Kölsch geprägt mit Ursel
In meiner Interviewreihe „Kölsch geprägt“ gehe ich dem echten, unverfälschten Lebensgefühl unserer Domstadt auf den Grund. Wir treffen Menschen, die Köln im Herzen tragen und ihre ganz eigene Geschichte mit ihr verbinden.
Studio Ursel
Dieses Mal hat mich jemand besucht, die das Wort „Heimatverbundenheit“ auf ein völlig neues Level hebt und das perfekte Beispiel für echte Veedelsliebe ist: Ursel, den meisten besser bekannt als ‚studio ursel‚ auf Social Media. Geboren in Köln-Nippes und bis heute dort lebend, hat sie in der vergangenen Session gezeigt, wie man Veedel als Kostüm interpretiert und ihre Liebe für Köln ganz klar positioniert. Und das mit einer gehörigen Portion Herz, Humor und klarer Kante. Ich habe mit ihr darüber gesprochen, wie viel Seele in selbst gemachten Karnevalskostümen steckt und warum die Stadt absolut kein „Picobello“ braucht, um perfekt zu sein.
Geburtsjahr: 1997
Herkunft: Geboren in Köln-Nippes – hat ihr Veedel bis heute nicht verlassen und wird es vermutlich auch nie tun.
Beruf: Kölnfluencerin, Designerin sowie Schneiderin für Siebdruck, Kostüme, und Bühnenoutfits für Künstler und ihren eigenen Kleiderschrank.
Was Köln so besonders macht
Nicci: Wenn du an Köln denkst und die Augen schließt, welches Gefühl setzt als Erstes bei dir ein?
Ursel: Dass man gleichzeitig total entspannt ist, aber auch Lust hat zu quatschen und rauszugehen. Man kann irgendwo alleine sitzen, einfach nur gucken und für sich sein, obwohl man draußen unterwegs ist. Man kann aber auch connecten. Wie man ist und was man so macht, ist hier einfach okay. Was mir auch direkt in den Kopf kommt, sind grüne Bäume im Hintergrund, ein paar Häuser, die Sonne scheint und es hat angenehme 25 Grad.
Nicci: Hast du ein konkretes Bild im Kopf, oder woher kommt dieses Szenario?
Ursel: Nee, das ist irgendwie so ein Mischmasch. Man legt gedanklich 3.000 Bilder übereinander und das kommt dann am Ende dabei raus.
Nicci: Viele Orte verlangen einem viel ab und saugen Energie. Was tut Köln denn aktuell in deinem Leben für dich?
Ursel: Also jetzt gerade kommt total das heraus, was viele immer sagen: Köln ist ein Dorf. Du lernst jemanden Neuen kennen, redest fünf Minuten mit der Person und auf einmal merkt man, dass man drei gemeinsame Bekannte hat. Und man denkt sich nur: „Sag mal, wie kann das sein? Warum haben wir uns noch nie vorher getroffen?“
Es ist jetzt seit gut einem Jahr so bei mir, dass ich über Instagram mehr Aufmerksamkeit bekomme. Dadurch haben sich total viele und richtig schöne Verbindungen zu Menschen aufgebaut, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich mal mit ihnen rede oder dass die überhaupt wissen, wer ich bin.
Nicci: Hast du ein Beispiel dafür?
Ursel: Zum Beispiel Musiker, mit denen ich jetzt vernetzt bin. In einem Fall, weil wir beide gerade an Merch-Design dran waren, uns darüber verbunden und dann auch mal getroffen haben. Später hatte ich dann ein anderes Thema, wo ich wusste: „Ach, der kennt doch jemanden, den ich erreichen wollte. Ich frage ihn einfach!“ Und das war so easy! Ich bin dann wirklich an jemanden gelangt, wo ich dachte: Habe ich jetzt ernsthaft dieses Telefonat?!
Wenn mir das jemand eine Woche vorher gesagt hätte, hätte ich geantwortet: „Nee, du laberst doch!“ Oder das mit Juri von Planschemalöör, wo wir dieses Scooter-Video aufgenommen haben, in dem ich Nasenflöte spiele. Auch da habe ich ihm einfach geschrieben: „Ey, wenn du mal ein Nasenflötensolo brauchst, sag Bescheid.“ Und er meinte nur: „Ja, das machen wir!“ Das ist halt auch so eine Sache, wo ich mir dachte: Ey, wie witzig ist das bitte?
Nicci: Könnte man dann zusammenfassend sagen: Diese Unkompliziertheit tut dir in Köln sehr gut?
Ursel: Ja, total. Dass man das Gefühl hat, man setzt sich irgendwo hin, und wenn man jemanden anspricht, ist die Reaktion darauf erst einmal positiv. Man wird angenommen, es wird einem zugehört und geholfen, wenn es geht. Hier gibt es nicht dieses Fake-Nette.
Nicci: Findest du das nicht manchmal oberflächlich?
Ursel: Nein, die Leute sind halt wirklich einfach nett. Die meinen das dann auch so. Ich kann darauf vertrauen, dass, wenn mir jemand nett begegnet, das ehrlich gemeint ist. Manchmal kommt man mit jemandem ins Gespräch und hat schon nach fünf Minuten das Gefühl, mit einem alten Kumpel zu quatschen. Man ist von Anfang an offen und muss sich nicht erst beweisen. Wenn du nett bist und keine Scheiße laberst, kann man hier einfach quatschen.
Nicci: Da passt die nächste Frage ja direkt zu. (lacht) Gibt es Charaktereigenschaften an dir, von denen du glaubst, dass du sie nur hast, weil du in Köln lebst und hier groß geworden bist?
Ursel: Ich habe gerade überlegt, welche meiner Eigenschaften so richtig kölsch ist. Ich glaube, es ist dieses: Irgendwo reinkommen, es läuft Musik, die Stimmung ist gut, dann tanzen wir jetzt halt auch. Ich muss mich nicht erst groß aufwärmen.
Nicci: Ist das dann deine Extrovertiertheit?
Ursel: Ich würde trotz allem nicht sagen, dass ich super extrovertiert bin. Ich bin einfach schnell entspannt. Wobei dieses Entspanntsein bei mir auch erst im letzten Jahr so richtig kam. Zum Beispiel bei dem krassen Wechsel nach Corona, als alles wieder normal wurde. Mir war das plötzlich viel zu viel, viel zu laut und viel zu hektisch. Das war gar nicht entspannt. Da habe ich dann auch eine Therapie gemacht.

Ist Köln wirklich hässlich?
Nicci: Dann gehen wir mal auf ein anderes Thema ein – und zwar auf die Dinge, die bezüglich Köln nicht unbedingt schöne Gefühle auslösen. Köln wird ja zum Beispiel nachgesagt, nicht gerade die schönste Postkartenstadt zu sein.
Ursel: Finde ich Schwachsinn, das stimmt überhaupt nicht!
Nicci: Was ist denn eine Sache in Köln, über die du dich maßlos aufregen könntest, die du aber gleichzeitig gegen jeden Kritiker von außen verteidigen würdest?
Ursel: Puh, diese Einstellung habe ich gar nicht. Ich rege mich natürlich über Sachen auf, aber ob ich sie dann auch verteidigen würde?
Was mich generell echt aufregt, ist, wie schwierig es in Köln geworden ist, im öffentlichen Raum Dinge zu machen, die kostenlos sind und nichts mit Konsum, Verzehr und Trallala zu tun haben. Sobald man etwas organisiert, heißt es direkt: Lärmbelästigung oder Müllproblem, bla bla. Ich hätte gerne mehr von diesem: „Hey, wir machen hier für ein, zwei Stunden eine kleine Abendtanzveranstaltung und niemand ist direkt davon genervt.“
Auf der anderen Seite beklagt sich die Gesellschaft über zunehmende Vereinsamung. Aber wenn alles Geld kosten muss – das viele Menschen einfach nicht mehr haben –, und man es nicht mal erlaubt, dass sich Leute für zwei Stunden auf ein Bier draußen treffen, was erwartet man dann? Weil es kaum Alternativen gibt, werden die Orte, wo es geht, total ausgereizt.
Nicci: Köln ist an vielen Stellen unfertig und an manchen Ecken auch ein bisschen verwahrlost. Nervt dich das, oder eher nicht?
Ursel: Also, man hört ja von München immer, wie schön es dort sei – breite Straßen und alles sauber. Als ich dort war, dachte ich schon: „Hier ist aber wirklich alles sehr ordentlich.“ Aber ich merke dann direkt, dass ich mich dabei unwohl fühle. In Berlin gibt es wiederum nur breite Straßen, und ich frage mich jedes Mal: „Wo ist denn hier die Innenstadt mit den kleinen Gassen?“ Gibt es nicht, finde ich komisch. Wenn ich dann zurück nach Köln komme, denke ich mir: Das andere war mir einfach ein bisschen zu picobello.
Und wie vorhin schon gesagt: Ich bin eine große Verfechterin davon, dass Köln nicht hässlich ist.
Es braucht kein Picobello. Köln ist halt eine Riesenstadt – wenn die eine Seite fertig gebaut ist, muss man auf der anderen wieder von vorne anfangen. So ist es halt.
Was mich viel eher aufregt, ist, dass neu gebaute Häuser einfach nur noch solche Klötze sind, die dann auch noch grau angemalt werden. Da kriege ich wirklich die Krise. Als ob so ein Neubau schöner wäre als ein bisschen ranziger, runtergekommener Altbau? Nicht in meiner Welt. Ich glaube, viele Leute behaupten nur deshalb, Köln sei hässlich, weil sie nur noch diese grauen Wände und Betonklötze sehen und nicht die schönen alten Häuser, die noch echten Charakter haben.

Veedelsliebe in Köln-Nippes
Nicci: In Köln wohnen über eine Million Menschen. In welchen Momenten vergisst du, dass du in einer Großstadt bist und denkst, du lebst in einem 500-Seelen-Dorf?
Ursel: Man sagt ja, dass man über sieben Ecken jeden Menschen auf der Welt kennt. Das sind manchmal ganz kluge Berechnungen. Was ich immer gerne erzähle: Bewusst das erste Mal alleine außerhalb von Nippes war ich, als ich zwölf war – im Cinedom im Kino. Erst dadurch habe ich gecheckt, dass die Stadt, in der ich wohne, ja noch viel weitergeht als bis zur Inneren Kanalstraße! (lacht) Da ist ja noch voll viel mehr, da wird es erst spannend.
Wenn ich heute rausgehe und in mein Café gehe, komme ich meistens sofort mit Leuten ins Gespräch. Und genau da schlägt diese Berechnung zu: Du kennst die Person eigentlich gar nicht, aber dann stellt sich heraus, dass ihr sieben gemeinsame Freunde habt und nächste Woche auf derselben Hochzeit eingeladen seid. Sowas halt.
Nicci: Oft merkt man ja erst, wie sehr man an einen Ort gebunden ist, wenn man mal weg ist – im Urlaub, während eines Auslandssemesters oder bei Work & Travel…
Ursel: (unterbricht lachend) Ich bin ja schon nicht über Nippes hinausgekommen! Um Gottes Willen!
Nicci: Aber hattest du denn schon diese Momente, wenn du mal außerhalb von Köln warst und gemerkt hast, wie dein Herz höher schlägt, sobald du wieder im Kölner Dunstkreis bist?
Ursel: Ja, immer. Ich war mal im Urlaub – das war zu Schulzeiten unser typischer Sommerurlaub. Drei Wochen in den Alpen, wo wir jedes Jahr waren. Auf der Rückfahrt fährt man, wenn man in Nippes wohnt, aus dem Süden kommend über die Zoobrücke nach Köln rein. Und als wir da lang gefahren sind, musste ich einfach weinen.
Da war ich so 17. Und ich dachte mir nur:
Hä? Ich wusste doch, dass wir hier herfahren, es war alles wie immer. Was passiert hier gerade mit mir?
Das ist aber auch so ein Sommerferien-Ding, ne? Man fährt den ganzen Tag Autobahn, irgendwann kann man die Lieder im Radio nicht mehr hören. Dann kommt man endlich an, biegt in seine Straße ein und ganz kurz ist alles irgendwie fremd. Auf einmal checkt man, wie lange man nicht in der eigenen Wohnung war, man riecht die gewohnten Gerüche – und nach fünf Sekunden ist dieses Gefühl vorbei und man ist einfach wieder da. Zu Hause.
Nicci: Wenn du jetzt aber aus irgendeinem ganz merkwürdigen Grund Köln für ein Jahr verlassen müsstest – welches Gefühl würde dich begleiten?
Ursel: Heimweh! Verlustängste! Nein, Spaß. (lacht) Mein Bruder hatte mal die Schnapsidee, in Wien zu studieren – das hat er nach einem Jahr auch ganz schnell wieder abgebrochen. Als er dort war, hat er alles mit Köln verglichen: „Hier sind die Menschen nicht so wie in Köln. Ich habe jetzt was gefunden, das ist fast wie die eine Kneipe in dem und dem Veedel.“ Ich glaube, ich würde das genauso machen und krampfhaft nach Heimat und bekannten Gefühlen suchen.
Deswegen ziehe ich auch niemals weg. Es ist für mich vollkommen klar, dass das nie passieren wird. Ich habe viel zu große Angst, keine Wohnung mehr in Nippes zu finden. Ich meine, wie iconic wäre es bitte, wenn ich einfach niemals aus Nippes rausziehe? Das wäre so witzig.
Nicci: Dann sprechen wir uns in 20 oder 30 Jahren noch mal zu einem Interview.
Ursel: Ja, das wäre schön. „Sie sitzt immer noch in Nippes fest.“ (lacht)
Nicci: Okay, die Frage „Würdest du wegziehen?“ hat sich hiermit erledigt. Nicht mal raus aus Nippes, im besten Fall.
Ursel: Es ist wirklich so. Ich habe mal überlegt: Wenn ich jetzt keine Wohnung in Nippes fände, wo würde ich dann überhaupt hinwollen? Ich war ganz lange der Meinung, es ginge Richtung Südstadt, weil die Südstadt für mich wie Nippes ist, nur ein bisschen größer. Aber die Südstadt ist mir inzwischen fast schon zu cool. Für Sülz hasse ich Lastenräder einfach zu sehr – auch wenn die eigentlich voll Sinn machen. Manchmal hoffe ich, dass ich niemals in meinem Leben ein Lastenrad brauche. Am Ende würde es dann vielleicht eher sowas wie Bickendorf werden, weißt du?

Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More in Köln: Mehr als nur Feiern und Verkleiden
Nicci: Nun aber zur beliebten fünften Jahreszeit. Wie stehst du zum Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More?
Ursel: Top! (lacht)
Beim Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More in Köln hängt unheimlich viel dran. Aber die Struktur ist leider immer noch sehr männlich geprägt und extrem verschlossen. Nach dem Motto: „Wir sind hier exklusiv, du kommst hier nicht rein – und wenn du nicht in der dritten Generation im Verein XYZ bist, hast du es schwer.“ Aber das löst sich zum Glück immer mehr auf, weil Leute von außen kommen und sagen: „Das ist Kacke, das wollen wir nicht mehr.“
Dieser Vereinskarneval ist wie eine Parallelgesellschaft und eigentlich gar nicht der wahre Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More. Obwohl es früher ja eigentlich genauso war: Da gab es die Adligen, die gefeiert haben, und den Pöbel, der als Spaß dagegengefeiert hat. Und irgendwie ist das heute immer noch so.
Ich möchte auf meinem Kanal auch gerne zeigen: Es ist völlig okay, Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More auch anders zu feiern. Bei diesen ganzen offiziellen Erzählungen – von wegen „Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More ist so und so“ – denke ich mir immer: Hä, das stimmt doch gar nicht!
Mein Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More ist ganz anders als der klassische Sitzungs- und Vereinskarneval, aber das wird halt irgendwie nie gezeigt, weil es als uncool oder langweilig gilt. Aber genau die Leute, die vermeintlich uncool und langweilig sind, die finde ich eigentlich cool! Die investieren super viel Zeit in ihr Kostüm, auch wenn am Ende kein Mensch checkt, was sie überhaupt darstellen – aber es ist einfach Hammer. Das hat viel mehr Seele, als wenn man sich am Tag vorher schnell noch irgendwas von der Stange kauft.
Nicci: Wenn du über traditionelle Vereinsstrukturen sprichst, hört man da auch Gesellschaftskritik heraus. Würdest du dich selbst als Feministin bezeichnen?
Ursel: Ja, absolut! Manchmal scherze ich schon darüber: Die ganze Zeit sage ich Männern, was sie tun und lassen sollen. I love it! Aber dahinter steckt auch eine große Müdigkeit. Ich war in meiner Vergangenheit so oft laut, ich habe immer was dagegen gesagt. Aber es wurde einfach alles gesagt! Es ist alles da, es ist alles im Internet abrufbar.
Es ist verdammt noch mal nicht meine Aufgabe als Frau, einem Mann schon wieder zu erklären, warum ich ein Recht zu leben habe. Ich habe da gar keinen Bock mehr drauf. Wenn mir heute einer so dumm kommt, sage ich nur noch: „Ja, okay, komm, führ das Gespräch mit dir selber.“ Ich habe mich da müde diskutiert, es ändert seine Meinung eh nicht.
Mein Gegenüber muss mich einfach als gleichwertige Person ansehen – genau wie einen Mann. Crazy, oder?
Wenn das nicht so ist, werde ich schnell als „kompliziert“ betitelt – meistens von Männern, manchmal auch von Frauen mit internalisierten, misogynen Ansichten. Inzwischen distanziere ich mich von solchen Diskussionen ganz bewusst. Mir machen bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen und die aktuellen Umfragewerte ehrlich gesagt Angst. Das ist richtig scary. Aber die Lösung ist natürlich auch nicht, sich komplett zurückzunehmen und gar nichts mehr zu sagen. Es ist ein schmaler Grat.
Dieses Spiel muss eigentlich in den eigenen Reihen stattfinden. Die Frauen haben ihren Teil getan. Es ist jetzt an der Zeit, dass die Männer zu den Männern sagen: „Alter, was ist denn los bei dir? Was war das denn für ein Spruch?“
Nicci: Wie hast du denn damals den Zugang zum Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More gefunden? Oder was hat dafür gesorgt, dass du ihn so gerne feierst?
Ursel: Durch die Muttermilch! (lacht) Also nee. Wir haben bei uns schon im Kindergarten oft Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More gefeiert und hatten immer selbstgemachte Kostüme. Meine Mama hat viel genäht, daher habe ich das auch übernommen.
Ich glaube, Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More als Kind ist halt eh geil – Polonaise um die Stühle, mega! Aber es ging bei mir echt immer um dieses Kostümding, das hat sich bis heute durchgezogen.
Es ist ja jetzt so ein neuer Trend, dass viele an Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More nicht mehr mit Karnevalsmusik feiern gehen, sondern alternative Partys aufsuchen. Da denke ich mir immer nur: Hä? Das kannst du doch das ganze Jahr über machen! Jeder regt sich auf, wenn du mitten im Sommer Karnevalslieder anmachst. Und wenn dann endlich Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More ist, läuft auf den Partys auf einmal „Die perfekte Welle“? Das regt mich mega auf.
Nicci: Also heißt Karnevalsparty für dich auch konsequent kölsche Musik?
Ursel: Ja, Karnevalsmusik halt. Für mich ist Karnevalsmusik gleich kölsche Musik. Aber ganz viele fassen unter dem Begriff mittlerweile auch alles zusammen, was in Richtung Schlager geht. Nee, sorry.
Also auch dieses Lied mit der Wackelkontaktlampe aus den 70ern – das ist kein Karnevalslied. Vielleicht muss man da einfach genauer auf die Partybeschreibung achten.

Schunkeln, Kölsch und Gemeinschaft: Was den Kölner Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More einzigartig macht
Nicci: Hast du denn beim Karnevalsfeiern das Gefühl, dass du da anders losgelassen bist, als wenn du sonst irgendwie ausgehst?
Ursel: Ja, klar! Was an Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More passiert, stays im Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More. Eine Woche nach Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More habe ich zu einer Freundin gesagt: „Ey, ich hatte so richtig Bock zu knutschen. Einfach nur knutschen und das war’s!“ Und sie meinte: „Ja, dann mach doch heute!“ Aber ich so: „Nee.“ Wenn ich das jetzt im Nachhinein machen würde, wäre das direkt wieder ein viel größeres Commitment.
Viele Menschen haben bei großen Festivals dieses ganz bestimmte Gefühl, das ich eben nur an Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More habe. Dieses: Hier kann alles passieren, es bleibt hier und man ist niemandem Rechenschaft schuldig. Und trotzdem kenne ich super viele, die sagen: „Ich habe meinen Ehepartner an Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More kennengelernt.“ Das kann natürlich auch passieren. Aber… ja, wie war noch mal die Frage?
Nicci: Die hast du perfekt beantwortet. (lacht) Hast du im Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More Momente erlebt, wo du das Gefühl hattest: Das geht so wirklich nur in Köln?
Ursel: Ich glaube, das Schunkeln ist schon sehr besonders. Dieses Gefühl, du hakst dich einfach bei wildfremden Leuten unter und man schunkelt zusammen hin und her. Egal welche Ballade läuft, es wird immer geschunkelt. Und wenn dann Lieder wie „In unserem Veedel“ oder „Stammbaum“ kommen, fühlen es einfach alle. Da fangen plötzlich drei, vier Leute an zu heulen, weil sie in dem Moment irgendwas Persönliches damit verbinden, weil es sie kalt erwischt. Und dann ist das voll okay und jemand Fremdes nimmt dich einfach in den Arm.
Was ich an Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More auch liebe, ist, dass niemand sagt: „Das ist aber noch zu früh!“, wenn man sich schon um 11 Uhr morgens trifft. Das finde ich mega!
Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More ist ein Marathon – und es ist der einzige Marathon, den ich im Leben mitmache. Man fängt früh an, und in meinem Fall höre ich dann abends aber auch immer früh auf. Ich mache mir vor den Tagen meistens so zwei Kilo Nudelsalat. Wenn ich dann nach Hause komme, kann ich direkt meinen Nudelsalat essen, liege um 21 Uhr im Bett und penne. Das schaffe ich sonst nie. Am nächsten Morgen mache ich mir schön Frühstück, das nächste Kostüm wird angezogen und um 10 Uhr stehe ich wieder irgendwo parat. Und alle anderen auch.
Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More für Anfänger erklärt
Nicci: Jetzt komme ich zu meiner finalen Frage. Wenn du Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More einem Menschen erklären müsstest, der sich gar nichts darunter vorstellen kann: Wie würdest du den Kölner Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More beschreiben?
Ursel: Also, ich würde wahrscheinlich wirklich geschichtlich anfangen. Dass Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More früher ein Fest gewesen ist, um die dunklen Wintergeister zu vertreiben. Daher kommt das ganz grundsätzlich.
Und so wie es heute ist, geht es einfach darum, dass man sich schön bunt verkleidet. Man trifft sich relativ früh, am besten erst mal in der Wohnung von Bekannten zu einem gemeinsamen Frühstück. Da wird dann schon das erste Kölsch oder ein Sekt getrunken. Danach geht man in eine Kneipe, in die man auch sonst mal geht, und tanzt den ganzen Tag zu Liedern in der Sprache dieser Stadt.
Wenn man irgendwann müde ist, sagt man: „So, ich gehe jetzt nach Hause.“ Dann holt man sich auf dem Weg noch eine Pommes, fährt heim und das Ganze macht man dann noch fünfmal hintereinander weg – bis Dienstag. Am Ende, wenn alle ganz traurig sind, verbrennt man noch eine Heupuppe. Das ist zwar ein bisschen seltsam, aber auch völlig in Ordnung. Dann weint man noch mal kurz und dann ist es vorbei. Das ist Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More.
So würde ich es jemandem erklären, der am Mittwoch vor Weiberfastnachtist der Karnevalsdonnerstag, an dem überall in Köln der Straßenkarneval eröffnet wird. Die größte Straßensitzung ist die der Altstädter auf dem Alter Markt, bei der um 11.11 Uhr Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Festkomitee-Praesident Markus Ritterbach und das Dreigestirn den offiziellen Startschuss für den Straßenkarneval geben. More hier ankommt und fragt: „Ich feiere morgen Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More – was ist das überhaupt?
Bildnachweis: Fotos © BKB-Nicci Haumann












