Jecke Preisträger (Red.)
Wenn mitten im Sommer kleine Narrenkappen und Vereins-T-Shirts im historischen Rathaus zu sehen sind, wird dort nicht „JeckJeck bedeutet, die Menschen spielen verrückt. Deshalb werden verkleidete Menschen auch Jecken genannt. More im Sunnesching“ gefeiert. Stattdessen pflegen die Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums eine lieb gewonnene Tradition: Kurz vor den Sommerferien werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schull- un Veedelszöchist der Umzug von jeweils rund 50 Veedelsvereinen und Schulen unter der Schirmherrschaft der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtum am Karnevalsonntag. In ihren bunten Kostüme ziehen sie zusammen mit zahlreichen Musikkapellen von der Severinstorburg auf dem Weg des Rosenmontagszuges durch die Stadt. More für ihr außergewöhnliches Engagement ausgezeichnet.

Die Einladung von Oberbürgermeister Torsten Burmester in die Piazetta des historischen Rathaus machte deutlich, welchen Stellenwert die Schull- un Veedelszöchist der Umzug von jeweils rund 50 Veedelsvereinen und Schulen unter der Schirmherrschaft der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtum am Karnevalsonntag. In ihren bunten Kostüme ziehen sie zusammen mit zahlreichen Musikkapellen von der Severinstorburg auf dem Weg des Rosenmontagszuges durch die Stadt. More für die Stadt Köln und auch für ihn persönlich haben. Nach der musikalischen Begrüßung durch die Stadtkapelle würdigte Burmester die vielen Menschen, die über Monate planen, basteln, nähen und organisieren, um am Karnevalssonntag gemeinsam durch die Stadt zu ziehen. Mit ihren selbst gestalteten Kostümen und Wagen machten sie den Zug Jahr für Jahr bunt, kreativ und unverwechselbar. Gleichzeitig stärke ihr Einsatz den Zusammenhalt in Schulen und Veedeln.

Besonders beeindruckt zeigte sich der Oberbürgermeister von den persönlichen Begegnungen bei der Preisverleihung. Gemeinsam mit Bernhard Conin, dem Vorsitzenden der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums, überreichte er die Auszeichnungen persönlich an die Preisträgerinnen und Preisträger. Erst in diesen Gesprächen sei ihm bewusst geworden, welche Bedeutung die Schull- un Veedelszöchist der Umzug von jeweils rund 50 Veedelsvereinen und Schulen unter der Schirmherrschaft der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtum am Karnevalsonntag. In ihren bunten Kostüme ziehen sie zusammen mit zahlreichen Musikkapellen von der Severinstorburg auf dem Weg des Rosenmontagszuges durch die Stadt. More für die Menschen hätten. Sein Dank galt deshalb allen, die sich mit großem Einsatz für den Erhalt des kölschen Brauchtums engagieren.

Anschließend überreichten Torsten Burmester und Bernhard Conin Urkunden und Preise an die ausgezeichneten Schulen und Veedelsgruppen.
Für Imis
Die Schull- un Veedelszöchist der Umzug von jeweils rund 50 Veedelsvereinen und Schulen unter der Schirmherrschaft der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtum am Karnevalsonntag. In ihren bunten Kostüme ziehen sie zusammen mit zahlreichen Musikkapellen von der Severinstorburg auf dem Weg des Rosenmontagszuges durch die Stadt. More bestehen aus zwei Teilen: den Schullzöch, an denen zahlreiche Kölner Schulen teilnehmen, und den Veedelszöch, die von Stammtischen, Nachbarschaften und Vereinen aus den verschiedenen Stadtteilen gestaltet werden. Die besten Veedelsgruppen werden von einer Jury prämiert und dürfen am nächsten Tag am Rosenmontagszugist der Höhepunkt der jecken Session, bei dem sich rund eine Million kostümierte Jecken am Straßenrand drängeln, um gemeinsam das „schönste Ereignis“ im ganzen Jahr – wie die Kölner meinen – zu feiern. Ein besonderes Erlebnis ist es, am frühen Morgen in der Südstadt die Stimmung zu erleben, wenn die Persiflage-, Fest- und Bagagewagen eintreffen und allmählich die über 11.000 Zugteilnehmer in ihren bunten Kostümen und Uniformen eintreffen. Die Zuschauer haben sich schon lange ihre Plätze gesichert – wobei der echte Karnevalsjeck in der Regel seit Jahren seinen „Stammplatz“ hat – und für die Zeit bis zum Z... More teilnehmen – ein Traum vieler Veedelsgruppen!

Die Preisträger
Eine 25-köpfige Jury ermittelt die Veedelsgruppen, die das SessionsmottoJede Session hat ein eigenes Motto, das zeigt, welches Thema dem Festkomitee in der fünften Jahreszeit wichtig ist. Die Persiflagewagen nehmen darauf Bezug. Auch die Jecken können sich mit ihren Kostümen, die Organisatoren bei der Planung der Sitzungen daran orientieren. Das Sessionsmotto wird vom Zugleiter am Ende des Rosenmontagszuges bekannt gegeben. More besonders ideenreich und originell umsetzt. Den ersten Platz beim Originalitätspreis belegte der Stammdesch Veedels Jemös. Unter dem Motto „Mr fleje op Kölle! – Do schlät et Hätz!“ zogen die Jecken als kunterbunte Vögel mit riesigen Flügeln durch Köln.
Über den Kostümpreis für die kreativsten und handwerklich gelungensten Kostüme entscheidet der Vorstand Freunde und Förderer des Kölnischen BrauchtumsDas ist ein Verein engagierter Kölner Bürgern, die den Karneval in seiner ursprünglichen Form unterstützen und damit kölsche Traditionen und Bräuche fördern. Deshalb ist er besonders in Kindergärten, Schulen und örtlichen Vereinen aktiv. Neben dem Sternmarsch an Karnevalsfreitag und den Schull- un Veedelszöch am Karnevalssonntag veranstaltet er zum Beispiel jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Schulamt eine Schulsitzung mit dem Namen „Jecke Tön för jecke Pänz“, bei der Pänz aus allen Schulformen mit Büttenreden, Sketchen, Clownakrobatik, Jonglage, Musikdarbietungen und Tanzvorführungen auf der Bühne. More e.V. gemeinsam mit der Zugleitung. Den ersten Platz erhielt der Stammdesch Kölsche Klüngel eV v. 1999, der unter dem Motto „Et weed Zick de Kaate neu ze mische“ Spielkarten und Zifferblätter kunstvoll kombiniert hatte.

Alle teilnehmenden Gruppen erhalten zudem eine Teilnehmerurkunde, die in alphabetischer Reihenfolge ausgeteilt wurde.


Schulen
Die Schulgruppen sind bewusst nicht in den Wettbewerb einbezogen, um den Schülerinnen und Schülern die lange Wegstrecke nicht ein zweites Mal zuzumuten. Seit zwei Jahren gibt es jedoch dank einer Stiftung von Helmut Brügelmann mit der „Goldenen Nähmaschine“ einen eigenen Preis für die kreativsten Schulgruppen.

Den ersten Platz belegten die Schülerinnen und Schüler der Grüneberg-Schule, die erstmals an den Schullzöch teilnahmen und als bunte Papageien begeisterten.
Den zweiten Platz erreichte das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium. Unter dem Motto „Dat crazy – mer liere em Jröne“ gestalteten die Schülerinnen und Schüler mit rund 2.000 Luftballons ein beeindruckendes „Grünes Klassenzimmer“.

Mit dem Motto „Meer dä Möglichkeiten“ und großen Regenbogenfisch-Kopfbedeckungen belegte die Gemeinschaftshauptschule Bilderstöckchen den dritten Platz und machte zugleich auf die Chancen ihrer Schulform aufmerksam.
Nach der Verteilung der Teilnehmerurkunden an die Schulen war noch lange nicht Schluss. Gemäß dem Motto „Et es doch immer widder schön. wann mer all zosamme sin“ nutzten viele Gäste die Gelegenheit, sich bei einem kühlen Getränk auszutauschen und bereits erste Ideen für die kommende Session zu schmieden.

Der Vollständigkeit halber
Auch das Festkomitee Kölner Karnevalvertritt die Interessen von mehr als hundert Karnevalsgesellschaften und Vereinen. Seine Aufgabenliste reicht von der Organisation des Rosenmontagszuges, der Wahl und Vorbereitung des Dreigestirns, der Durchführung der Proklamation, der Jugend- und Nachwuchsförderung über die Darstellung des Kölner Karnevals in der Presse, die Vermarktung des Sessionslogos, die Übertragungsrechte für Hörfunk- und Fernsehsitzungen, die Vertretung gegenüber Stadt und Öffentlichkeit bis hin zur Dokumentation der eigenen Geschichte im Kölner Karnevalsmuseum. More vergibt eigene Auszeichnungen: Mit dem Goldenen Lappenclownkölsch Pluutemann, ist die Nr. 1 unter den Kostümen im Kölner Karneval: Hunderte von bunten Stoffresten werden hierbei in viereckiger Form wie überlappende Dachziegel an (eine möglichst alte) Jacke und Hose genäht. Dazu gehören eine rote Wollperücke und ein bunt geschminktes Gesicht! More wurden die Kölsche Fründe vun 1995 für ihre Darstellung historischer Schiffe aus verschiedenen Jahrzehnten ausgezeichnet.
Den Sonderpreis „Mit Pauken und Trompeten“ erhielt die Katharina-Henoth-Gesamtschule für ihr spendenbasiertes Frühstücksprojekt. Als Preis gewann die Schule den Auftritt einer Band beim nächsten Schulfest.
Bildnachweis: Alle Fotos ©Vera Drewke












