Nippeser Tollitäten-Empfang (Brigitte)
Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More im Veedel hat viele Vorteile. Meist ist es nicht so voll wie in der Stadt, man kennt sich, das gibt Heimatgefühl, die Weg sind kurz. In Nippes ist es eine schöne Tradition, dass immer am Dienstag vor Weiberfastnachtist der Karnevalsdonnerstag, an dem überall in Köln der Straßenkarneval eröffnet wird. Traditionell wird um Punkt 11.11 Uhr der Straßenkarneval auf der Straßensitzung der Altstädter auf dem Alter Markt eröffnet. Oberbürgermeister, Festkomitee- Präsident und das Kölner Dreigestirn geben den offiziellen Startschuss für den Straßenkarneval. Nicht nur in der Altstadt, auch in vielen Veedeln wird der Straßenkarneval mit einer Feier eröffnet (findet ihr unter Terminen). Die früheste ist die auf dem Wilhelmplatz in Nippes, die bereits um 9.11 Uhr mit dem Aufmarsch des Spielmannszugs der Nippeser Bürgerwehr beginnt. Um 13... More alle Jecken des Veedels zu einem Tollitäten-Empfang eingeladen werden.

Kein steifer Empfang mit Tischreihen und vielen Reden, sondern eine gute Mischung aus Tanz, Musik und Rede. Zum zweiten Mal hat die ehrenamtliche Bezirksbürgermeisterin Dr. Diana Siebert die Veranstaltung in der Scheune des Bürgerzentrums im Altenberger Hof verlegt und viele bunt kostümierte Jecken sind gekommen. Auf der Bühne hat sich etwas verändert: Es gibt keinen ElferratDer Elferrat ist ein Gruppe von elf Personen, die zu beiden Seiten des Sitzungspräsidenten oder der Sitzungspräsidentin sitzt und die Aufgabe hat, ihm oder ihr hilfreich unter die Arme zu greifen und Bützje, Orden oder Präsente an die auftretenden Künstler zu verteilen. More mehr, dafür aber eine Saalkapelle – die MC Kapelle aus Niehl.

Extra eingeladen werden die Menschen, die ehrenamtlich im Veedelskarneval aktiv sind und die Ehrenamtler aus der Bezirksvertretung. Das Programm kann sich sehen lassen, denn (fast) alle Auftretenden kommen aus Nippes, Mauenheim, Longerich und Niehl. Es ist eben Veedelskarneval!


Kindertanzgruppen wie die Lunker Müüs der Longericher K.G. Blau-Weiß Alt Lunke 1936 e.V. und die Klabautermänner wirbeln hier über die Bühne. Eine schöne Gelegenheit für die Pänznennen die Kölner ihre Kinder. More, ihre vielen einstudierten Tänze zu präsentieren. Und zwischendurch ist auch Zeit für persönliche Worte. So wird Marlene Günnewig für 30 Jahre EhrenamtFast alle Jecken arbeiten ehrenamtlich, d.h., sie übernehmen die Aufgaben in ihrer Freizeit und bekommen kein Geld dafür. Der Karneval wird von vielen Menschen getragen, die mit Herzblut das Brauchtum an nachfolgende Generationen weitergeben. Sie trainieren die Tanzgruppen, organisieren die Sitzungen, führen die Veedelszüge durch, besuchen alte und kranke Jecken, sammeln Spenden für Menschen mit wenig Geld und, und, und. Ohne diese freiwilligen Helferinnen und Helfer gäbe es keinen Fastelovend. More als Tanzgruppenleiterin der Klabautermänner gedankt und ihre Nachfolgerin Angelika Bodwig vorgestellt.

Großen Applaus gibt es für das Niehler KinderdreigestirnIm Kölner Karneval haben Pänz seit 1965 ein eigenes Dreigestirn, das mit einer großen Party im Theater am Tanzbrunnen mit ganz vielen Kindern als Gästen vom Oberbürgermeister proklamiert wird. Danach beginnt für das Kinder-Trifolium eine anstrengende Session mit vielen Besuchen auf (Kinder-)Sitzungen und karitativen Veranstaltungen. Für ihre Auftritte haben sie eine Rede und ein eigens für sie komponiertes Lied gelernt, das sie für die Jecken singen. Zu den schönsten Terminen gehören Besuche bei der Feuerwehr und im Zoo. Höhepunkte der Session sind die Fahrt im eigenen Wagen im Rosenmontagszug und im Ehrenfelder Dienst... More. Die drei spielen ihre Rollen perfekt. Wenn PrinzDer Prinz Karneval ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. und wird vom Bauer und der Jungfrau begleitet. Sein Ornat ähnelt der Robe früherer hoch gestellter Adeligen. Der Prinz trägt ein weißes Unterkleid, darüber einen prächtigen mit Mantel mit Hermelinbesatz, Pluderhosen, weiße Strumpfhosen und rote Schuhe, wie sie früher die Könige und Päpste trugen. Auf dem Kopf hat er einen Hut mit vier Fasanenfedern. Die Farben haben eine besondere Bedeutung: Die weiße und die rote Feder stehen für die Stadt Köln, die gelbe für die Kirche und die grüne für die Menschen. Als Insignie erhält er eine Pritsche. Si... More Pierre I. in seiner Rede seinen französischen Namen erklärt und BauerDer Bauer ist teil des Kölner Dreiugestirns. „Seine Deftigkeit“ symbolisiert die Wehrhaftigkeit der alten Reichsstadt Köln. Der Bauer geht auf eine historische Figur zurück. 1288 besiegten die Kölner Bürger den Erzbischof in der Schlacht von Worringen und regierten von da an in Köln. Unter ihnen soll auch der Bauer gewesen sein, der mit dem Dreschflegel kämpfte und die Stadtschlüssel am Arm trug. Der Bauer ist immer der Stärkste im Dreigestirn und muss die Stadt beschützen. Deshalb trägt er einen Hut mit 125 Pfauenfedern auf dem Kopf. Der ist sehr schwer und wiegt 1,6 Kilogramm. Die Pfauenfedern stehen für die Unst... More Luis von der „Größe“ des kleinen Prinzen schwärmt, haben sie die Lacher des Publikums auf ihrer Seite. JungfrauDie Jungfrau, „Ihre Lieblichkeit“, ist als beschützende Mutter Colonia Teil des Kölner Dreigestirns. Sie trägt ein Gewand wie die römische Stadtgründerin Agrippina und eine Krone, die wie eine Mauerkrone aussieht. Sie steht als Zeichen dafür, dass die Kölner Stadtmauer nicht erobert werden kann. Bei der Proklamation erhält die Jungfrau einen Spiegel, den sie den Jecken vorhalten kann, wenn diese sich nicht an die Regeln halten. More Isabell begeistert durch ihre Gesangskünsten und bringt den ganzen Saal zum Singen.

Das große Niehler Dreigestirn hat mindestens genauso viel Spaß am Fastelovend. PrinzDer Prinz Karneval ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. und wird vom Bauer und der Jungfrau begleitet. Sein Ornat ähnelt der Robe früherer hoch gestellter Adeligen. Der Prinz trägt ein weißes Unterkleid, darüber einen prächtigen mit Mantel mit Hermelinbesatz, Pluderhosen, weiße Strumpfhosen und rote Schuhe, wie sie früher die Könige und Päpste trugen. Auf dem Kopf hat er einen Hut mit vier Fasanenfedern. Die Farben haben eine besondere Bedeutung: Die weiße und die rote Feder stehen für die Stadt Köln, die gelbe für die Kirche und die grüne für die Menschen. Als Insignie erhält er eine Pritsche. Si... More Dimi I. (Boubouloudi), BauerDer Bauer ist teil des Kölner Dreiugestirns. „Seine Deftigkeit“ symbolisiert die Wehrhaftigkeit der alten Reichsstadt Köln. Der Bauer geht auf eine historische Figur zurück. 1288 besiegten die Kölner Bürger den Erzbischof in der Schlacht von Worringen und regierten von da an in Köln. Unter ihnen soll auch der Bauer gewesen sein, der mit dem Dreschflegel kämpfte und die Stadtschlüssel am Arm trug. Der Bauer ist immer der Stärkste im Dreigestirn und muss die Stadt beschützen. Deshalb trägt er einen Hut mit 125 Pfauenfedern auf dem Kopf. Der ist sehr schwer und wiegt 1,6 Kilogramm. Die Pfauenfedern stehen für die Unst... More Georg (Reuter) und JungfrauDie Jungfrau, „Ihre Lieblichkeit“, ist als beschützende Mutter Colonia Teil des Kölner Dreigestirns. Sie trägt ein Gewand wie die römische Stadtgründerin Agrippina und eine Krone, die wie eine Mauerkrone aussieht. Sie steht als Zeichen dafür, dass die Kölner Stadtmauer nicht erobert werden kann. Bei der Proklamation erhält die Jungfrau einen Spiegel, den sie den Jecken vorhalten kann, wenn diese sich nicht an die Regeln halten. More Rosi (Leger) ziehen mit großem Gefolge – den Adjutanten und dem INK-Spielmannzug – auf die Bühne. Die drei sind Imis und singen zum Stammbaum über ihre Herkunft:
„Ich kom als stolzer Grieche in dä Eifel op die Welt,
Und isch. isch rum us Frankfurt, wo mer hessisch babble seit,
Isch bin Burr un kum us Freche, dat is knapp an Kölle vorbei!“
Dabei liegt sich der ganze Saal in den Armen. Aber die Tollitäten haben noch mehr Songs drauf und treffen den Nerv des Publikums. Immer wieder müssen sie Zugaben zu ihrer Schlussnummer über Niehl geben.

Zwischendurch holt Diana Siebert Ehrenamtler aus dem Veedel auf die Bühne So stellt sich die Karnevals-AG des neuen Nippeser Gymnasiums im Toni-Steingass-Park vor die dieses Session das erste Mal auch im Dienstagszug mitgeht. Die Mauenheimer Muschele werden für 66 Jahre Engagement im Veedel geehrt, denn ohne sie gäbe es in Mauenheim keinen Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More. Sabine und Rainer Alm haben zehn Jahre lang im Zweierteam den Riehler Zug organisiert, nun gibt es Verstärkung und eine After-Zoch-Party auf dem Riehler Gürtel.

Natürlich gibt es auch Musik: Das Mundart-Duo SakkoKolonia kommt zwar nicht aus dem Veedel, aber mit seinen kölschen Krätzjern und den komödiantischen Einlagen unterhält es das Publikum bestens. Wie gut, das zeigt die Polonaise, die durch den Saal zieht. Der Spielmannszug der Neppeser Naaksühle darf natürlich nicht fehlen und auch das Männerballett „De Hexeschüss“ wird wie jedes Jahr begeistert empfangen.


Zum Schluss kommt nach dem Aufzug der Nippeser Bürgerwehr noch hoher Besuch: Das Kölner Dreigestirn gibt sich die Ehre! Eine schöne Veranstaltung, die alle Jecken von Groß bis Klein anspricht. Eine Dankeschön auch an Kirsten Reinhardt, Mitarbeiterin von Diana Siebert, die diese Veranstaltung organisiert hat!













