King Loui rocken das Gloria! (Franz)
Freitagabend, 18:00 Uhr. Der Sommer ist in Köln angekommen! Bei bestem Wetter und herrlichen 30 Grad geht es aus der Südstadt vorbei an den randvollen Außengastronomien – ganz Köln freut sich spürbar auf das lange Pfingstwochenende. Mein Ziel heute: das legendäre Gloria Theater. Dort steht das Konzert von King Loui an. Ich habe die Jungs schon ein paar Mal im Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More live gesehen, aber noch nie bei einem kompletten, eigenen Konzert. Entsprechend groß ist die Vorfreude.
Da ich beruflich eng mit dem heutigen Veranstalter LassMaMachen zu tun habe, bin ich schon etwas früher vor Ort, um meine Kollegen zu treffen. Während ich mir den Merch-Stand anschaue, der gerade noch fleißig aufgebaut wird, bringt die Crew die letzten Sachen in die Halle. Ein paar Jungs der Band machen noch Soundcheck, andere gönnen sich bei den warmen Temperaturen noch einen kurzen Powernap auf der Backstage-Couch, um später topfit zu sein.

Backstage-Vibes und #jecksnacks
Hinter den Kulissen wird es derweil richtig gemütlich. Bei einem kühlen Kölsch und den obligatorischen #jecksnacks wird erst einmal ausgiebig über Fußball und die bevorstehende WM philosophiert. Gleichzeitig bereiten sich Band und Crew hochkonzentriert auf den Gig vor, gehen noch mal die Setlist und den genauen Ablauf durch. Im Gloria selbst werden fleißig die Getränkeregale aufgefüllt. Kein Wunder, schließlich haben wir heute Abend restlos ausverkauftes Haus! Nach ihrem bisher größten Gig im Club Bahnhof Ehrenfeld 2025 ist das Gloria für die fünf Jungs heute der nächste logische Meilenstein.

Für alle, die sie noch nicht auf dem Schirm haben: Die Band bringt einen frischen, modernen Pop-Funky-Sound op Kölsch auf die Bühne. Angefangen hat alles als Schülerband mit Max, Julian und Kai, die schon mit sechs Jahren zusammen Musik machten. 2016 stieß Pascal dazu, und schließlich komplettierte Harun das Quintett. In der Session 2020/21 bewiesen sie mit „Bliev He“ erstes großes Hitpotenzial, und spätestens seit dem Mega-Erfolg mit „Konfetti in der Hand“ sind sie aus der rheinischen Musikszene nicht mehr wegzudenken.

Get-together und Sommer Feeling im Gloria
Pünktlich um 19:00 Uhr beginnt der Einlass, und die Fans, die teilweise schon sehnsüchtig draußen gewartet haben, strömen in die Halle. Nach und nach treffen auch die ersten Freunde und Familienmitglieder der Band ein. Mir begegnen ebenfalls einige alte Bekannte, und man kommt im Getümmel sofort ins Gespräch. Unter anderem treffe ich ein paar Jungs von Planschemalöör. Das heutige Konzerthighlight will sich offensichtlich niemand entgehen lassen. Während sich die Halle drinnen füllt, wird draußen bei bestem Sommerwetter noch geplaudert und das ein oder andere Kaltgetränk genossen. Die Band und Crew widmen sich derweil dem Buffet – wie immer im Gloria gibt es Top-Catering und genügend #jecksnacks für jeden Geschmack.

Gänsehaut beim Support Act
Um 19:45 Uhr startet der Abend direkt mit dem ersten Highlight: Timo Becker betritt als Support Act die Bühne. Ich hatte ihn bereits beim Fiasko-Wohnzimmerkonzert als Support gesehen und war damals schon total begeistert. Und ich muss sagen: Auch wenn ich als Imiist ein Kölner Bürger, der nicht in Köln geboren ist. Nach strenger Definition gilt als echter Kölner nur, wer in 3. Generation in Köln geboren wurde. Imi leitet sich „enne imiteete Kölsche“ (ein imitierter Kölner) ab. More aus Bayern komme, nicht von klein auf mit kölscher Musik aufgewachsen bin – wenn Timo nur mit seiner Gitarre kölsche Klassiker und aktuelle Songs unplugged spielt, das ganze Gloria mitsingt und letztendlich lautstark eine Zugabe fordert, dann habe sogar ich Gänsehaut. Wer die Möglichkeit hat, Timo mal live zu sehen: Unbedingt hingehen! (Checkt gerne mal seinen Instagram-Account @timobaecker).

„Konfetti in der Hand“ – King Loui reißen ab!
Um 20:15 Uhr ist es dann so weit. Nach einem motivierenden Abklatschen zwischen Band, Crew, Freunden und Familie geht es für die Jungs auf die Bühne des brodelnden Glorias. Und sie fackeln nicht lange: Der Opener „KARNEVALkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More“ sitzt direkt. Beim dritten Song „Raus ans Meer“ kommen dann endlich riesige Bälle im Publikum zum Einsatz – ein Detail, wo ich mir den ganzen Abend schon dachte, was damit wohl geplant ist. Sänger Max schafft es bei einem der nächsten Songs sogar, im doch eher intimen Gloria eine absolut stadionreife La-Ola-Welle zu initiieren. Chapeau!

Ein besonderer Moment entsteht bei „Viel zu schnell“. Dafür zieht ein Teil der Band auf eine kleine „zweite Bühne“ ans andere Ende der Halle, quasi direkt ins Publikum. Dort performen sie unter anderem einen grandiosen gemeinsamen Song mit Support-Act Timo Becker. Zurück auf der Hauptbühne legen sie dann noch mal richtig los. Neue Nummern wie „Jenny“ kommen super an, und beim großen Finale gibt es, ganz im Sinne ihres Hits, ordentlich was aus der Konfettikanone. Das Gloria erstrahlt bunt! Bei der letzten Zugabe zücken dann alle ihre Handys, und der Saal verwandelt sich in ein wunderschönes Lichtermeer.

Aftershow-Vibes und Familiengefühl
Nach der Zugabe sind Backstage verständlicherweise alle noch ziemlich aufgedreht. Die Jungs machen einen extrem glücklichen Eindruck und freuen sich wahnsinnig über diesen fantastischen Abend. Da das Gloria an diesem ersten richtig warmen Sommerabend zu später Stunde langsam leerer wird, zieht es uns alle nach draußen.
Gegen 23:00 Uhr verlagert sich das Geschehen dann auf ein entspanntes Aftershow-Bierchen ins Café des Gloria. Es wird viel gequatscht und die Stimmung ist total familiär und einfach nur richtig nett.
Nachdem sich die Jungs von der Band dann irgendwann mal bei allen bedankt und verabschiedet haben, mache auch ich mich zufrieden auf den Heimweg. Es war ein durch und durch toller Abend und ein großartiges Konzert einer richtig talentierten Kölner Band. King Loui haben definitiv bewiesen, dass sie weit mehr als nur Karneval können.

Fotos © Franz Schumann-Halder













