Nachgefragt: Warum trägt der Kölner Prinz Karneval rote Schuhe?
Wir haben Sigrid Krebs gefragt, die viele Jahre Pressesprecherin des Festkomitees Kölner Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More war und ganz viel über Traditionen und Bräuche im Fastelovend weiß. Um uns zu erklären warum der Kölner PrinzDer Prinz Karneval ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. und wird vom Bauer und der Jungfrau begleitet. Sein Ornat ähnelt der Robe früherer hoch gestellter Adeligen. Der Prinz trägt ein weißes Unterkleid, darüber einen prächtigen mit Mantel mit Hermelinbesatz, Pluderhosen, weiße Strumpfhosen und rote Schuhe, wie sie früher die Könige und Päpste trugen. Auf dem Kopf hat er einen Hut mit vier Fasanenfedern. Die Farben haben eine besondere Bedeutung: Die weiße und die rote Feder stehen für die Stadt Köln, die gelbe für die Kirche und die grüne für die Menschen. Als Insignie erhält er eine Pritsche. Si... More Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More rote Schuhe trägt, muss Sigrid Krebs ein bisschen ausholen…
… Es ist gelebte Karnevalskultur, dass die Ernsthaftigkeit auf den Kopf gestellt wird, die Welt wird in der 5. Jahreszeit „ver-rückt“! Daraus entwickelten sich naturgemäß viele Persiflagen im Fastelovend. So wie die Roten Funken kein Gewehr, sondern ihre Knabüs aus Holz präsentieren, aus denen nie ein Schuss fallen kann, weil oben ein buntes Strüßjer drin steckt. Und statt militärischer Paraden einen Stippeföttchetanz aufführen und nicht in einer wirklich geraden Reihe stehen können … Wie das?

Als die Preußen aufgrund der ausufernden Feiern und herumziehenden Banden den Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More im Jahr 1823 verbieten wollten, hat sich die „Olympische Gesellschaft“ eingeschaltet; ein Kreis von jungen wohlhabenden Männern aus guten Hause. Sie trafen sich regelmäßig in Bayenthal, damals vor der Stadt auf einer kleinen Anhöhe gelegen. Von dort konnte man auf Köln herabschauen und sich wie auf dem Olymp fühlen, daher die humoristisch gemeinte Namensgebung.
Die jungen Männer erkannten den Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More als besonderes Brauchtum und als integrative Kraft. Darum haben sie – wie man heute sagt – ein Konzept entwickelt, um Unruhen nach einem eventuellen Verbot vorzubeugen. Sie gründeten aus ihren Reihen das Festordnende Comité, wollten die Feierlichkeiten zum Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More ordnen und dem Fest einen neuen Inhalt geben, damit der Sinn des Fastelovends eine nachhaltige Bedeutung erhält. Innerhalb von 14 Tagen organisierten sie einen Maskenumzug zu Ehren des „Helden Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More“, der vom Volk bejubelt wurde. Der „Zugweg“ war alsdann über viele Jahre der Neumarkt, der mehrfach umrundete wurde, unter anderem von den Roten Funken und den Hellige Knäächte un Mägde“, die von Anfang an im Zoch mitgehen. Die Hauptfigur “Held Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More“ kam aus dem Volke und durfte in den ersten Jahren aus Respekt vor dem Kaiserhaus keinen Titel wie „ König“ oder „PrinzDer Prinz Karneval ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. und wird vom Bauer und der Jungfrau begleitet. Sein Ornat ähnelt der Robe früherer hoch gestellter Adeligen. Der Prinz trägt ein weißes Unterkleid, darüber einen prächtigen mit Mantel mit Hermelinbesatz, Pluderhosen, weiße Strumpfhosen und rote Schuhe, wie sie früher die Könige und Päpste trugen. Auf dem Kopf hat er einen Hut mit vier Fasanenfedern. Die Farben haben eine besondere Bedeutung: Die weiße und die rote Feder stehen für die Stadt Köln, die gelbe für die Kirche und die grüne für die Menschen. Als Insignie erhält er eine Pritsche. Si... More“ Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More tragen. Der Umzug war eine Persiflage auf frühere prächtige Herrscherempfänge mit Musik, Wagen und Kutschen. Auch heute noch wird höfisches Protokoll durch die begleitende Equipeist das Gefolge des Dreigestirns. Es besteht unter anderem aus dem Prinzenführer, den Adjutanten, dem Hoffriseur, dem Equipeführer und 15 weiteren Begleitern. Diese kommen fast alle aus der Prinzen-Garde Köln (die Adjutant von Bauer und Jungfrau kommen aus der EhrenGarde). Wenn das Dreigestirn durch die Säle zieht, Veranstaltungen besucht oder andere Termine wahrnimmt, sind diese Männer immer dabei. More des heutigen Kölner Dreigestirns persifliert. Vom PrinzenführerDer Prinzenführer ist der wichtigste Mann für das Dreigestirn. Er ist der Chef aller Helfern im Hintergrund und organisiert und koordiniert die vielen Termine. Deshalb ist er bei allen Auftritten des Dreigestirns dabei und achtet darauf, dass die Zeiten genau eingehalten werden. Seine Aufgaben beginnen aber schon viel früher mit der Ernennung von Prinz, Jungfrau und Bauer, denn er bereitet die drei intensiv auf ihre Aufgaben mit vor. More über die Adjutanten und den Hoffriseur und schließlich das Kölner DreigestirnDreigestirn, auch Trifolium genannt, besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind die obersten Repräsentanten des Kölner Karnevals und bekommen bei der Proklamation die Macht über die Stadt bis Aschermittwoch übertragen. Seit 1883 bilden sie eine feste Einheit, seit 1938 werden sie als Dreigestirn bezeichnet. More sind es keine Adelige, sondern„Lück wie ich un du“, die im EhrenamtFast alle Jecken arbeiten ehrenamtlich, d.h., sie übernehmen die Aufgaben in ihrer Freizeit und bekommen kein Geld dafür. Der Karneval wird von vielen Menschen getragen, die mit Herzblut das Brauchtum an nachfolgende Generationen weitergeben. Sie trainieren die Tanzgruppen, organisieren die Sitzungen, führen die Veedelszüge durch, besuchen alte und kranke Jecken, sammeln Spenden für Menschen mit wenig Geld und, und, und. Ohne diese freiwilligen Helferinnen und Helfer gäbe es keinen Fastelovend. More die „Herrschaft der Narren“ bis AschermittwochAm Aschermittwoch, dem Mittwoch nach Karneval, beginnt die Fastenzeit. In den katholischen Kirchen wird am Morgen eine Messe gefeiert, in der die Palmzweige, die am letzten Palmsonntag gesegnet wurden, verbrannt werden und aus ihrer Asche ein Kreuz als Symbol der Buße und Reinigung auf die Stirn der Gläubigen vom Priester gezeichnet. Mittags steht traditionell Fisch auf dem Speiseplan, denn nach katholischer Liturgie ist der Aschermittwoch ein strenger Fastentag, an dem man sich nur einmal satt essen und auf Fleisch verzichten sollte. More nach den alten Mustern höfischen Protokolls darstellen.

Und damit kommt Sigrid Krebs auch wieder zur Ausgangsfrage: Auch die Bekleidung des damaligen „Helden“ und heutigen „Kölner PrinzDer Prinz Karneval ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. und wird vom Bauer und der Jungfrau begleitet. Sein Ornat ähnelt der Robe früherer hoch gestellter Adeligen. Der Prinz trägt ein weißes Unterkleid, darüber einen prächtigen mit Mantel mit Hermelinbesatz, Pluderhosen, weiße Strumpfhosen und rote Schuhe, wie sie früher die Könige und Päpste trugen. Auf dem Kopf hat er einen Hut mit vier Fasanenfedern. Die Farben haben eine besondere Bedeutung: Die weiße und die rote Feder stehen für die Stadt Köln, die gelbe für die Kirche und die grüne für die Menschen. Als Insignie erhält er eine Pritsche. Si... More Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More“ entstammt aus der Zeit von Königen und Kaisern. Darum spricht man von einem „OrnatDie Kleidung von Prinz, Bauer und Jungfrau wird nicht Kostüm, sondern Ornat (Tracht) genannt. Dazu tragen alle drei Insignien als Zeichen ihrer Macht, so wie heute noch Könige und Königinnen bei ihrer Krönung eine Krone aufgesetzt bekommen. Die Dreigestirne tragen das Ornat von ihrer Proklamation (Amtseinführung) bis Aschermittwoch. More“ – also einer Amtskleidung – und nicht von einem Kostüm. Rote Schuhe waren schon seit dem Mittelalter ein Zeichen von Macht und alleine Herrschern und Päpsten vorbehalten, was sich u.a. dadurch erklärt, dass rotes Leder schwer herzustellen und damit äußerst kostspielig war. Darum trägt der Kölner PrinzDer Prinz Karneval ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. und wird vom Bauer und der Jungfrau begleitet. Sein Ornat ähnelt der Robe früherer hoch gestellter Adeligen. Der Prinz trägt ein weißes Unterkleid, darüber einen prächtigen mit Mantel mit Hermelinbesatz, Pluderhosen, weiße Strumpfhosen und rote Schuhe, wie sie früher die Könige und Päpste trugen. Auf dem Kopf hat er einen Hut mit vier Fasanenfedern. Die Farben haben eine besondere Bedeutung: Die weiße und die rote Feder stehen für die Stadt Köln, die gelbe für die Kirche und die grüne für die Menschen. Als Insignie erhält er eine Pritsche. Si... More Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More bis heute rote Schuhe und verdeutlicht in seiner Rolle seine „Macht“ als Herrscher über die Kölner Narren beim Volksfest Kölner Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More.

Das „Konzept“ hat übrigens funktioniert und in der Folge bildeten sich im gesamten Rheinland ab dem Jahr 1824 nach Kölner Vorbild weitere „Festkomitees“, die die Interessen der KarnevalsgesellschaftenJeder feiert so Karneval wie er möchte. Viele Jecken haben sich in Vereinen zusammengeschlossen, die sich Karnevalsgesellschaften nennen. Meist sind sie an einer einheitlichen Uniform oder einem Kostüm und an einheitlichen Mützen zu erkennen. Ein Präsident oder eine Präsidentin leitet zusammen mit weiteren Jecken die Karnevalsgesellschaft. Sie organisieren Karnevalssitzungen, Bälle und Partys während der Session und andere Veranstaltungen und Treffen während des restlichen Jahres. Es gibt sehr unterschiedliche Karnevalsgesellschaften, so dass Menschen mit unterschiedlichen Ansichten und Interessen alle ihren Platz im Karneva... More vertreten, in der Folge Narrenherrscher benennen und Züge ausrichten. Im Kölner Karnevalsmuseum ist dies anschaulich dargestellt.
Bildnachweis: Alle Fotos Joachim Badura.










