Fastelovend – Wohin geht die Reise? (Red.)
Der rheinische Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More gehört inzwischen zum immateriellen Weltkulturerbe. Am 11.11.Am 11.11. geht es wieder los und die Jecken feiern den Start in die neue Session! Im ansonsten meist eher tristen Monat November ziehen Tausende von bunt verkleideten Jecken in Richtung Altstadt zur großen Straßensitzung der Willi-Ostermann-Gesellschaft auf dem Heumarkt, auf die Schäl Sick zum Große Kölsche Countdown, der familienfreundlichen Sessionseröffnung der Grosse von 1823 in den Tanzbrunnen, auf die Zülpicher Straße, dem Hotspot für junge Jecken, oder in ihr Veedel wie zur Open Air Sessionseröffnung der Nippeser Bürgerwehr auf dem Wilhelmplatz in Nippes. Auch vor und nach dem 11.11. gibt es zahlreiche Veransta... More hat in Köln die neue Session begonnen. Wenn man in den letzten Jahren das Treiben auf der Zülpicher Strasse gesehen hat, auf dem Aachener Weiher oder an den Tollen Tagen in der Altstadt , mögen dem einen oder anderen Zweifel kommen, wie diese Auszeichnung gemeint sein mag. Natürlich ist die ausufernde Party, das bezugslose Feiern auf Teufel komm raus und der manchmal unbegrenzt scheinende Alkoholkonsum nicht der Fastelovend. Aber inzwischen gehört das wohl alles dazu.
Neu sind solche Erscheinungsformen nicht. Es sei nur daran erinnert, dass die Gründung des „Festordnenden Comites“ im Jahre 1823 auf vergleichbare Auswüchse zurückgeht. Schon damals haben die Menschen gern gefeiert und manche sich weniger darum gekümmert, bestimmte Formen einzuhalten, Zusammenhänge zum kirchlichen Fest zu sehen oder Rücksicht auf andere zu nehmen. Am AschermittwochAm Aschermittwoch, dem Mittwoch nach Karneval, beginnt die Fastenzeit. In den katholischen Kirchen wird am Morgen eine Messe gefeiert, in der die Palmzweige, die am letzten Palmsonntag gesegnet wurden, verbrannt werden und aus ihrer Asche ein Kreuz als Symbol der Buße und Reinigung auf die Stirn der Gläubigen vom Priester gezeichnet. Mittags steht traditionell Fisch auf dem Speiseplan, denn nach katholischer Liturgie ist der Aschermittwoch ein strenger Fastentag, an dem man sich nur einmal satt essen und auf Fleisch verzichten sollte. More war ja eh’ alles vorbei.

Karneval das ganze Jahr?
Das mit dem AschermittwochAm Aschermittwoch, dem Mittwoch nach Karneval, beginnt die Fastenzeit. In den katholischen Kirchen wird am Morgen eine Messe gefeiert, in der die Palmzweige, die am letzten Palmsonntag gesegnet wurden, verbrannt werden und aus ihrer Asche ein Kreuz als Symbol der Buße und Reinigung auf die Stirn der Gläubigen vom Priester gezeichnet. Mittags steht traditionell Fisch auf dem Speiseplan, denn nach katholischer Liturgie ist der Aschermittwoch ein strenger Fastentag, an dem man sich nur einmal satt essen und auf Fleisch verzichten sollte. More ist eigentlich heute noch so. Eigentlich? Manche Jecken möchten ihre Kostüme oder Uniformen am liebsten das ganze Jahr über tragen. Veranstaltungen wie „JeckJeck bedeutet, die Menschen spielen verrückt. Deshalb werden verkleidete Menschen auch Jecken genannt. More im Sonnesching“, das inzwischen nach Köln importierte „Oktoberfest“ und viele andere Aktivitäten greifen dieses Bedürfnis auf und zeigen, dass jeckJeck bedeutet, die Menschen spielen verrückt. Deshalb werden verkleidete Menschen auch Jecken genannt. More sein heute keineswegs mehr auf die Session begrenzt ist.

Wohin führt der Weg?
Wohin also geht die Reise unseres Fastelovends? Welche Traditionen werden heute noch gelebt und können als „Kulturerbe“ weiterbestehen? Der französische Historiker Jean Jaurès hat Tradition als „Weitergabe des Feuers“, nicht als „Anbetung der Asche“ verstanden. Eine Definition, die noch immer hilfreich sein kann. Was gilt es zu bewahren, was muss modernisiert werden? Was ist Asche, die weggefegt werden kann? Die Appsolutjeck-Redaktion wollte das genauer wissen und hat nachgefragt. Wir sprachen mit Menschen in unterschiedlichen Karnevalsämtern, mit Menschen, die im EhrenamtFast alle Jecken arbeiten ehrenamtlich, d.h., sie übernehmen die Aufgaben in ihrer Freizeit und bekommen kein Geld dafür. Der Karneval wird von vielen Menschen getragen, die mit Herzblut das Brauchtum an nachfolgende Generationen weitergeben. Sie trainieren die Tanzgruppen, organisieren die Sitzungen, führen die Veedelszüge durch, besuchen alte und kranke Jecken, sammeln Spenden für Menschen mit wenig Geld und, und, und. Ohne diese freiwilligen Helferinnen und Helfer gäbe es keinen Fastelovend. More Verantwortung tragen und maßgeblich mitwirken, das Gesicht des Kölner Karnevals zu formen.

Herausgekommen ist ein breites Spektrum von Ansichten über den Fastelovend. Je nach Standpunkt wird das Engagement für das EhrenamtFast alle Jecken arbeiten ehrenamtlich, d.h., sie übernehmen die Aufgaben in ihrer Freizeit und bekommen kein Geld dafür. Der Karneval wird von vielen Menschen getragen, die mit Herzblut das Brauchtum an nachfolgende Generationen weitergeben. Sie trainieren die Tanzgruppen, organisieren die Sitzungen, führen die Veedelszüge durch, besuchen alte und kranke Jecken, sammeln Spenden für Menschen mit wenig Geld und, und, und. Ohne diese freiwilligen Helferinnen und Helfer gäbe es keinen Fastelovend. More gelobt oder die hohen und damit teuren Auflagen der Stadt beklagt. Und natürlich machen sich alle Gedanken, wie der Nachwuchs zu gewinnen sei.

Lösungsansätze
Einfache Lösungen hat keiner, Problembewusstsein und Bemühen um die Jugend ist jedoch allenthalben sichtbar. Wir werden in den nächsten Tagen die Beiträge unserer Gesprächspartner hier auf unserem Blog veröffentlichen. Jeder kann sich so sein eigenes Bild machen. Das Fazit der Appsolutjeck-Redaktion nach den Gesprächen ist ganz simpel und wurde schon vor Jahren von der Gruppe „Miljö“ besungen: „Su lang beim Lommi die Leechter noch brenne…










