Wo bleiben die Frauen im Brauchtum?
In diesem Jahr feiert der Kölner Frauengeschichtsverein sein 40-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums bietet der Verein ein vielfältiges Programm mit Veranstaltungen, in denen unterschiedlichste Themen von, für und über Frauen behandelt werden.
Ein besonderes Thema, das gerade in Köln von großer Bedeutung ist, betrifft die Rolle der Frauen im Kölner Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More.
Dr. Christiane Hoffrath und Monika Salchert widmeten sich der Frage „Wo bleiben die Frauen im Brauchtum?“ mit großem Sachverstand, akribischer Recherche und einem guten Schuss Humor.

Trotz der großen Hitze war die Gaststätte Weißer Holunder bis auf den letzten Platz besetzt, und an der Theke herrschte dichtes Gedränge. Das Publikum folgte gespannt den beiden Protagonistinnen, die als Billa von der Üleporz (Christiane Hoffrath) und Henni von Wittgenstein (Monika Salchert) immer wieder in die Rolle von Karnevalistinnen schlüpften. In kurzen Sketchen spielten sie die Gründung des „Festordnenden Comitées“ im Jahr 1823 sowie die Entwicklung des Kölner Karnevals im Laufe der Jahre aus der Perspektive der Frauen nach. Dabei drehten sie den Spieß um und ließen keinerlei männliche Aspekte in ihrem „Festordnenden Comitée“ und in den einzelnen Gesellschaften zu. So verdeutlichten sie eindrucksvoll, wie einengend und erdrückend es sein kann, wenn alles auf ein einziges Geschlecht beschränkt wird.

Jedem dieser Sketche folgte eine ausführliche Erläuterung, welche Rolle Frauen in den jeweiligen Situationen zukam. Christiane Hoffrath und Monika Salchert hatten bei ihrer Recherche genau herausgearbeitet, wie minutiös die Männer vorgingen, um den Frauen den Zugang zum offiziellen Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More zu versperren.
Frauen im Karneval: Erst spät offiziell dabei
Im Jahr 1823 durften Frauen, abgesehen von den Mitgliedern der Tanzgruppe „Hellige Knäächte un Mägde“, lediglich die Bälle besuchen; die Teilnahme an Umzügen sowie die Mitgliedschaft in den Gesellschaften blieb ihnen verwehrt. Vor dem Hintergrund der damaligen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse ist dies nachvollziehbar, da die rechtliche Stellung der Frauen jener eines unmündigen Wesens entsprach. Weniger verständlich ist jedoch, dass Frauen bis weit in die 1970er Jahre hinein beim Rosenmontagszugist der Höhepunkt der jecken Session, bei dem sich rund eine Million kostümierte Jecken am Straßenrand drängeln, um gemeinsam das „schönste Ereignis“ im ganzen Jahr – wie die Kölner meinen – zu feiern. Ein besonderes Erlebnis ist es, am frühen Morgen in der Südstadt die Stimmung zu erleben, wenn die Persiflage-, Fest- und Bagagewagen eintreffen und allmählich die über 11.000 Zugteilnehmer in ihren bunten Kostümen und Uniformen eintreffen. Die Zuschauer haben sich schon lange ihre Plätze gesichert – wobei der echte Karnevalsjeck in der Regel seit Jahren seinen „Stammplatz“ hat – und für die Zeit bis zum Zoch Proviant, Kölsch und viel... More nicht willkommen waren. Abgesehen von Tänzerinnen der TanzgruppenZu einer Karnevalssitzung gehört der Auftritt einer Tanzgruppe, die in der Regel zwei bis drei Tänze aufführt. Es gibt Tanzgruppen für Kinder und Jugendliche, für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren und nur selten sind alle Altersgruppen in einer Tanzgruppe vereint. Tanzen ist ein Hobby, d.h. alle Tänzerinnen und Tänzer machen das ehrenamtlich. Sie trainieren das ganze Jahr über mehrmals in der Woche neben Schule und Arbeit, um in der Session auftreten zu können. Und der Applaus der Zuschauer ist ihr Lohn! In Köln gibt es über 85 Tanzgruppen, die alle ihren eigenen Stil haben und die sich dadurch von den Gardetanzgruppen in ande... More, den Tanzmariechen und einigen prominenten Frauen war es unerwünscht, dass Frauen im Zug mitgingen. Christiane Hoffrath und Monika Salchert fanden bei ihren Recherchen interessante Argumente für den Ausschluss von Frauen: So sei in den Kleiderkammern nicht genügend Platz für Frauenkleider vorhanden, oder der Zug würde dadurch zu lang. Besonders pikant ist die folgende Begründung für den Ausschluss: Da im Zug getrunken werde, wäre der Anblick einer betrunkenen Frau viel „widdeliger“ als der eines angeheiterten Mannes, und das wolle niemand im Fernsehen sehen.
Ab 1978 nahmen 400 Frauen am Rosenmontagszugist der Höhepunkt der jecken Session, bei dem sich rund eine Million kostümierte Jecken am Straßenrand drängeln, um gemeinsam das „schönste Ereignis“ im ganzen Jahr – wie die Kölner meinen – zu feiern. Ein besonderes Erlebnis ist es, am frühen Morgen in der Südstadt die Stimmung zu erleben, wenn die Persiflage-, Fest- und Bagagewagen eintreffen und allmählich die über 11.000 Zugteilnehmer in ihren bunten Kostümen und Uniformen eintreffen. Die Zuschauer haben sich schon lange ihre Plätze gesichert – wobei der echte Karnevalsjeck in der Regel seit Jahren seinen „Stammplatz“ hat – und für die Zeit bis zum Zoch Proviant, Kölsch und viel... More teil. Heute sind von den etwa 12.000 Teilnehmern rund die Hälfte Frauen.
Tanzmariechen und Griet: Frauenrollen im Kölner Karneval
Auch in anderen Bereichen des offiziellen Karnevals öffnete sich der Zugang für Frauen nur langsam. Erst seit 1951 wird die Griet beim Reiter-Korps „Jan von Werth“ von 1925 e. V. von einer Frau verkörpert. Gisela Osterkorn trat als erste Frau an der Seite ihres Ehemanns Lutz als Griet auf. Zudem wurde das Tanzmariechen der Traditionskorpsist eine Ehrenbezeichnung. Zum Traditionskorps wird eine Gesellschaft vom Festkomitee-Praesidenten ernannt, weil sie sich mit ihrer Brauchtumsförderung in den historischen Uniformen um den Karneval verdient gemacht hat. Derzeit gibt es im Kölner Karneval neun Traditionskorps: die Roten und die Blauen Funken, die Ehrengarde, die Nippeser Bürgerwehr, die Bürgergarde blau-gold, die Prinzengarde, die Altstädter, der Treue Husar und das Reiterkorps Jan von Werth. More bis in die Zeit des Nationalsozialismus überwiegend von Männern dargestellt. Eine Ausnahme bildete Kläre Weiglein: Von 1925 bis 1927 war sie die erste Regimentstochter der Ehrengarde der Stadt Köln 1902 e. V. Im Rosenmontagszugist der Höhepunkt der jecken Session, bei dem sich rund eine Million kostümierte Jecken am Straßenrand drängeln, um gemeinsam das „schönste Ereignis“ im ganzen Jahr – wie die Kölner meinen – zu feiern. Ein besonderes Erlebnis ist es, am frühen Morgen in der Südstadt die Stimmung zu erleben, wenn die Persiflage-, Fest- und Bagagewagen eintreffen und allmählich die über 11.000 Zugteilnehmer in ihren bunten Kostümen und Uniformen eintreffen. Die Zuschauer haben sich schon lange ihre Plätze gesichert – wobei der echte Karnevalsjeck in der Regel seit Jahren seinen „Stammplatz“ hat – und für die Zeit bis zum Zoch Proviant, Kölsch und viel... More 1927 zog sie an der Seite des Tanzoffiziers Fritz Sonnenberg durch Köln.

Dass ab 1938 nur noch Frauen als Funkemariechen tanzten, war kein emanzipatorisches Zeichen, sondern resultierte aus der homophoben Haltung der Nazis.
Bis heute sind die Tanzmariechen keine Mitglieder der Korps und müssen diese mit dem Ende ihrer aktiven Zeit verlassen. Gleiches gilt für die Mädchen der Kindertanzgruppen der Garden: Erreichen sie das Jugendalter, scheiden sie aus der Tanzgruppe aus, während die Jungen weiterhin im Korps bleiben dürfen.
Zum Thema Frauen und Sitzungen präsentierten Christiane Hoffrath und Monika Salchert weitere bemerkenswerte Erkenntnisse. Ursprünglich war es Frauen nicht erlaubt, an Sitzungen teilzunehmen. Nur die Kölner Narren-Zunft von 1880 und die KG Carnevalistischer Reichstag gestatteten Frauen die Teilnahme an ihren Sitzungen. Dies führte 1888 zu einer Beschwerde beim Kölner Oberbürgermeister und die anderen Gesellschaften betrachteten die beiden als nicht gleichwertig.
Frauen auf der Bühne
Frauen traten als aktive Teilnehmerinnen in den Sitzungen eher selten auf. Auch heute noch sind sie in der Minderheit. Eine Ausnahme bildete Grete Fluss. 1907 trat sie erstmals im Kölner Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More auf und war ab 1910 regelmäßig in der BüttKölsches Wort für Waschzuber und war früher ein traditionelles Element im Sitzungskarneval. Hier haben die Büttenredner genüsslich „schmutzige Wäsche“ gewaschen und alle Themen in gewaltigen kölschen Worttiraden meist mit Biss und Ironie durchgekaut. Die Prinzen-Garde Köln hat die Bütt auf der Bühne wiederaufleben lassen. More zu sehen, wo sie verschiedene Rollen verkörperte, darunter das „Blitzmädel“, die „Küchenfee“, die „Straßenbahnschaffnerin“ und das „Schutzweib“. 1930 spielte sie in der Revue „Die Fastelovendprinzessin“ die Hauptrolle. Willi Ostermann schrieb dafür das heute noch beliebte Lied „Och, wat wor dat fröher schön en Colonia“.

Ab 1920 trat Gerti Ransohoff im Kölner Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More auf und erzielte beachtlichen Erfolg. Sie arbeitete eng mit dem jüdischen Autor, Sänger und Büttenredner Hans David Tobar zusammen, der ihre Reden für sie verfasste. Wegen der zunehmenden Repressalien der NSDAP beging zuerst ihr jüdischer Mann Selbstmord, und wenige Tage später nahm sich auch sie im Jahr 1932 das Leben.

Bis 1933 war die 1896 in Köln geborene Jüdin Rosel Rutkowsky eine bekannte Unterhaltungskünstlerin. Im Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More trat sie als rheinische Stimmungssängerin auf und spielte Rollen in den Karnevalsrevuen von Hans David Tobar. 1938 floh sie gemeinsam mit ihrem Mann vor den Nationalsozialisten in die USA. Seit 2024 verleiht der jüdische Karnevalsverein „Kölsche Kippa Köpp“ die Rosel-Rutkowsky-Medaille an Menschen, die sich besonders gegen Judenhass einsetzen und ein gesellschaftliches Miteinander fördern.

Das Amt der Sitzungspräsidentin wird selten von Frauen ausgeübt und wenn, dann meist im alternativen Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More. Beispiele dafür sind Biggi Wanninger bei der Stunksitzung, Carolin Kebekus bei Deine Sitzung sowie Katja Solange Wiesner und Myriam Chebabi bei der Immisitzung.

Mag man glauben, die Situation der weiblichen Akteure im Kölner Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More habe sich nach dem Zweiten Weltkrieg und in jüngerer Zeit grundlegend verändert, liegt man falsch.

Zwar lassen sich große Namen wie Trude Herr, Mariesiehe Funke(n)Mariechen More Luise Nikuta, Renate Fuchs (Callas von Niehl), Marita Köllner (Et fussich Julche), Hella von Sinnen (Putzfrau Schmitz), Annette Eßer (Achnes Kasulke) oder Ingrid Kühne nennen, doch häufig wandten sie dem Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More nach einiger Zeit den Rücken zu. Schon immer hatten und haben Frauen einen schweren Stand in dieser Branche.

Ähnlich verhält es sich bei den Bands. Mit Mätropolis und BeerBitches sowie Kempes Finest stehen zwar Frauen an der „Front“, doch ihre Präsenz ist nach wie vor eine Ausnahme.
Damengesellschaften erobern den Kölner Karneval
Regelrecht eine Sensation war es, als sich 1999 die erste Kölner Damengesellschaft Colombina Colonia e. V. gründete. Manche Männer im offiziellen Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More betrachteten diese Gründung als Eintagsfliege, da sie den Frauen die Fähigkeit zur Organisation eines Vereins absprachen. Doch bald folgten weitere Damengesellschaften wie die Schmuckstückchen 2008 e. V., die 1. Kölsche Aape-Sitzung e. V., die KG De Kölsche Madämcher und die 1. Damengarde Coeln 2014 e. V.

(c) by Vera Drewke
Warum gibt es noch kein weibliches Kölner Dreigestirn?
Die wohl drängendste Frage, der Christiane Hoffrath und Monika Salchert nachgingen, lautet: Wann wird es endlich ein Kölner DreigestirnDreigestirn, auch Trifolium genannt, besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind die obersten Repräsentanten des Kölner Karnevals und bekommen bei der Proklamation die Macht über die Stadt bis Aschermittwoch übertragen. Seit 1883 bilden sie eine feste Einheit, seit 1938 werden sie als Dreigestirn bezeichnet. More mit Damen geben?
Bei der Gründung des „Festordnenden Comitées“ stand an der Spitze des Umzugs der Held Carneval, der mit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 zum Prinzen Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More wurde. Gelegentlich wurde er von der Prinzessin Venetia begleitet. Seit 1870 gibt es das DreigestirnDreigestirn, auch Trifolium genannt, besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind die obersten Repräsentanten des Kölner Karnevals und bekommen bei der Proklamation die Macht über die Stadt bis Aschermittwoch übertragen. Seit 1883 bilden sie eine feste Einheit, seit 1938 werden sie als Dreigestirn bezeichnet. More als Einheit, bestehend aus PrinzDer Prinz Karneval ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. und wird vom Bauer und der Jungfrau begleitet. Sein Ornat ähnelt der Robe früherer hoch gestellter Adeligen. Der Prinz trägt ein weißes Unterkleid, darüber einen prächtigen mit Mantel mit Hermelinbesatz, Pluderhosen, weiße Strumpfhosen und rote Schuhe, wie sie früher die Könige und Päpste trugen. Auf dem Kopf hat er einen Hut mit vier Fasanenfedern. Die Farben haben eine besondere Bedeutung: Die weiße und die rote Feder stehen für die Stadt Köln, die gelbe für die Kirche und die grüne für die Menschen. Als Insignie erhält er eine Pritsche. Sie ist ein Zeichen daf... More Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More, BauerDer Bauer ist teil des Kölner Dreiugestirns. „Seine Deftigkeit“ symbolisiert die Wehrhaftigkeit der alten Reichsstadt Köln. Der Bauer geht auf eine historische Figur zurück. 1288 besiegten die Kölner Bürger den Erzbischof in der Schlacht von Worringen und regierten von da an in Köln. Unter ihnen soll auch der Bauer gewesen sein, der mit dem Dreschflegel kämpfte und die Stadtschlüssel am Arm trug. Der Bauer ist immer der Stärkste im Dreigestirn und muss die Stadt beschützen. Deshalb trägt er einen Hut mit 125 Pfauenfedern auf dem Kopf. Der ist sehr schwer und wiegt 1,6 Kilogramm. Die Pfauenfedern stehen für die Unsterblichkeit der S... More und JungfrauDie Jungfrau, „Ihre Lieblichkeit“, ist als beschützende Mutter Colonia Teil des Kölner Dreigestirns. Sie trägt ein Gewand wie die römische Stadtgründerin Agrippina und eine Krone, die wie eine Mauerkrone aussieht. Sie steht als Zeichen dafür, dass die Kölner Stadtmauer nicht erobert werden kann. Bei der Proklamation erhält die Jungfrau einen Spiegel, den sie den Jecken vorhalten kann, wenn diese sich nicht an die Regeln halten. More. Der PrinzDer Prinz Karneval ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. und wird vom Bauer und der Jungfrau begleitet. Sein Ornat ähnelt der Robe früherer hoch gestellter Adeligen. Der Prinz trägt ein weißes Unterkleid, darüber einen prächtigen mit Mantel mit Hermelinbesatz, Pluderhosen, weiße Strumpfhosen und rote Schuhe, wie sie früher die Könige und Päpste trugen. Auf dem Kopf hat er einen Hut mit vier Fasanenfedern. Die Farben haben eine besondere Bedeutung: Die weiße und die rote Feder stehen für die Stadt Köln, die gelbe für die Kirche und die grüne für die Menschen. Als Insignie erhält er eine Pritsche. Sie ist ein Zeichen daf... More ist der oberste Repräsentant des Karnevals. Für die Wehrhaftigkeit der Stadt steht der BauerDer Bauer ist teil des Kölner Dreiugestirns. „Seine Deftigkeit“ symbolisiert die Wehrhaftigkeit der alten Reichsstadt Köln. Der Bauer geht auf eine historische Figur zurück. 1288 besiegten die Kölner Bürger den Erzbischof in der Schlacht von Worringen und regierten von da an in Köln. Unter ihnen soll auch der Bauer gewesen sein, der mit dem Dreschflegel kämpfte und die Stadtschlüssel am Arm trug. Der Bauer ist immer der Stärkste im Dreigestirn und muss die Stadt beschützen. Deshalb trägt er einen Hut mit 125 Pfauenfedern auf dem Kopf. Der ist sehr schwer und wiegt 1,6 Kilogramm. Die Pfauenfedern stehen für die Unsterblichkeit der S... More, ausgestattet mit den Stadtschlüsseln und dem Dreschflegel. Die JungfrauDie Jungfrau, „Ihre Lieblichkeit“, ist als beschützende Mutter Colonia Teil des Kölner Dreigestirns. Sie trägt ein Gewand wie die römische Stadtgründerin Agrippina und eine Krone, die wie eine Mauerkrone aussieht. Sie steht als Zeichen dafür, dass die Kölner Stadtmauer nicht erobert werden kann. Bei der Proklamation erhält die Jungfrau einen Spiegel, den sie den Jecken vorhalten kann, wenn diese sich nicht an die Regeln halten. More wird als die „Mutter Colonia“ verstanden und gilt als Beschützerin Kölns. Ihre Mauerkrone symbolisiert die mittelalterliche Stadtmauer, die Köln über Jahrhunderte beschützt hat. Ihr Kostüm, das an römische Gewänder angelehnt ist, soll an die Stadtgründerin, Kaiserin Agrippina, erinnern. Wie die anderen Mitglieder des Dreigestirns wird auch die JungfrauDie Jungfrau, „Ihre Lieblichkeit“, ist als beschützende Mutter Colonia Teil des Kölner Dreigestirns. Sie trägt ein Gewand wie die römische Stadtgründerin Agrippina und eine Krone, die wie eine Mauerkrone aussieht. Sie steht als Zeichen dafür, dass die Kölner Stadtmauer nicht erobert werden kann. Bei der Proklamation erhält die Jungfrau einen Spiegel, den sie den Jecken vorhalten kann, wenn diese sich nicht an die Regeln halten. More seit dem 19. Jahrhundert von einem Mann dargestellt. Ausnahmen gab es nur während der Zeit des nationalsozialistischen Regimes, als die JungfrauDie Jungfrau, „Ihre Lieblichkeit“, ist als beschützende Mutter Colonia Teil des Kölner Dreigestirns. Sie trägt ein Gewand wie die römische Stadtgründerin Agrippina und eine Krone, die wie eine Mauerkrone aussieht. Sie steht als Zeichen dafür, dass die Kölner Stadtmauer nicht erobert werden kann. Bei der Proklamation erhält die Jungfrau einen Spiegel, den sie den Jecken vorhalten kann, wenn diese sich nicht an die Regeln halten. More von einer Frau verkörpert wurde. Auch hier spielten, ähnlich wie bei den Funkemariechen, homophobe Gründe eine Rolle. 1938 übernahm Paula Zapf als erste weibliche JungfrauDie Jungfrau, „Ihre Lieblichkeit“, ist als beschützende Mutter Colonia Teil des Kölner Dreigestirns. Sie trägt ein Gewand wie die römische Stadtgründerin Agrippina und eine Krone, die wie eine Mauerkrone aussieht. Sie steht als Zeichen dafür, dass die Kölner Stadtmauer nicht erobert werden kann. Bei der Proklamation erhält die Jungfrau einen Spiegel, den sie den Jecken vorhalten kann, wenn diese sich nicht an die Regeln halten. More im DreigestirnDreigestirn, auch Trifolium genannt, besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind die obersten Repräsentanten des Kölner Karnevals und bekommen bei der Proklamation die Macht über die Stadt bis Aschermittwoch übertragen. Seit 1883 bilden sie eine feste Einheit, seit 1938 werden sie als Dreigestirn bezeichnet. More diese Rolle. 1939 folgte Else Horion nach. Die JungfrauDie Jungfrau, „Ihre Lieblichkeit“, ist als beschützende Mutter Colonia Teil des Kölner Dreigestirns. Sie trägt ein Gewand wie die römische Stadtgründerin Agrippina und eine Krone, die wie eine Mauerkrone aussieht. Sie steht als Zeichen dafür, dass die Kölner Stadtmauer nicht erobert werden kann. Bei der Proklamation erhält die Jungfrau einen Spiegel, den sie den Jecken vorhalten kann, wenn diese sich nicht an die Regeln halten. More des Jahres 1940, Elfriede Figge, konnte ihr Amt wegen des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges nur bei einer einzigen Veranstaltung ausüben.

Nach dem Krieg wurde das DreigestirnDreigestirn, auch Trifolium genannt, besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind die obersten Repräsentanten des Kölner Karnevals und bekommen bei der Proklamation die Macht über die Stadt bis Aschermittwoch übertragen. Seit 1883 bilden sie eine feste Einheit, seit 1938 werden sie als Dreigestirn bezeichnet. More wieder ausschließlich von Männern verkörpert, während die Funkemariechen weiterhin von Frauen dargestellt wurden.
Die Satzung des Festkomitees Kölner Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More schreibt für die Besetzung des Dreigestirns keine geschlechtliche Vorgabe vor. Es gab Bewerbungen aus den Damengesellschaften, dennoch entsteht der Eindruck, dass Frauen im DreigestirnDreigestirn, auch Trifolium genannt, besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind die obersten Repräsentanten des Kölner Karnevals und bekommen bei der Proklamation die Macht über die Stadt bis Aschermittwoch übertragen. Seit 1883 bilden sie eine feste Einheit, seit 1938 werden sie als Dreigestirn bezeichnet. More nicht erwünscht sind. Ein Mitglied des Festkomitees brachte es einmal folgendermaßen auf den Punkt: „Am Ende müsste dieses erste weibliche DreigestirnDreigestirn, auch Trifolium genannt, besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind die obersten Repräsentanten des Kölner Karnevals und bekommen bei der Proklamation die Macht über die Stadt bis Aschermittwoch übertragen. Seit 1883 bilden sie eine feste Einheit, seit 1938 werden sie als Dreigestirn bezeichnet. More natürlich auch besser sein, als dann die Männer zuvor. Weil, jeder würde sonst sagen: ‚Ja klar, das sind ja Frauen.‘ Und genau das wollen wir nicht.“
Monika Salchert und Christiane Hoffrath erinnern daran, dass beinahe jeder PrinzDer Prinz Karneval ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. und wird vom Bauer und der Jungfrau begleitet. Sein Ornat ähnelt der Robe früherer hoch gestellter Adeligen. Der Prinz trägt ein weißes Unterkleid, darüber einen prächtigen mit Mantel mit Hermelinbesatz, Pluderhosen, weiße Strumpfhosen und rote Schuhe, wie sie früher die Könige und Päpste trugen. Auf dem Kopf hat er einen Hut mit vier Fasanenfedern. Die Farben haben eine besondere Bedeutung: Die weiße und die rote Feder stehen für die Stadt Köln, die gelbe für die Kirche und die grüne für die Menschen. Als Insignie erhält er eine Pritsche. Sie ist ein Zeichen daf... More Karnevalkommt von „Carne vale! Fleisch, lebe wohl!“und bringt den Charakter des Festes als Freudenfest vor der langen Fastenzeit zum Ausdruck bringt. More berichtet, schon als kleiner Junge davon geträumt zu haben, „eimol PrinzDer Prinz Karneval ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. und wird vom Bauer und der Jungfrau begleitet. Sein Ornat ähnelt der Robe früherer hoch gestellter Adeligen. Der Prinz trägt ein weißes Unterkleid, darüber einen prächtigen mit Mantel mit Hermelinbesatz, Pluderhosen, weiße Strumpfhosen und rote Schuhe, wie sie früher die Könige und Päpste trugen. Auf dem Kopf hat er einen Hut mit vier Fasanenfedern. Die Farben haben eine besondere Bedeutung: Die weiße und die rote Feder stehen für die Stadt Köln, die gelbe für die Kirche und die grüne für die Menschen. Als Insignie erhält er eine Pritsche. Sie ist ein Zeichen daf... More zo sin“. Und wie steht es mit den Mädchen? Zurecht sagten sie abschließend: „Tradition muss wachsen, aber irgendwann muss man damit anfangen!“

Bildnachweis: Fotos Weißer Holunder ©BKB/Dr. Ulla Weber-Woelk, Gisela und Lutz Osterkorn, Jan und Griet 1951, ©Reiter-Korps Jan van Werth, Gerti Ransoroff 1930, ©NRhZ-Online, Grete Fluss (1892-1964), ©Archivfoto KStA, Jungfrau Paula Zapf und Bauer Johannes Wiesbaum 1918, Festkomitee Kölner Karneval, Kläre Weiglein, als Regimentstochter©Ehrengarde der Stadt Köln, Rosel Rutkowsky ©Kölsche Kippa Köpp, Foto Ehrung Christoph Kuckrelkorn © BKB, Fotos Stunksitzung, Damengarde @ BKB/Vera Drewke, Fotos Marita Köllner, Colombinen @BKB/Jachim Rieger, Foto Kempes Finest @BKB/Nicci Haumann














