Einzug mit großem Gefolge (Brigitte)
Anfang Januar: Es geht wieder los! Einer der ersten Termine im jecken Kalender ist der Einzug des designierten Dreigestirns in die Hofburg, das Dorint Hotel am Heumarkt. Im Jubiläumsjahr wird das DreigestirnDreigestirn, auch Trifolium genannt, besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind die obersten Repräsentanten des Kölner Karnevals und bekommen bei der Proklamation die Macht über die Stadt bis Aschermittwoch übertragen. Seit 1883 bilden sie eine feste Einheit, seit 1938 werden sie als Dreigestirn bezeichnet. More von einer der Jubiläumsgesellschaften gestellt: PrinzDer Prinz Karneval ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. und wird vom Bauer und der Jungfrau begleitet. Sein Ornat ähnelt der Robe früherer hoch gestellter Adeligen. Der Prinz trägt ein weißes Unterkleid, darüber einen prächtigen mit Mantel mit Hermelinbesatz, Pluderhosen, weiße Strumpfhosen und rote Schuhe, wie sie früher die Könige und Päpste trugen. Auf dem Kopf hat er einen Hut mit vier Fasanenfedern. Die Farben haben eine besondere Bedeutung: Die weiße und die rote Feder stehen für die Stadt Köln, die gelbe für die Kirche und die grüne für die Menschen. Als Insignie erhält er eine Pritsche. Si... More Boris I., BauerDer Bauer ist teil des Kölner Dreiugestirns. „Seine Deftigkeit“ symbolisiert die Wehrhaftigkeit der alten Reichsstadt Köln. Der Bauer geht auf eine historische Figur zurück. 1288 besiegten die Kölner Bürger den Erzbischof in der Schlacht von Worringen und regierten von da an in Köln. Unter ihnen soll auch der Bauer gewesen sein, der mit dem Dreschflegel kämpfte und die Stadtschlüssel am Arm trug. Der Bauer ist immer der Stärkste im Dreigestirn und muss die Stadt beschützen. Deshalb trägt er einen Hut mit 125 Pfauenfedern auf dem Kopf. Der ist sehr schwer und wiegt 1,6 Kilogramm. Die Pfauenfedern stehen für die Unst... More Marco und JungfrauDie Jungfrau, „Ihre Lieblichkeit“, ist als beschützende Mutter Colonia Teil des Kölner Dreigestirns. Sie trägt ein Gewand wie die römische Stadtgründerin Agrippina und eine Krone, die wie eine Mauerkrone aussieht. Sie steht als Zeichen dafür, dass die Kölner Stadtmauer nicht erobert werden kann. Bei der Proklamation erhält die Jungfrau einen Spiegel, den sie den Jecken vorhalten kann, wenn diese sich nicht an die Regeln halten. More Agrippina von den Kölsche Funke rut-wieß vun 1823. Ist etwas anders als sonst? Sischer dat!
Der Wettergott hat es gut mit den Roten Funken gemeint. Dienstag ist der einzige Tag in der Woche, an dem es nicht regnet und gar die Sonne ein bisschen scheint. Schon in der U-Bahn kommt plötzlich Farbe ins Leben. Das triste Bild aus grau-schwarz-olivfarbenen Mänteln und Jacken erhält orange, grüne, rote Tupfer. Ein Appelsinefunk, zwei Altstädter und eine Handvoll Rote Funkensind Kölns ältestes Traditionskorps und verstehen sich mit ihren weißen Hosen, roten Uniformröcken und schwarzen Grenadiermützen als Nachfolger der Stadtsoldaten der freien Reichsstadt Köln. Dass sie in friedfertiger Absicht kommen, zeigen die rot-weißen Blumen im Lauf der Knabüß! Bis heute ist die Persiflage der Karnevalssoldaten beliebt, militärische Paraden als Stippeföttchetanz aufzuführen: Dabei stehen jeweils zwei Gardisten Rücken an Rücken, strecken (kölsch: stippe) ihr Gesäß (kölsch: Föttche) heraus und reiben es im Takt der Musik gegeneinander. Um die Kameradschaft im großen Funken-Korps besser pflegen z... More steigen ein.

Es geht wieder los
An der Ülepooz wird es dann komplett bunt. Um die Heimstatt der Roten Funken haben sich so viele befreundete Gesellschaften versammelt, darunter viele Damen-KGs, dass der Platz kaum ausreicht. 23 Gesellschaften haben die Rote Funkensind Kölns ältestes Traditionskorps und verstehen sich mit ihren weißen Hosen, roten Uniformröcken und schwarzen Grenadiermützen als Nachfolger der Stadtsoldaten der freien Reichsstadt Köln. Dass sie in friedfertiger Absicht kommen, zeigen die rot-weißen Blumen im Lauf der Knabüß! Bis heute ist die Persiflage der Karnevalssoldaten beliebt, militärische Paraden als Stippeföttchetanz aufzuführen: Dabei stehen jeweils zwei Gardisten Rücken an Rücken, strecken (kölsch: stippe) ihr Gesäß (kölsch: Föttche) heraus und reiben es im Takt der Musik gegeneinander. Um die Kameradschaft im großen Funken-Korps besser pflegen z... More eingeladen, um das designierte DreigestirnDreigestirn, auch Trifolium genannt, besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind die obersten Repräsentanten des Kölner Karnevals und bekommen bei der Proklamation die Macht über die Stadt bis Aschermittwoch übertragen. Seit 1883 bilden sie eine feste Einheit, seit 1938 werden sie als Dreigestirn bezeichnet. More abzuholen. Fastelovendstimmung: Wie schön, dass es wieder los geht! Man hat sich länger nicht gesehen, freut sich, hat sich viel zu erzählen. Eigentlich ist es wie immer, so als hätte es zwei Sessionen mit Corona nicht gegeben.

Den Zettel für die Aufstellung in der Hand suchen die Karnevalisten ihren Aufstellplatz. Dann zieht der Zug los.

Endlich wieder Farbe auf den Straßen! Ein erstes „Mer losse d’r Dom en Kölle „schallt über die Severinstraße. Am Straßenrand haben sich Jecken versammelt und singen kräftig mit.

Der erste Zoch im Jahr! Und der ist lang, weil auf die befreundeten Gesellschaften gefühlt alle 500 Rote Funken plus Spielmannszug THC Köln folgen, bis dann endlich in der offenen Kutsche das designierte DreigestirnDreigestirn, auch Trifolium genannt, besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind die obersten Repräsentanten des Kölner Karnevals und bekommen bei der Proklamation die Macht über die Stadt bis Aschermittwoch übertragen. Seit 1883 bilden sie eine feste Einheit, seit 1938 werden sie als Dreigestirn bezeichnet. More zu sehen ist.

Wer in der HofburgDie Hofburg ist die Residenz des Kölner Dreigestirns. Kurz vor der Proklamation ziehen das Dreigestirn und seine Adjutanten in Begleitung ihrer und befreundeter Gesellschaften mit großem Spektakel um 11.11 Uhr in die Hofburg ein. Seit vielen Jahren fungiert das Hotel Pullman Cologne in der Helenenstraße als diese. Dort überreicht ihnen der Hoteldirektor in einer jecken Feierstunde den goldenen Schlüssel. Bis Aschermittwoch residieren sie hier und können sich jeweils nachts ein paar Stunden von den Strapazen ihrer Auftritte erholen. More auf die drei wartet, braucht viel Geduld. Es ist schon dunkel, als der Zoch ankommt.

Die Angestellten des Dorint am Heumarkt stehen traditionsgemäß Spalier und empfangen die Gäste. Jubel bricht aus, als das designierte DreigestirnDreigestirn, auch Trifolium genannt, besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind die obersten Repräsentanten des Kölner Karnevals und bekommen bei der Proklamation die Macht über die Stadt bis Aschermittwoch übertragen. Seit 1883 bilden sie eine feste Einheit, seit 1938 werden sie als Dreigestirn bezeichnet. More aus der Kutsche steigt, und der begleitet PrinzDer Prinz Karneval ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. und wird vom Bauer und der Jungfrau begleitet. Sein Ornat ähnelt der Robe früherer hoch gestellter Adeligen. Der Prinz trägt ein weißes Unterkleid, darüber einen prächtigen mit Mantel mit Hermelinbesatz, Pluderhosen, weiße Strumpfhosen und rote Schuhe, wie sie früher die Könige und Päpste trugen. Auf dem Kopf hat er einen Hut mit vier Fasanenfedern. Die Farben haben eine besondere Bedeutung: Die weiße und die rote Feder stehen für die Stadt Köln, die gelbe für die Kirche und die grüne für die Menschen. Als Insignie erhält er eine Pritsche. Si... More Boris I., BauerDer Bauer ist teil des Kölner Dreiugestirns. „Seine Deftigkeit“ symbolisiert die Wehrhaftigkeit der alten Reichsstadt Köln. Der Bauer geht auf eine historische Figur zurück. 1288 besiegten die Kölner Bürger den Erzbischof in der Schlacht von Worringen und regierten von da an in Köln. Unter ihnen soll auch der Bauer gewesen sein, der mit dem Dreschflegel kämpfte und die Stadtschlüssel am Arm trug. Der Bauer ist immer der Stärkste im Dreigestirn und muss die Stadt beschützen. Deshalb trägt er einen Hut mit 125 Pfauenfedern auf dem Kopf. Der ist sehr schwer und wiegt 1,6 Kilogramm. Die Pfauenfedern stehen für die Unst... More Marco und JungfrauDie Jungfrau, „Ihre Lieblichkeit“, ist als beschützende Mutter Colonia Teil des Kölner Dreigestirns. Sie trägt ein Gewand wie die römische Stadtgründerin Agrippina und eine Krone, die wie eine Mauerkrone aussieht. Sie steht als Zeichen dafür, dass die Kölner Stadtmauer nicht erobert werden kann. Bei der Proklamation erhält die Jungfrau einen Spiegel, den sie den Jecken vorhalten kann, wenn diese sich nicht an die Regeln halten. More Agrippina, bis sie auf der Bühne ankommen. Wenn das ein Vorgeschmack auf die Session ist, wird sie traumhaft werden. So viel steht fest. Und den Dreien ist die Rührung über diesen grandiosen Empfang durchaus anzusehen.

Es folgen die üblichen Regularien. Präsident Heinz-Günter Hunold übergibt seine drei Roten Funken an Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn, Herbergsvater und Hoteldirektor Marko Markovic reicht ihnen den Schlüssel des Hauses. Aber erst, nachdem sie ihre Fähigkeiten beim Anstechen eines Pittermännchens unter Beweis gestellt haben.

Damit ist der Einzug vorbei und es bleibt reichlich Zeit, bei Kölsch oder Prosecco sich mit Freunden zu unterhalten und den Beginn der Session zu feiern. Wie schön, dass es endlich wieder los geht.

Bildnachweis: Alle Fotos ©BKB Verlag










