „Kölschen Schlabberbotz“ musikalisch unterstützt und so haben wir uns erstmal mit kölschen Liedern warm gesungen. Dann stellte Michael auch schon das erste Bier vor, welches zusammen mit Rievkoche serviert wurde. Insgesamt gab es sechs Biere mit geschmacklich darauf abgestimmten kölschen Happen. Von Tatar über Flönz bis hin zum Halven Hahn. Dazwischen wurde geschunkelt und gesungen. Typisch Kölsch eben!

Fazit
Ich bin bekennende Kölsch-Liebhaberin. Absolut! Aber ich habe auch viel Freude an Bier generell. Und so fand ich es großartig, verschiedene Sorten und somit deren Besonderheiten kennen zu lernen. Es war wirklich verblüffend, wie gut sich manche Biere geschmacklich zu dem servierten Gericht kombinieren ließen. Das kannte ich bisher nur von Wein ☺ Aber es gab wirklich 1-2 Biere, die würde ich einfach so nicht trinken. Aber in Kombination mit z.B. Sauerkraut – richtig lecker!
Damit auch die Brauerei ein Feedback aus der Veranstaltung und ihren Produkten ziehen konnte, durfte jeder Teilnehmer mit Hilfe eines extra dafür kreierten Fragebogens die einzelnen Runden bewerten.

Die Birreria bietet regelmäßig solche Tastings an. Zwar ohne Kostüm, aber dennoch mit Vielfalt. Und auch wenn man ohne Tasting mal ein gutes IPA oder Helles made in Cologne probieren möchte, der ist hier auf jeden Fall richtig. Gönnt euch eine Pizza dazu!











